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Apostelgeschichte 10Apg 10

1 Ein gewisser G5100 Mann G435 aber G1161 in G1722 Cäsarea G2542, mit Namen G3686 Kornelius G2883 – ein Hauptmann G1543 von G1537 der G3588 sogenannten G2564 italischen G2483 Schar G4686, 2 fromm G2152 und G2532 gottesfürchtig G5399+G2316 mit G4862 seinem G846 ganzen G3956 Haus G3624, der dem G3588 Volk G2992 viele G4183 Almosen G1654 gab G4160 und G2532 allezeit G1223+G3956 zu G3588 Gott G2316 betete G1189 –, 3 sah G1492 in G1722 einem Gesicht G3705 ungefähr G5616 um G4012 die neunte G1766 Stunde G5610 des G3588 Tages G2250 deutlich G5320, wie ein Engel G32 Gottes G2316 zu G4314 ihm G846 hereinkam G1525 und G2532 zu ihm G846 sagte G3004: Kornelius G2883! 4 Er G3588 aber G1161 sah (G816) ihn G846 unverwandt G816 an (G816) und G2532 wurde G1096 von (G1719) Furcht G1719 erfüllt (G1719) und sagte G3004: Was G5101 ist G1510, Herr G2962? Er sprach G3004 aber G1161 zu ihm G846: Deine G4675 Gebete G4335 und G2532 deine G4675 Almosen G1654 sind hinaufgestiegen G305 zum G1519 Gedächtnis G3422 vor G1715 Gott G2316. 5 Und G2532 jetzt G3568 sende G3992 Männer G435 nach G1519 Joppe G2445 und G2532 lass (G3343) einen gewissen G5100 Simon G4613 holen G3343, der G3739 auch (G1941) Petrus G4074 genannt G1941 wird; 6 dieser G3778 hält G3579 sich bei G3844 einem gewissen G5100 Simon G4613 auf (G3579), einem Gerber G1038, dessen G3739 Haus G3614 am G3844 Meer G2281 ist G1510. 7 Als G5613 aber G1161 der G3588 Engel G32, der G3588 mit ihm G846 redete G2980, weggegangen G565 war, rief G5455 er zwei G1417 von den G3588 Hausknechten G3610 und G2532 einen frommen G2152 Soldaten G4757 von denen, die G3588 ständig G4342 bei (G4342) ihm G846 waren (G4342); 8 und G2532 als er ihnen G846 alles G537 dargelegt G1834 hatte, sandte G649 er sie G846 nach G1519 Joppe G2445.

