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1. Samuel 21. Sam 2

1 Und Hanna H2584 betete H6419:1 und sprach H559:1:

Mein Herz H3820 frohlockt H5970 in dem HERRN H3068, erhöht H7311 ist mein Horn H7161 in dema HERRN H3068. Mein Mund (H7337) ist weit H7337 aufgetan (H7337) über H5921 meine Feinde H341, denn H3588 ich freue H8055 mich deiner Rettung H3444.

2 Keiner H369 ist heilig H6918 wie der HERR H3068, denn H3588 keiner H369 ist außer H1115 dir; und kein H369 Fels H6697 ist wie unser Gott H430.

3 Häuft H7235 nicht H408 Worte H1696 des Stolzes H1364 *H1364 noch gehe H3318 Freches H6277 aus eurem Mund hervor (H3318); denn H3588 ein Gott H410:1b des Wissens H1844 ist der HERR H3068, und von ihm werden die Handlungen H5949 gewogen H8505.

4 Die Bogen H7198 der Helden H1368 sind zerbrochen H2844, und die Strauchelnden H3782 haben sich mit Kraft H2428 umgürtet H247.

5 Die satt H7649 waren, dienen H7936 für Brot H3899, und die hungrig H7457 waren, sind es nicht H3808 mehr H2308c. Sogar H5704 die Unfruchtbare H6135 hat sieben H7651 geboren H3205, und die Kinderreiche H1121+H7227 ist dahingewelkt H535.

6 Der HERR H3068 tötet H4191 und macht (H2421) lebendig H2421; er führt H3381 in den Scheol H7585 hinab (H3381) und führt H5927 herauf (H5927).

7 Der HERR H3068 macht (H3423) arm H3423 und macht (H6238) reich H6238; er erniedrigt H8213 und erhöht H7311 auch H637.

8 Er hebt H6965 aus dem Staub H6083 empor (H6965) den Geringen H1800, aus dem Kot H830 erhöht H7311 er den Armen H34, um sie sitzen H3427 zu lassen bei H5973 den Edlen H5081d; und den Thron H3678 der Ehre H3519 gibt (H5157) er ihnen als Erbteil H5157. Denn H3588 des HERRN H3068 sind die Säulen H4690 der Erde H776, und auf H5921 sie (H5921) hat er den Erdkreis H8398 gestellt H7896.

9 Die Füße H7272 seiner Frommen H2623 bewahrt H8104 er, aber die Gottlosen H7563 verstummen H1826:2e in Finsternis H2822; denn H3588 nicht H3808 durch Stärke H3581 hat (H1396) der Mensch H376 die Oberhand H1396.

10 Der HERR H3068 – es werden zerschmettert H5181 werden, die mit ihm hadern H7378; über H5921 ihnen (H5921) im Himmel H8064 wird er donnern H7481:1. Der HERR H3068 wird richten H1777 die Enden H657 der Erde H776 und Macht H5797 verleihen H5414 seinem König H4428 und erhöhen H7311 das Horn H7161 seines Gesalbten H4899. –

11 Und Elkana H511 ging H1980 nach Rama H7414 in H5921 sein Haus H1004. Der Knabe H5288 aber diente H8334 dem HERRN H3068 vor H6440 Eli H5941, dem Priester H3548.

12 Und die Söhne H1121 Elis H5941 waren Söhne H1121 Belials H1100, sie kannten H3045 den HERRN H3068 nicht H3808. 13 Und die Weise H4941 der Priester H3548 dem Volk H5971 gegenüber H854 war so: Sooft H3605 jemand H376 ein Schlachtopfer H2077 opferte H2076, kam H935 der Diener H5288 des Priesters H3548, wenn man das Fleisch H1320 kochte H1310, und hatte eine Gabel H4207 mit drei H7969 Zinken H8127 in seiner Hand H3027; 14 und er stieß H5221 in das Becken H3595 oder H176 in die Schüssel H1731 oder H176 in den Kessel H7037 oder in den Topf H6517: Alles H3605, was H834 die Gabel H4207 heraufbrachte H5927, nahm H3947 der Priester H3548 damitf weg (H3947). So H3602 taten H6213 sie in Silo H7887 allen H3605 Israeliten H3478, die dahin H8033 kamen H935. 15 Sogar H1571 ehe H2962 man das Fett H2459 räucherte H6999, kam H935 der Diener H5288 des Priesters H3548 und sprach H559:1 zu dem Mann H376, der opferte H2076: Gib H5414 Fleisch H1320 zum Braten H6740 für den Priester H3548! Denn H3588 er will kein H3808 gekochtes H1310 Fleisch H1320 von H4480 dir (H4480) annehmen H3947, sondern H518+H3588 rohes H2416. 16 Und sprach H559:1 der Mann H376 zu H413 ihm: „Sogleich H3117 werden sie das Fett H2459 räuchern H6999 *H6999, dann nimm H3947 dir, wie H834 deine Seele H5315 begehrt H183“, so sprach H559:1 er: „Nein H3808, sondern H3588 jetzt H6258 sollst du es geben H5414, und wenn H518 nicht H3808, so nehme H3947 ich es mit Gewalt H2394.“ 17 Und die Sünde H2403 der Jünglinge H5288 war H1961 sehr H3966 groß H1419 vor H854+H6440 dem HERRN H3068; denn H3588 die Leute H376 verachteten H5006 die Opfergabe H4503 des HERRN H3068.

