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2. Samuel 192. Sam 19

Da wurde (H7264) der König H4428 sehr H7264 bewegt H7264, und er stieg H5927 hinauf (H5927) in H5921 das Obergemach H5944 des Tores H8179 und weinte H1058; und so H3541 sprach H559:1 er im Gehen H1980: Mein Sohn H1121 Absalom H53, mein Sohn H1121, mein Sohn H1121 Absalom H53! Wäre H4310+H5414 ich H589 doch an (H8478) deiner statt H8478 gestorben H4191! Absalom H53, mein Sohn H1121, mein Sohn H1121!

Und es wurde Joab H3097 berichtet H5046: Siehe H2009, der König H4428 weint H1058 und trauert H56 um H5921 Absalom H53. Und der Sieg H8668a wurde H1961 an jenem H1931 Tag H3117 zur Trauer H60 für das ganze H3605 Volk H5971; denn H3588 das Volk H5971 hörte H8085 an jenem H1931 Tag H3117 sagen H559:1: Der König H4428 ist betrübt H6087:1 um H5921 seinen Sohn H1121. Und das Volk H5971 stahl H1589 sich in die Stadt H5892:1 hinein H935 an jenem H1931 Tag H3117, wie H834 ein Volk H5971 sich wegstiehlt H1589, das zuschanden H3637 geworden (H3637) ist, wenn H518 es im Kampf H4421 geflohen H5127 ist. Und der König H4428 hatte sein Angesicht H6440 verhüllt H3813, und der König H4428 schrie H2199 mit lauter H1419 Stimme H6963: Mein Sohn H1121 Absalom H53! Absalom H53, mein Sohn H1121, mein Sohn H1121! Da begab H935 sich Joab H3097 zum H413 König H4428 ins Haus H1004 und sprach H559:1: Du hast heute H3117 das Angesicht H6440 aller H3605 deiner Knechte H5650 beschämt H3001, die heute H3117 dein Leben H5315 errettet H4422 haben und das Leben H5315 deiner Söhne H1121 und deiner Töchter H1323 und das Leben H5315 deiner Frauen H802 und das Leben H5315 deiner Nebenfrauen H6370, weil du liebst H157, die dich hassen H8130, und hasst H8130, die dich lieben H157; denn H3588 du hast heute H3117 deutlich H5046 gemacht (H5046), dass H3588 dir Oberste H8269 und Knechte H5650 nichts H369 sind; denn H3588 heute H3117 erkenne H3045 ich, dass H3588, wenn H3863 Absalom H53 lebendig H2416 und wir alle H3605 heute H3117 tot H4191 wären (H4191), dass H3588 es dann H227 recht H3477 wäre in deinen Augen H5869. Und nun H6258 mach H6965 dich auf (H6965), geh H3318 hinaus (H3318) und rede H1696 zum H5921 Herzen H3820 deiner Knechte H5650; denn H3588 ich schwöre H7650 bei dem HERRN H3068, wenn H3588 du nicht H369 hinausgehst H3318, so H518 wird diese H2063 Nacht H3915 nicht H3808 ein Mann H376 bei H854 dir H854 bleiben H3885:2; und das H2063 wäre (H7489) schlimmer H7489 für dich als alles H3605 Böse H7451, das H834 über H5921 dich (H5921) gekommen H935 ist von deiner Jugend H5271 an bis H5704 jetzt H6258. Da machte H6965 der König H4428 sich auf (H6965) und setzte H3427 sich in das Tor H8179. Und man berichtete H5046 allem H3605 Volk H5971 und sprach H559:1: Siehe H2009, der König H4428 sitzt H3427 im Tor H8179! Da kam H935 alles H3605 Volk H5971 vor H6440 den König H4428.

Israel H3478 aber war geflohen H5127, jeder H376 zu seinen Zelten H168. Und das ganze H3605 Volk H5971 stritt H1777 miteinander unter allen H3605 Stämmen H7626 Israels H3478 und sprach H559:1: Der König H4428 hat uns aus der Hand H3709 unserer Feinde H341 errettet H5337, und er H1931 hat uns befreit H4422 aus der Hand H3709 der Philister H6430; und jetzt H6258 ist er vor H5921 Absalom H53 aus H4480 dem Land H776 geflohen H1272. Absalom H53 aber, den H834 wir über H5921 uns (H5921) gesalbt H4886 hatten, ist im Kampf H4421 gestorben H4191; und nun H6258, warum H4100 schweigt H2790:1 ihr H859 davon, den König H4428 zurückzuführen H7725?

