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2. Könige 92. Kön 9

Und Elisa H477, der Prophet H5030, rief H7121 einen H259 von den Söhnen H1121 der Propheten H5030 und sprach H559:1 zu ihm: Gürte H2296 deine Lenden H4975 und nimm H3947 diese H2088 Ölflasche H6378+H8081 in deine Hand H3027 und geh H1980 nach Ramot-Gilead H1568+H7433. Und wenn H518 du dahin H8033 gekommen H935 bist, so sieh H7200 dich dort H8033 nach Jehu H3058 um, dem Sohn H1121 Josaphats H3092, des Sohnes H1121 Nimsis H5250; und geh H935 hinein und lass ihn aufstehen H6965 aus (H8432) der Mitte H8432 seiner Brüder H251 und führe H935 ihn in ein inneres (H2315) Gemach H2315; und nimm H3947 die Ölflasche H6378+H8081 und gieße H3332 sie über H5921 sein Haupt H7218 aus (H3332) und sprich H559:1: So H3541 spricht H559:1 der HERR H3068: Ich habe dich zum König H4428 über H413 Israel H3478 gesalbt H4886! Und öffne H6605:1 die Tür H1817 und fliehe H5127, und warte H2442 nicht H3808. Und der Knabe H5288, der Diener H5288 des Propheten H5030, ging H1980 nach Ramot-Gilead H1568+H7433. Und er kam H935 hinein (H935), und siehe H2009, da saßen H3427 die Obersten H8269 des Heeres H2428. Und er sprach H559:1: Ich habe ein Wort H1697 an dich, Oberster H8269. Und Jehu H3058 sprach H559:1: An H413 wen H4310 von uns allen? Und er sprach H559:1: An H413 dich, Oberster H8269. Da stand H6965 Jehua auf (H6965) und ging H935 ins Haus H1004 hinein (H935); und er goss H3332 das Öl H8081 auf H413 sein Haupt H7218 und sprach H559:1 zu ihm: So H3541 spricht H559:1 der HERR H3068, der Gott H430 Israels H3478: Ich habe dich zum König H4428 gesalbt H4886 über H413 das Volk H5971 des HERRN H3068, über H413 Israel H3478. Und du sollst das Haus H1004 Ahabs H256, deines Herrn H113, erschlagen H5221; und ich werde das Blut H1818 meiner Knechte H5650, der Propheten H5030, und das Blut H1818 aller H3605 Knechte H5650 des HERRN H3068 rächen H5358 von der Hand H3027 Isebels H348. Ja, das ganze H3605 Haus H1004 Ahabs H256 soll umkommen H6; und ich werde von Ahab H256 ausrotten H3772, was männlich ~(H7023+H8366) istb, sowohl den Gebundenen H6113 als auch den Freien H5800 in Israel H3478. Und ich werde das Haus H1004 Ahabs H256 machen H5414 wie das Haus H1004 Jerobeams H3379, des Sohnes H1121 Nebats H5028, und wie das Haus H1004 Baesas H1201, des Sohnes H1121 Achijas H281. Isebel H348 aber sollen die Hunde H3611 fressen H398 auf dem Feldstück H2506 in Jisreel H3157, und niemand H369 wird sie begraben H6912. – Und er öffnete H6605:1 die Tür H1817 und floh H5127.

Und Jehu H3058 kam H3318 heraus (H3318) zu H413 den Knechten H5650 seines Herrn H113. Und man sprach H559:1 zu ihm: Ist es Frieden H7965? Warum H4069 ist dieser H2088 Rasende H7696 zu H413 dir gekommen H935? Und er sprach H559:1 zu H413 ihnen: Ihr H859 kennt H3045 ja den Mann H376 und seine Rede H7879. Und sie sprachen H559:1: Lüge H8267! Teile H5046 es uns doch H4994 mit H5046! Da sprach H559:1 er: So H2063 und so H2063 hat er zu H413 mir H589 geredet H559:1 und gesagt H559:1: So H3541 spricht H559:1 der HERR H3068: Ich habe dich zum König H4428 über Israel H3478 gesalbt H4886! Da eilten H4116 sie und nahmen H3947 jeder H376 sein Gewand H899 und legten H7760 es unter H8478 ihn, auf H413 die Stufen H4609 selbst H1634; und sie stießen H8628 in die Posaune H7782 und sprachen H559:1: Jehu H3058 ist (H4427) König H4427! Und so machte (H7194) Jehu H3058, der Sohn H1121 Josaphats H3092, des Sohnes H1121 Nimsis H5250, eine Verschwörung H7194 gegen H413 Joram H3141. (Joram H3141 aber, er H1931 und ganz H3605 Israel H3478, hatte H1961 Ramot-Gilead H1568+H7433 gegen H6440 Hasael H2371, den König H4428 von H6440 Syrien H758, verteidigt H8104c. Und der König H4428 Joram H3088 war zurückgekehrt H7725, um sich in Jisreel H3157 von H4480 den Wunden H4347 heilen H7495 zu lassen, die H834 ihm die Syrer H761 geschlagen H5221 hatten, als er gegen H854 Hasael H2371, den König H4428 von Syrien H758, kämpfte H3898:1.) Und Jehu H3058 sprach H559:1: Wenn H518 es euer Wille H5315 ist H3426, so soll niemand H408+H6412 aus H4480 der Stadt H5892:1 entkommen H3318, um hinzugehen H1980, es in Jisreel H3157 zu berichten H5046. Und Jehu H3058 bestieg H7392 den Wagen und zog H1980 nach Jisreel H3157; denn H3588 Joram H3141 lag H7901 dort H8033. Und Ahasja H274, der König H4428 von Juda H3063, war hinabgezogen H3381, um Joram H3141 zu besuchen H7200.