9 Am G3588 folgenden G1887 Tag (G1887) aber G1161, während jene G1565 reisten G3596 und G2532 sich (G1448) der G3588 Stadt G4172 näherten G1448, stieg G305 Petrus G4074 um G4012 die sechste G1623 Stunde G5610 auf G1909 das G3588 Dach G1430, um zu beten G4336. 10 Er wurde G1096 aber G1161 hungrig G4361 und G2532 wünschte G2309 zu essen G1089. Während sie G846 aber G1161 etwas zubereiteten G3903, kam G1096 eine Verzückung G1611 über G1909 ihn G846. 11 Und G2532 er sieht G2334 den G3588 Himmel G3772 geöffnet G455 und G2532 ein gewisses G5100 Gefäß G4632, gleich G5613 einem großen G3173 Leinentuch G3607, herabkommen G2597, an vier G5064 Zipfeln G746 gebunden G1210 und G2532 auf G1909 die G3588 Erde G1093 herabgelassen G2524, 12 in G1722 dem G3739 allerlei G3956 vierfüßige G5074 und G2532 kriechende G2062 Tiere G5074 /G2062 der G3588 Erde G1093 waren G5225 und G2532 Vögel G4071 des G3588 Himmels G3772. 13 Und G2532 eine Stimme G5456 erging G1096 an G4314 ihn G846: Steh G450 auf (G450), Petrus G4074, schlachte G2380 und G2532 iss G5315! 14 Petrus G4074 aber G1161 sprach G3004: Keineswegs G3365, Herr G2962! Denn G3754 niemals G3763 habe ich irgendetwas G3956 Gemeines G2839b und G2532 Unreines G169 gegessen G5315. 15 Und G2532 wieder G3825 erging die Stimme G5456 zum G1537 zweiten G1208 Mal (G1208) an G4314 ihn G846: Was G3739 Gott G2316 gereinigt G2511 hat, halte (G2840) du G4771 nicht G3361 für (G2840) gemein G2840c! 16 Dies G5124 aber G1161 geschah G1096 dreimal G1909+G5151; und G2532 sogleich G2117 wurde das G3588 Gefäß G4632 hinaufgenommen G353 in G1519 den G3588 Himmel G3772. 17 Als G5613 aber G1161 Petrus G4074 bei G1722 sich G1438 selbst G1438 in (G1280) Verlegenheit G1280 war (G1280), was G5101 doch G302 das G3588 Gesicht G3705 sein G1510 möchte (G1510), das G3739 er gesehen G1492 hatte, siehe G2400, da standen G2186 die G3588 Männer G435, die G3588 von G5259 Kornelius G2883 gesandt G649 waren und das G3588 Haus G3614 Simons G4613 erfragt G1331 hatten, vor G1909 dem G3588 Tor G4440; 18 und G2532 als sie gerufen G5455 hatten, fragten G4441 sie, ob G1487 Simon G4613, der G3588 auch (G1941) Petrus G4074 genannt G1941 wird, sich dort G1759 aufhalte G3579. 19 Während aber G1161 Petrus G4074 über G4012 das G3588 Gesicht G3705 nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach G3004 der G3588 Geist G4151 zu ihm G846: Siehe G2400, drei G5140 Männer G435 suchen G2212 dich G4571. 20 Steh G450 aber G235 auf (G450), geh G2597 hinab (G2597) und G2532 zieh G4198 mit G4862 ihnen G846, ohne G3367 irgend zu zweifeln G1252, denn G3754 ich G1473 habe sie G846 gesandt G649. 21 Petrus G4074 aber G1161 ging G2597 zu G4314 den G3588 Männern G435 hinab (G2597) und sprach G3004: Siehe G2400, ich G1473 bin G1510 es, den G3739 ihr sucht G2212. Was G5101 ist die G3588 Ursache G156, weshalb G1223+G3739 ihr hier G3918 seid G3918? 22 Sie G3588 aber G1161 sprachen G3004: Kornelius G2883, ein Hauptmann G1543, ein gerechter G1342 und G2532 gottesfürchtiger G5399+G2316 Mann G435, der auch G5037 ein gutes Zeugnis G3140 hat von G5259 der G3588 ganzen G3650 Nation G1484 der G3588 Juden G2453, ist (G5537) von G5259 einem heiligen G40 Engel G32 göttlich (G5537) gewiesen G5537 worden, dich G4571 in G1519 sein G846 Haus G3624 holen G3343 zu lassen (G3343) und G2532 Worte G4487 von G3844 dir G4675 zu hören G191. 23 Als er sie G846 nun G3767 hereingerufen G1528 hatte, beherbergte G3579 er sie.

Am G3588 folgenden G1887 Tag (G1887) aber G1161 machte G450 er sich (G450) auf (G450) und zog G1831 mit G4862 ihnen G846 fort (G1831), und G2532 einige G5100 der G3588 Brüder G80 von G575 Joppe G2445 gingen G4905 mit (G4905) ihm G846; 24 am G3588 folgenden G1887 Tag (G1887) aber G1161 kamen G1525 sied nach G1519 Cäsarea G2542. Kornelius G2883 aber G1161, der G3588 seine G846 Verwandten G4773 und G2532 nächsten G316 Freunde G5384 zusammengerufen G4779 hatte, erwartete G1510+G4328 sie G846.