Und der König H4428 David H1732 sandte H7971 zu H413 Zadok H6659 und zu H413 Abjathar H54, den Priestern H3548, und sprach H559:1: Redet H1696 zu H413 den Ältesten H2205 von Juda H3063 und sprecht H559:1: Warum H4100 wollt ihr die Letzten H314 sein H1961, den König H4428 in H413 sein Haus H1004 zurückzuführen H7725? Denn die Rede H1697 ganz H3605 Israels H3478 istb zum H413 König H4428 in H413 sein Haus H1004 gekommen H935. Meine Brüder H251 seid ihr H859, ihr H859 seid mein Gebein H6106 und mein Fleisch H1320; und warum H4100 wollt ihr H859 die Letzten H314 sein H1961, den König H4428 zurückzuführen H7725? Und zu Amasa H6021 sollt ihr sagen H559:1: Bist du H859 nicht H3808 mein Gebein H6106 und mein Fleisch H1320?c So H3541 soll mir Gott H430 tun H6213 und so H3541 hinzufügen H3254, wenn H518 du nicht H3808 alle H3605 Tage H3117 Heeroberster H6635+H8269 vor H6440 mir sein H1961 sollst an Joabs H3097 statt H8478! Und er neigte H5186 das Herz H3824 aller H3605 Männer H376 von Juda H3063 wie eines H259 Mannes H376 Herz; und sie sandten H7971 zum H413 König H4428: Kehre H7725 zurück (H7725), du und alle H3605 deine Knechte H5650. Und der König H4428 kehrte H7725 zurück (H7725) und kam H935 bis H5704 an den Jordan H3383; und Juda H3063 kam H935 nach Gilgal H1537, dem König H4428 entgegen H7125, um den König H4428 über den Jordan H3383 zu führen H5674.

Da eilte H4116 Simei H8096, der Sohn H1121 Geras H1617, der Benjaminiter H1145, der H834 von Bachurim H980 war, und kam H3381 mit H5973 den Männern H376 von Juda H3063 herab (H3381), dem König H4428 David H1732 entgegen H7125; und bei H5973 ihm waren tausend H505:1 Mann H376 von Benjamin H1144, und Ziba H6717, der Diener H5288 des Hauses H1004 Sauls H7586, und seine fünfzehn H9609 Söhne H1121 und seine zwanzig H6242 Knechte H5650 mit H854 ihm; und sie zogen H6743 über den Jordan H3383, dem König H4428 entgegen H6440d. (Eine Fähre H5679 aber setzte H5674 über (H5674), um das Haus H1004 des Königs H4428 hinüberzuführen H5674 und zu tun H6213, was gut H2896 war in seinen Augen H5869.) Und Simei H8096, der Sohn H1121 Geras H1617, fiel H5307 vor H6440 dem König H4428 nieder (H5307), als er im Begriff stand, über den Jordan H3383 zu fahren H5674. Und er sprach H559:1 zum H413 König H4428: Mein Herr H113 wolle mir keine H408 Verschuldung H5771 zurechnen H2803; und erinnere H2142 dich nicht H408 daran, wie H834 dein Knecht H5650 sich vergangen H5753 hat an dem Tag H3117, als H834 mein Herr H113, der König H4428, aus (H3318) Jerusalem H3389 zog H3318, dass der König H4428 es zu H413 Herzen H3820 nehme H7760! Denn H3588 dein Knecht H5650 weiß H3045 wohl, dass H3588 ich H589 gesündigt H2398 habe. Und siehe H2009, ich bin heute H3117 gekommen H935, der Erste H7223 vom ganzen H3605 Haus H1004 Joseph H3130, um hinabzugehen H3381, meinem Herrn H113, dem König H4428, entgegen H7125. Und Abisai H52, der Sohn H1121 der Zeruja H6870, antwortete H6030:1 und sprach H559:1: Sollte nicht H3808 Simei H8096 dafür H2063+H8478 getötet H4191 werden, dass H3588 er dem Gesalbten H4899 des HERRN H3068 geflucht H7043 hat? Aber David H1732 sprach H559:1: Was H4100 haben wir miteinander zu schaffen, ihr Söhne H1121 der Zeruja H6870, dass H3588 ihr mir heute H3117 zu Widersachern H7854 werdet H1961? Sollte heute H3117 ein Mann H376 in Israel H3478 getötet H4191 werden? Denn H3588 weiß H3045 ich nicht H3808, dass H3588 ich H589 heute H3117 König H4428 bin über H5921 Israel H3478? Und der König H4428 sprach H559:1 zu H413 Simei H8096: Du sollst nicht H3808 sterben H4191! Und der König H4428 schwor H7650 ihm.