18 Und Samuel H8050 diente H8334 vor H854+H6440 dem HERRN H3068, ein Knabe H5288, umgürtet H2296 mit einem leinenen H906 Ephod H646g. 19 Und seine Mutter H517 machte H6213 ihm ein kleines H6996 Oberkleid H4598 und brachte H5927 es ihm Jahr ~(H3117) für Jahr ~(H3117)h hinauf (H5927), wenn sie mit H854 ihrem Mann H376 hinaufging H5927, um das jährliche H3117 Schlachtopfer H2077 zu opfern H2076. 20 Und Eli H5941 segnete H1288:1 Elkana H511 und seine Frau H802 und sprach H559:1: Der HERR H3068 gebe H7760 dir Nachkommen H2233 von H4480 dieser H2063 Frau H802 anstelle H8478 des Geliehenen H7596i, das man dem HERRN H3068 geliehen H7592 hat. Und sie gingen H1980 nach Hause ~(H4725)j. 21 Und ~(H3588)k der HERR H3068 wandte H6485 sich Hanna H2584 zu (H6485), und sie wurde (H2029) schwanger H2029; und sie gebar H3205 drei H7969 Söhne H1121 und zwei H8147 Töchter H1323. Und der Knabe H5288 Samuel H8050 wurde (H1431) groß H1431 bei H5973 dem HERRN H3068.

22 Und Eli H5941 war sehr H3966 alt H2205; und er hörte H8085 alles H3605, was H834 seine Söhne H1121 ganz H3605 Israel H3478 taten H6213, und dass H834 sie bei H854 den Frauen H802 lagen H7901, die sich scharten H6633l am Eingang H6607 des Zeltes H168 der Zusammenkunft H4150. 23 Und er sprach H559:1 zu ihnen: Warum H4100 tut H6213 ihr solche H428 Dinge H1697? Denn H834 ich H595 höre H8085 diese H428 eure bösen H7451 Handlungen (H7451) vom H854 ganzen H3605 Volk H5971. 24 Nicht H408 so, meine Söhne H1121! Denn H3588 nicht H3808 gut H2896 ist das Gerücht H8052, das H834 ich H595 höre H8085; ihr macht das Volk H5971 des HERRN H3068 übertreten H5674m. 25 Wenn H518 ein Mensch H376 gegen einen Menschen H376 sündigt H2398, so entscheidet H6419:2 Gott H430 über ihnn; wenn H518 aber ein Mensch H376 gegen den HERRN H3068 sündigt H2398, wer H4310 wird für ihn bitten H6419:1o? Aber sie hörten H8085 nicht H3808 auf die Stimme H6963 ihres Vaters H1, denn H3588 der HERR H3068 war (H2654:1) willens H2654:1, sie zu töten H4191.

26 Und der Knabe H5288 Samuel H8050 wurde H1980 immer (H1980) größer H1432 und angenehmer H2896, sowohl H1571 bei H5973 dem HERRN H3068 als auch H1571 bei H5973 den Menschen H376.