25 Als G5613 es aber G1161 geschah G1096, dass Petrus G4074 hereinkam G1525, ging G4876 Kornelius G2883 ihm G846 entgegen (G4876), fiel G4098 ihm zu G1909 Füßen G4228 und huldigte G4352 ihm. 26 Petrus G4074 aber G1161 richtete G1453 ihn G846 auf (G1453) und sprach G3004: Steh G450 auf (G450)! Auch G2532 ich G1473 selbst G846 bin G1510 ein Mensch G444. 27 Und G2532 sich (G4926) mit ihm G846 unterredend G4926, ging G1525 er hinein (G1525), und G2532 er findet G2147 viele G4183 versammelt G4905. 28 Und G5037 er sprach G5346 zu G4314 ihnen G846: Ihr G5210 wisst G1987, wie G5613 unerlaubt G111 es für einen jüdischen G2453 Mann G435 ist G1510, sich (G2853) einem Fremden ~(G246)e anzuschließen G2853 oder G2228 zu ihm zu kommen G4334; und G2504 mir G2504 hat Gott G2316 gezeigt G1166, keinen G3367 Menschen G444 gemein G2839c oder G2228 unrein G169 zu nennen G3004. 29 Darum G1352 kam G2064 ich auch G2532 ohne (G369) Widerrede G369, als ich geholt G3343 wurde. Ich frage G4441 nun G3767: Aus welchem G5101 Grund G3056 habt ihr mich G3165 holen G3343 lassen (G3343)? 30 Und G2532 Kornelius G2883 sprach G5346: Vor G575 vier G5067 Tagen G2250 fastete G3522 ich bis G3360 zu G3360 dieser G3778 Stunde G5610, und um die G3588 neunte G1766 betete G4336 ich in G1722 meinem G3450 Haus G3624; und G2532 siehe G2400, ein Mann G435 stand G2476 vor G1799 mir G3450 in G1722 glänzendem G2986 Gewand G2066 31 und G2532 spricht G5346: Kornelius G2883, dein G4675 Gebet G4335 ist erhört G1522, und G2532 deiner G4675 Almosen G1654 ist gedacht G3415 worden vor G1799 Gott G2316. 32 Sende G3992 nun G3767 nach G1519 Joppe G2445 und G2532 lass (G3333) Simon G4613 holen G3333, der G3739 auch (G1941) Petrus G4074 genannt G1941 wird; dieser G3778 hält G3579 sich im G1722 Hause G3614 Simons G4613 auf (G3579), eines Gerbers G1038, am G3844 Meer G2281; der G3739 wird, wenn er hierher (G3854) gekommen G3854 ist, zu dir G4671 reden G2980. 33 Sofort G1824 nun G3767 sandte G3992 ich zu G4314 dir G4571, und G5037 du G4771 hast wohl G2573 getan G4160, dass du gekommen G3854 bist. Jetzt G3568 sind G3918 wir G2249 nun G3767 alle G3956 vor G1799 Gott G2316 gegenwärtig G3918, um alles G3956 zu hören G191, was G3588 dir G4671 von G5259 Gott G2316f befohlen G4367 ist.

34 Petrus G4074 aber G1161 tat G455 den G3588 Mund G4750 auf (G455) und sprach G3004: In G1909 Wahrheit G225 begreife G2638 ich, dass G3754 Gott G2316 die Person G4381 nicht G3756 ansieht G4381, 35 sondern G235 dass in G1722 jeder G3956 Nation G1484, wer G3588 ihn G846 fürchtet G5399 und G2532 Gerechtigkeit G1343 wirkt G2038, ihm G846 angenehm G1184 ist G1510. 36 Das G3588 Wort G3056, das G3739 er den G3588 Söhnen G5207 Israels G2474 gesandt G649 hat, Frieden G1515 verkündigend G2097 durch G1223 Jesus G2424 Christus G5547dieser G3778 ist G1510 aller G3956 Herr G2962 –, 37 kennt G1492 ihr G5210: das G3588 Zeugnis G4487g, das G3588, angefangen G756 von G2596 Galiläa G1056, durch G575 ganz G3650 Judäa G2449 hin (G2596) ausgebreitet ~(G1096) wordenh ist, nach G3326 der G3588 Taufe G908, die G3739 Johannes G2491 gepredigt G2784 hatte: 38 Jesus G2424, den von G575 Nazareth G3478, wie G5613 Gott G2316 ihn G846 mit Heiligem G40 Geist G4151 und G2532 mit Kraft G1411 gesalbt G5548 hat, der G3739 umherging G1330, wohltuend G2109 und G2532 alle G3956 heilend G2390, die G3588 von G5259 dem G3588 Teufel G1228 überwältigt G2616 waren; denn G3754 Gott G2316 war G1510 mit G3326 ihm G846. 39 Und G2532 wir G2249 sind Zeugen G3144 alles G3956 dessen, was G3739 er sowohl G5037 im G1722 Land G5561 der G3588 Juden G2453 als G2532 auch G2532 in G1722 Jerusalem G2419 getan G4160 hat; den G3739 sie auch G2532 umgebracht G337 haben, indem sie ihn an G1909 ein Holz G3586 hängten G2910. 40 Diesen G5126 hat Gott G2316 am G1722+G3588 dritten G5154 Tag G2250 auferweckt G1453 und G2532 ihn G846 sichtbar G1717 werden G1096 lassen G1325, 41 nicht G3756 dem G3588 ganzen G3956 Volk G2992, sondern G235 den G3739 von G5259 Gott G2316 zuvor G4401 erwählten G4401 Zeugen G3144, uns G2254, die G3748 wir mit (G4906) /(G4844) ihm G846 gegessen G4906 und G2532 getrunken G4844 haben, nachdem G3326 er G846 aus G1537 den Toten G3498 auferstanden G450 war. 42 Und G2532 er hat uns G2254 befohlen G3853, dem G3588 Volk G2992 zu predigen G2784 und G2532 ernstlich (G1263) zu bezeugen G1263, dass G3754 dieser G3778 der G3588 von G5259 Gott G2316 bestimmte G3724 Richter G2923 der Lebenden G2198 und G2532 der Toten G3498 ist G1510. 43 Diesem G5129 geben (G3140) alle G3956 Propheten G4396 Zeugnis G3140, dass jeder G3956, der G3588 an G1519 ihn G846 glaubt G4100, Vergebung G859 der Sünden G266 empfängt G2983 durch G1223 seinen G846 Namen G3686.