Und Mephiboseth H4648, der Sohn H1121 Sauls H7586, kam H3381 herab (H3381), dem König H4428 entgegen H7125. Und er hatte seine Füße H7272 nicht H3808 gereinigt H6213 und seinen Bart H8222 nicht H3808 gemacht H6213 und seine Kleider H899 nicht H3808 gewaschen H3526 von H4480 dem Tag H3117 an, als der König H4428 weggegangen H1980 war, bis H5704 zu dem Tag H3117, als H834 er in Frieden H7965 einzog H935. Und es geschah H1961, als H3588 Jerusalem H3389e dem König H4428 entgegenkam H935+H7125, da sprach H559:1 der König H4428 zu ihm: Warum H4100 bist du nicht H3808 mit H5973 mir gezogen H1980, Mephiboseth H4648? Und er sprach H559:1: Mein Herr H113 König H4428! Mein Knecht H5650 hat mich betrogen H7411:1; denn H3588 dein Knecht H5650 sprach H559:1: Ich will mir den Esel H2543 satteln H2280 und darauf H5921 reiten H7392 und mit H854 dem König H4428 ziehen H1980, denn H3588 dein Knecht H5650 ist lahm H6455; und er hat deinen Knecht H5650 bei H413 meinem Herrn H113, dem König H4428, verleumdet H7270. Aber mein Herr H113, der König H4428, ist wie einf Engel H4397 Gottes H430: So tu H6213, was gut H2896 ist in deinen Augen H5869. Denn H3588 das ganze H3605 Haus H1004 meines Vaters H1 war H1961 nichts H3808 anderes H518+H3588 als (H518+H3588) Männer H376 des Todes H4194 vor meinem Herrn H113, dem König H4428; und doch hast du deinen Knecht H5650 unter die gesetzt H7896, die an deinem Tisch H7979 essen H398. Und was H4100 für ein Recht H6666 habe H3426 ich noch H5750, und um was hätte ich noch H5750 zum H413 König H4428 zu schreien H2199? Und der König H4428 sprach H559:1 zu ihm: Warum H4100 redest H1696 du noch H5750 von deinen Sachen H1697? Ich sage H559:1: Du H859 und Ziba H6717, ihr sollt die Felder H7704g teilen H2505. Da sprach H559:1 Mephiboseth H4648 zum H413 König H4428: Er mag auch H1571 das Ganze H3605 nehmen H3947, nachdem H310+H834 mein Herr H113, der König H4428, in Frieden H7965 in H413 sein Haus H1004 gekommen H935 ist.