Und der Wächter H6822 stand H5975 auf H5921 dem Turm H4026 in Jisreel H3157 und sah H7200 die Schar H8229 Jehus H3058, wie er herankam H935, und sprach H559:1: Ich H589 sehe H7200 eine Schar H8229. Und Joram H3088 sprach H559:1: Nimm H3947 einen Reiter H7395 und sende H7971 ihn ihnen entgegen H7125, dass er spreche H559:1: Ist es Frieden H7965? Da ritt H1980+H7392 der Berittene H5483:1 ihm entgegen (H1980+H7392) und sprach H559:1: So H3541 spricht H559:1 der König H4428: Ist es Frieden H7965? Und Jehu H3058 sprach H559:1: Was H4100 hast du mit dem Frieden H7965 zu schaffen? Wende H5437 dich hinter H310+H413 mich! Und der Wächter H6822 berichtete H5046 und sprach H559:1: Der Bote H4397 ist bis H5704 zu H1992 ihnen H1992 gekommen H935 und kehrt H7725 nicht H3808 zurück (H7725). Da sandte H7971 er einen zweiten H8145 Berittenen H5483:1+H7392; und er kam H935 zu H413 ihnen und sprach H559:1: So H3541 spricht H559:1 der König H4428: Ist es Frieden H7965? Und Jehu H3058 sprach H559:1: Was H4100 hast du mit dem Frieden H7965 zu schaffen? Wende H5437 dich hinter H310+H413 mich! Und der Wächter H6822 berichtete H5046 und sprach H559:1: Er ist bis H5704 zu H413 ihnen gekommen H935 und kehrt H7725 nicht H3808 zurück (H7725). Und das Treiben H4491 ist wie das Treiben H4491 Jehus H3058, des Sohnes H1121 Nimsis H5250, denn H3588 er treibt H5090:1 unsinnig H7697.

Da sprach H559:1 Joram H3088: Spannt H631 an (H631)! Und man spannte H631 seinen Wagen H7393 an (H631); und Joram H3088, der König H4428 von Israel H3478, und Ahasja H274, der König H4428 von Juda H3063, zogen H3318 aus (H3318), jeder H376 auf seinem Wagen H7393. Sie zogen H3318 aus (H3318), Jehu H3058 entgegen H7125, und sie trafen H4672 ihn auf dem Feldstück H2513 Nabots H5022, des Jisreeliters H3158. Und es geschah H1961, als Joram H3088 Jehu H3058 sah H7200, da sprach H559:1 er: Ist es Frieden H7965, Jehu H3058? Aber er sprach H559:1: Was H4100, Frieden H7965, während H5704 der vielen Hurereien H2183 Isebels H348, deiner Mutter H517, und ihrer vielen H7227 Zaubereien H3785d! Da kehrte H2015 Joram H3088 um ~(H3027)e und floh H5127 und sprach H559:1 zu H413 Ahasja H274: Verrat H4820, Ahasja H274! Jehu H3058 aber nahm H4390 seinen Bogen H7198 zur Hand H3027 und traf H5221 Joram H3088 zwischen H996 seine Arme H2220, so dass der Pfeil H2678 ihm durch das Herz H3820 fuhr H3318; und er sank H3766 nieder (H3766) in seinem Wagen H7393. Und er sprach H559:1 zu H413 Bidkar H920, seinem Anführer H7991:1f: Nimm H5375 ihn und wirf H7993 ihn auf das Feldstück H2513+H7704 Nabots H5022, des Jisreeliters H3158. Denn H3588 erinnere H2142 dich, wie wir, ich H589 und du H859, nebeneinander H6776 hinter H310 seinem Vater H1 Ahab H256 herritten H7392 und der HERR H3068 diesen H2088 Ausspruch H4853:2 über H5921 ihn (H5921) tat H5375: Wenn H518 ich nicht H3808 das Blut H1818 Nabots H5022 und das Blut H1818 seiner Söhne H1121 gestern H570 gesehen H7200 habe!, spricht H5002 der HERR H3068g, und ich werde es dir vergelten H7999 auf diesem Feldstück H2513, spricht H5002 der HERR H3068g. Und nun H6258 nimm H5375 ihn, wirf H7993 ihn auf das Feldstück H2513, nach dem Wort H1697 des HERRN H3068.