44 Während Petrus G4074 noch G2089 diese G5023 Worte G4487 redete G2980, fiel G1968 der G3588 Heilige G40 Geist G4151 auf G1909 alle G3956, die G3588 das G3588 Wort G3056 hörten G191. 45 Und G2532 die G3588 Gläubigen G4103 aus G1537 der Beschneidung G4061, so G3745 viele G3745 mit (G4905) Petrus G4074 gekommen G4905 waren, gerieten G1839 außer (G1839) sich (G1839), dass G3754 auch G2532 auf G1909 die G3588 Nationen G1484 die G3588 Gabe G1431 des G3588 Heiligen G40 Geistes G4151 ausgegossen G1632 worden war; 46 denn G1063 sie hörten G191 sie G846 in Sprachen G1100 reden G2980 und G2532 Gott G2316 erheben G3170. Dann G5119 antwortete G611 Petrus G4074: 47 Könnte G1410 wohl G3385 jemand G5100i das G3588 Wasser G5204 verwehren G2967, dass diese G5128 nicht G3361 getauft G907 würden, die G3748 den G3588 Heiligen G40 Geist G4151 empfangen G2983 haben wie G5613 auch G2532 wir G2249? 48 Er befahl G4367 aber G1161, dass sie G846 getauft G907 würden in G1722 dem G3588 Namen G3686 des G3588 Herrn G2962j. Dann G5119 baten G2065 sie ihn G846, einige G5100 Tage G2250 zu bleiben G1961.

Fußnoten

  1. W. Taten (o. Handlungen) der Apostel.
  2. O. Gewöhnliches, o. Unreines.
  3. O. gewöhnlich, o. unrein.
  4. A. l. kam er.
  5. W. Andersstämmigen G246.
  6. A. l. von dem Herrn.
  7. O. das Wort, o. die Sache.
  8. W. geschehen G1096.
  9. O. Es kann doch niemand.
  10. A. l. in dem Namen Jesu G2424 Christi G5547.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw.Abweichend.
Ägypt.Ägyptisch.
Ähnl.Ähnlich.
Äthiop.Äthiopisch.
A. f. h.Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h.Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l.Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l.Nestle-Aland liest.
And.Andere.
Anm.Anmerkung.
Aram.Aramäisch.
ATAltes Testament.
A. ü.Andere übersetzen.
Bez.Bezeichnung.
Bzw.Beziehungsweise.
D. h.Das heißt.
D. i.Das ist.
D. s.Das sind.
Eig.Eigentlich.
E. f. h.Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l.Einige Handschriften lesen.
f., ff.folgende, -r, -s.
Griech.Griechisch.
Hebr.Hebräisch.
Kap.Kapitel.
Lat.Lateinisch.
Mas.Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h.Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l.Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L.Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml.Nämlich.
nC, n. Chr.nach Christus.
NTNeues Testament.
O.Oder.
Pers.Persisch.
Pl.Plural (Mehrzahl).
S.Siehe.
Sept.Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg.Singular (Einzahl).
so a. sp.so auch später.
U.Und.
Üb.Übersetzung(en).
V.Vers.
vC, v. Chr.vor Christus.
Vgl.Vergleiche.
Viell.Vielleicht.
W.Wörtlich.
Wahrsch.Wahrscheinlich.
Zugl.Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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