Und Barsillai H1271, der Gileaditer H1569, kam H3381 von Rogelim H7274 herab (H3381) und ging H5674 mit H854 dem König H4428 über den Jordan H3383, um ihn über den Jordan H3383 zu geleiten H7971. Barsillai H1271 war aber sehr H3966 alt H2204, ein Mann H1121 von achtzig H8084 Jahren H8141; und er H1931 hatte den König H4428 versorgt H3557, als er in Machanaim H4266 weilte H7871, denn H3588 er H1931 war ein sehr H3966 reicher H1419 Mann H376. Und der König H4428 sprach H559:1 zu H413 Barsillai H1271: Geh H5674 du H859 mit H854 mir hinüber (H5674), und ich will dich bei H5978 mir (H5978) in Jerusalem H3389 versorgen H3557. Und Barsillai H1271 sprach H559:1 zum H413 König H4428: Wie H4100 viele sind noch die Tage H3117 meiner Lebensjahre H2416+H8147, dass H3588 ich mit H854 dem König H4428 nach Jerusalem H3389 hinaufziehen H5927 sollte? Ich H595 bin heute H3117 achtzig H8084 Jahre H8141 alt H1121; kann ich Gutes H2896 und Schlechtes H7451 unterscheiden H3045? Oder H518 kann dein Knecht H5650 schmecken H2938, was H834 ich esse H398 und was H834 ich trinke H8354? Oder H518 kann ich noch H5750 auf die Stimme H6963 der Sänger H7891 und der Sängerinnen H7891 horchen H8085? Und warum H4100 sollte dein Knecht H5650 meinem Herrn H113, dem König H4428, noch H5750 zur Last H4853:1 sein H1961? Dein Knecht H5650 würde nur auf kurze H4592 Zeith mit H854 dem König H4428 über den Jordan H3383 gehen H5674; und warum H4100 sollte der König H4428 mir diese H2063 Vergeltung H1578 erweisen H1580? Lass doch H4994 deinen Knecht H5650 zurückkehren H7725, dass H3588 ich in meiner Stadt H5892:1 sterbe H4191, beim H5973 Grab H6913 meines Vaters H1 und meiner Mutter H517. Aber siehe H2009, hier ist dein Knecht H5650 Kimham H3643: Er möge mit H5973 meinem Herrn H113, dem König H4428, hinübergehen H5674; und tu H6213 ihm, was H834 gut H2896 ist in deinen Augen H5869. Und der König H4428 sprach H559:1: Kimham H3643 soll mit H854 mir hinübergehen H5674, und ich H589 will ihm tun H6213, was gut H2896 ist in deinen Augen H5869; und alles H3605, was H834 du von H5921 mir (H5921) begehren H977:1 wirst, will ich für dich tun H6213. Und alles H3605 Volk H5971 ging H5674 über den Jordan H3383, und auch der König H4428 ging H5674 hinüber (H5674). Und der König H4428 küsste H5401:1 Barsillai H1271 und segnete H1288:1 ihn; und er kehrte H7725 an seinen Ort H4725 zurück (H7725). Und der König H4428 ging H5674 hinüber (H5674) nach Gilgal H1537, und Kimham H3643 ging H5674 mit H5973 ihm hinüber (H5674). Und alles H3605 Volk H5971 von Juda H3063 und auch H1571 die Hälfte H2677 des Volkes H5971 von Israel H3478 führten H5674 den König H4428 hinüber (H5674).

Und siehe H2009, alle H3605 Männer H376 von Israel H3478 kamen H935 zum H413 König H4428 und sprachen H559:1 zum H413 König H4428: Warum H4069 haben unsere Brüder H251, die Männer H376 von Juda H3063, dich weggestohlen H1589 und den König H4428 und sein Haus H1004 und alle H3605 Männer H376 Davids H1732 mit H5973 ihm über den Jordan H3383 geführt H5674? Und alle H3605 Männer H376 von Juda H3063 antworteten H6030:1 den Männern H376 von Israel H3478: Weil H3588 der König H4428 mir nahe H7138 steht (H7138); und warum H4100 bist du denn H2088 über H5921 diese H2088 Sache H1697 erzürnt H2734? Haben wir etwa vom H4480 König H4428 Nahrung H398 empfangen H398, oder H518 hat er uns irgendein Geschenk H5379 gemacht H5375? Aber die Männer H376 von Israel H3478 antworteten H6030:1 den Männern H376 von Juda H3063 und sprachen H559:1: Ich habe zehn H6235 Anteile H3027 an dem König H4428 und habe auch H1571 an David H1732 mehr Anrecht als H4480 du; und warum H4069 hast du mich gering H7043 geachtet (H7043)? Und ist nicht H3808 mein Wort H1697 das erste H7223 gewesen H1961, meinen König H4428 zurückzuführen H7725? Und das Wort H1697 der Männer H376 von Juda H3063 war härter H7185 als das Wort H1697 der Männer H376 von Israel H3478.

Fußnoten

  1. Eig. die Rettung.
  2. O. war.
  3. Siehe Kap. 17,25; 1. Chronika 2,15–17.
  4. O. vor dem König hin.
  5. O. als er von Jerusalem.
  6. O. der.
  7. W. das Feld.
  8. O. will nur ein wenig.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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