27 Und es kam H935 ein Mann H376 Gottes H430 zu H413 Eli H5941 und sprach H559:1 zu H413 ihm: So H3541 spricht H559:1 der HERR H3068: Habe ich mich dem Haus H1004 deines Vaters H1 nicht H3808 deutlich *H1540 offenbart H1540, als sie in Ägypten H4714p waren H1961 im Haus H1004 des Pharaos H6547q? 28 Und ich habe ihn aus allen H3605 Stämmen H7626 Israels H3478 mir zum Priester H3548 erwählt H977:1, um auf H5921 meinem Altar H4196 zu opfern H5927, um Räucherwerk H7004 zu räuchern H6999, um das Ephod H646 vor H6440 mir zu tragen H5375; und ich gab H5414 dem Haus H1004 deines Vaters H1 alle H3605 Feueropfer H801 der Kinder H1121 Israel H3478. 29 Warum H4100 tretet H1163 ihr mit (H1163) Füßen (H1163) mein Schlachtopfer H2077 und mein Speisopfer H4503, die H834 ich in der Wohnung H4583 geboten H6680 habe? Und du ehrst H3513 deine Söhne H1121 mehr H4480 als H4480 mich (H4480), dass ihr euch mästet H1254:2 von den Erstlingen ~(H7225)r aller H3605 Opfergaben H4503 Israels H3478, meines Volkes H5971. 30 Darum H3651:1 spricht ~(H5002) der HERR H3068s, der Gott H430 Israels H3478: Ich habe allerdings *H559:1 gesagt H559:1: Dein Haus H1004 und das Haus H1004 deines Vaters H1 sollen vor H6440 mir wandeln in H5704 Ewigkeit H5769; aber nun H6258 spricht ~(H5002) der HERR H3068s: Fern H2486 sei es von mir! Denn H3588 die, die mich ehren H3513, werde ich ehren H3513, und die, die mich verachten H959, werden gering H7043 geachtet (H7043) werden. 31 Siehe H2009, Tage H3117 kommen H935, da werde ich deinen Arm H2220 und den Arm H2220 des Hauses H1004 deines Vaters H1 abhauen H1438, dass es keinen Greis H2205 mehr in deinem Haus H1004 geben H1961 wird. 32 Und du wirst einen Bedränger H6862:1 in der Wohnung H4583t sehen H5027, in allem H3605, was H834 eru Gutes H3190 tun (H3190) wirdv an Israel H3478; und es wird keinen H3808 Greis H2205 mehr in deinem Haus H1004 geben H1961 alle H3605 Tage H3117. 33 Und der Mann H376, den ich dir nicht H3808 ausrotten H3772 werde von H5973 meinem Altar H4196, wird zum Erlöschen H3615 deiner Augen H5869 und zum Verschmachten H109 deiner Seele H5315 sein; und aller H3605 Nachwuchs H4768 deines Hauses H1004, sie sollen als Männer H376 sterben H4191. 34 Und dies H2088 soll dir das Zeichen H226 sein, das H834 über H413 deine beiden H8147 Söhne H1121 kommen H935 wird, über H413 Hophni H2652 und Pinehas H6372: An einem H259 Tag H3117 sollen sie beide H8147 sterben H4191. 35 Und ich werde mir einen treuen H539 Priester H3548 erwecken H6965, der wird tun H6213, wie H834 es in meinem Herzen H3824 und in meiner Seele H5315 ist; und ich werde ihm ein beständiges H539 Haus H1004 bauen H1129, und er wird vor H6440 meinem Gesalbten H4899 wandeln H1980 alle H3605 Tage H3117. 36 Und es soll geschehen H1961, jeder H3605, der in deinem Haus H1004 übrig H3498 bleibt (H3498), wird kommen H935, um sich vor ihm niederzuwerfen H7812 für eine kleine H95 Silbermünze H3701 und einen Laib H3603 Brot H3899 und wird sagen H559:1: Geselle H5596 mich doch H4994 einem H259 der Priesterämter H3550 bei H413, damit ich einen Bissen H6595 Brot H3603 esse H398.

Fußnoten

  1. O. durch den.
  2. Hebr. El.
  3. Eig. die Hungrigen feiern.
  4. Vgl. Psalm 113,7.8.
  5. O. kommen um.
  6. A. H. l. für sich.
  7. Eig. einem Ephod aus Weißzeug.
  8. W. von Tagen H3117 zu Tagen H3117.
  9. O. Erbetenen (im Hebr. das gleiche Wort wie „Geliehenen“).
  10. W. an seinen Ort H4725.
  11. Eig. Denn H3588.
  12. A. ü. die dienten.
  13. O. höre, das das Volk des HERRN verbreitet.
  14. Näml. als Schiedsrichter.
  15. Eig. sich ins Mittel legen.
  16. Hebr. Mizraim (so auch später).
  17. O. in Ägypten dem Haus des Pharaos angehörten.
  18. W. vom Anfang H7225.
  19. Eig. ist der Spruch H5002 des HERRN.
  20. O. die Bedrängnis der Wohnung.
  21. D. h. Gott.
  22. O. statt alles dessen, … getan haben würde.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw.Abweichend.
Ägypt.Ägyptisch.
Ähnl.Ähnlich.
Äthiop.Äthiopisch.
A. f. h.Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h.Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l.Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l.Nestle-Aland liest.
And.Andere.
Anm.Anmerkung.
Aram.Aramäisch.
ATAltes Testament.
A. ü.Andere übersetzen.
Bez.Bezeichnung.
Bzw.Beziehungsweise.
D. h.Das heißt.
D. i.Das ist.
D. s.Das sind.
Eig.Eigentlich.
E. f. h.Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l.Einige Handschriften lesen.
f., ff.folgende, -r, -s.
Griech.Griechisch.
Hebr.Hebräisch.
Kap.Kapitel.
Lat.Lateinisch.
Mas.Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h.Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l.Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L.Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml.Nämlich.
nC, n. Chr.nach Christus.
NTNeues Testament.
O.Oder.
Pers.Persisch.
Pl.Plural (Mehrzahl).
S.Siehe.
Sept.Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg.Singular (Einzahl).
so a. sp.so auch später.
U.Und.
Üb.Übersetzung(en).
V.Vers.
vC, v. Chr.vor Christus.
Vgl.Vergleiche.
Viell.Vielleicht.
W.Wörtlich.
Wahrsch.Wahrscheinlich.
Zugl.Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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