Als Ahasja H274, der König H4428 von Juda H3063, das sah H7200, floh H5127 er auf dem Weg H1870 zum Gartenhaus H1004+H1588h. Und Jehu H3058 jagte H7291 ihm nach H310 und sprach H559:1: Auch H1571 ihn erschlagt H5221 auf dem Wagen H4818! Und sie verwundeten ihn auf der Anhöhe H4608 Gur H1483, die H834 bei H854 Jibleam H2991 ist. Und er floh H5127 nach Megiddo H4023 und starb H4191 dort H8033. Und seine Knechte H5650 führten H7392 ihn im (H7392) Wagen (H7392) nach Jerusalem H3389, und sie begruben H6912 ihn in seinem Begräbnis H6900, bei H5973 seinen Vätern H1, in der Stadt H5892:1 Davids H1732.

Und im elften H9605 Jahr H8141 Jorams H3141, des Sohnes H1121 Ahabs H256, war Ahasja H274 König H4427 geworden (H4427) über H5921 Juda H3063.

Und Jehu H3058 kam H935 nach Jisreel H3157. Und als Isebel H348 es hörte H8085, da tat H7760 sie Schminke H6320 an ihre Augen H5869 und schmückte H3190 ihr Haupt H7218 und schaute H8259 zum H1157 Fenster H2474 hinaus (H1157). Und als Jehu H3058 in das Tor H8179 kam H935, da sprach H559:1 sie: Erging (H7965) es Simri H2174 gut H7965, dem Mörder H2026 seines Herrn H113?i Und er erhob H5375 sein Angesicht H6440 zum H413 Fenster H2474 und sprach H559:1: Wer H4310 ist mit H854 mir, wer H4310? Da blickten H8259 zwei H8147, drei H7969 Hofbeamte H5631 zu H413 ihm hinab (H8259). Und er sprach H559:1: Stürzt H8058 sie herab (H8058)! Und sie stürzten H8058 sie hinab (H8058); und es spritzte H5137 von ihrem Blut H1818 an H413 die Wand H7023 und an H413 die Pferde H5483:1, und er zertrat H7429 sie. Und er ging H935 hinein (H935) und H398 und trank H8354; und er sprach H559:1: Seht H6485 doch H4994 nach (H6485) dieser H2063 Verfluchten H779 und begrabt H6912 sie, denn H3588 sie H1931 ist eine Königstochter H1323+H4428. Und sie gingen H1980 hin (H1980), um sie zu begraben H6912; aber sie fanden H4672 nichts H3808 mehr von ihr als H3588 nur H518 den Schädel H1538 und die Füße H7272 und die Hände H3027+H3709. Und sie kamen H7725 zurück (H7725) und berichteten H5046 es ihm. Und er sprach H559:1: Das H1931 ist das Wort H1697 des HERRN H3068, das H834 er durch H3027 seinen Knecht H5650 Elia H452, den Tisbiter H8664, geredet H1696 hat, indem er sprach H559:1: Auf dem Feldstück H2506 in Jisreel H3157 sollen die Hunde H3611 das Fleisch H1320 Isebels H348 fressen H398; und der Leichnam H5038 Isebels H348 soll H1961 auf H5921+H6440 dem Feldstück H2506 in Jisreel H3157 dem Mist H1828 auf dem Feld H7704 gleichen H1961, dass H834 man nicht H3808 wird sagen H559:1 können: Das H2063 ist Isebel H348.

Fußnoten

  1. W. er.
  2. W. an die Wand H7023 uriniert H8366.
  3. Eig. bewahrt, o. bewacht.
  4. O. Magie.
  5. W. seine Hände H3027.
  6. O. Wagenkämpfer (die Bedeutung des hebr. Wortes ist unklar).
  7. Eig. ist der Spruch des HERRN.
  8. O. nach Beth-Gan.
  9. A. ü. Ist es Frieden, Simri, Mörder seines Herrn? (vgl. 1. Könige 16,10.18).

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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