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4. Mose 144. Mo 14

Da erhob H5375 die ganze H3605 Gemeinde H5712 ihre Stimme H6963 und schrie H5414, und das Volk H5971 weinte H1058 in jener H1931 Nacht H3915. Und alle H3605 Kinder H1121 Israel H3478 murrten H3885:1 gegen H5921 Mose H4872 und gegen H5921 Aaron H175, und die ganze H3605 Gemeinde H5712 sprach H559:1 zu H413 ihnen: Wären wir doch H3863 im Land H776 Ägypten H4714 gestorben H4191, oder H176 wären wir doch H3863 in dieser H2088 Wüste H4057:1 gestorben H4191! Und warum H4100 bringt H935 uns der HERR H3068 in H413 dieses H2063 Land H776, dass wir durchs Schwert H2719:1 fallen H5307 und unsere Frauen H802 und unsere kleinen H2945 Kinder H2945 zur Beute H957 werden H1961? Wäre es nicht H3808 besser H2896 für uns, nach Ägypten H4714 zurückzukehren H7725? Und sie sprachen H559:1 einer H376 zum H413 anderen H251: Lasst uns ein Haupt H7218 über uns setzen H5414 und nach Ägypten H4714 zurückkehren H7725!

Da fielen H5307 Mose H4872 und Aaron H175 auf H6440 ihr Angesicht H6440 vor H6440 der ganzen H3605 Versammlung H6951 der Gemeinde H5712 der Kinder H1121 Israel H3478. Und Josua H3091, der Sohn H1121 Nuns H5126, und Kaleb H3612, der Sohn H1121 Jephunnes H3312, von H4480 denen, die das Land H776 ausgekundschaftet H8446 hatten, zerrissen H7167 ihre Kleider H899, und sie sprachen H559:1 zu H413 der ganzen H3605 Gemeinde H5712 der Kinder H1121 Israel H3478 und sagten H559:1: Das Land H776, das H834 wir durchzogen H5674 haben, um es auszukundschaften H8446, das Land H776 ist sehr H3966, sehr H3966 gut H2896. Wenn H518 der HERR H3068 Gefallen H2654:1 an uns hat (H2654:1), so wird er uns in H413 dieses H2063 Land H776 bringen H935 und es uns geben H5414, ein Land H776, das H834 von Milch H2461 und Honig H1706 fließt H2100. Nur H389 empört H4775 euch nicht H408 gegen den HERRN H3068; und fürchtet H3372 ja nicht H408 das Volk H5971 des Landes H776, denn H3588 unser Brot H3899 werden sie H1992 sein. Ihr Schirm ~(H6738)a ist von H5921 ihnen (H5921) gewichen H5493, und der HERR H3068 ist mit H854 uns; fürchtet H3372 sie nicht H408! Und die ganze H3605 Gemeinde H5712 sagte H559:1, dass man sie steinigen H68+H7275 solle.

Da erschien H7200 die Herrlichkeit H3519 des HERRN H3068 am ~(H413)b Zelt H168 der Zusammenkunft H4150 allen H413+H3605 Kindern H1121 Israel H3478. Und der HERR H3068 sprach H559:1 zu H413 Mose H4872: Wie H5704 lange H575 will mich dieses H2088 Volk H5971 verachten H5006, und wie H5704 lange H575 wollen sie mir nicht H3808 glauben H539c bei all H3605 den Zeichen H226, die H834 ich in H7130 ihrer Mitte H7130 getan H6213 habe? Ich will es mit der Pest H1698 schlagen H5221 und es vertilgen H3423; und ich will dich zu einer Nation H1471 machen H6213, größer H1419 und stärker H6099 als H4480 sie.

Und Mose H4872 sprach H559:1 zu H413 dem HERRN H3068: So werden die Ägypter H4713 es hören H8085; denn H3588 durch deine Macht H3581 hast du dieses H2088 Volk H5971 aus H7130 ihrer Mitte H7130 heraufgeführt H5927; und man wird es den Bewohnern H3427 dieses H2063 Landes H776 sagen H559:1, die gehört H8085 habend, dass H3588 du H859, HERR H3068, in H7130 der Mitte H7130 dieses H2088 Volkes H5971 bist, dass du H859, HERR H3068, Auge H5869 in Auge H5869 dich sehen H7200 lässt und dass deine Wolke H6051 über H5921 ihnen (H5921) steht H5975 und du H859 in einer Wolkensäule H5982+H6051 vor H6440 ihnen hergehst H1980 bei Tag H3119 und in einer Feuersäule H784+H5982 bei Nacht H3915. Und tötest H4191 du dieses H2088 Volk H5971 wie einen H259 Mann H376, so werden die Nationen H1471, die H834 deinen Ruf H8088 gehört H8085 haben, sprechen H559:1 und sagen H559:1: Weil H1115 der HERR H3068 nicht H1115 vermochte H3201, dieses H2088 Volk H5971 in H413 das Land H776 zu bringen H935, das H834 er ihnen zugeschworen H7650 hatte, so hat er sie in der Wüste H4057:1 hingeschlachtet H7819:1. Und nun H6258 möge doch H4994 die Macht H3581 des Herrn H136 sich groß H1431 erweisen (H1431), so H834 wie (H834) du geredet H1696 hast, indem du sprachst H559:1: Der HERR H3068 ist langsam H750 zum Zorn H639 und groß H7227 an Güte H2617:1, der Ungerechtigkeit H5771 und Übertretung H6588 vergibt H5375 – aber keineswegs H3808 hält (H5352) er für (H5352) schuldlos H5352e den Schuldigen –, der die Ungerechtigkeit H5771 der Väter H1 heimsucht H6485 an H5921 den Kindern H1121 an H5921 der dritten H8029 und an H5921 der vierten H7256 Generation. Vergib H5545 doch H4994 die Ungerechtigkeit H5771 dieses H2088 Volkes H5971 nach der Größe H1433 deiner Güte H2617:1 und so H834, wie (H834) du diesem H2088 Volk H5971 verziehen H5375 hast von Ägypten H4714 an bis H5704 hierher H2008! Und der HERR H3068 sprach H559:1: Ich habe vergeben H5545 nach deinem Wort H1697. Jedoch H199, so wahr ich H589 lebe H2416, soll die ganze H3605 Erde H776 von der Herrlichkeit H3519 des HERRN H3068 erfüllt H4390 werden; denn H3588 alle H3605 Männer H376, die meine Herrlichkeit H3519 und meine Zeichen H226 gesehen H7200 haben, die H834 ich in Ägypten H4714 und in der Wüste H4057:1 getan H6213 habe, und mich nun H2088 zehnmal H6235+H6471 versucht H5254 und nicht H3808 gehört H8085 haben auf meine Stimme H6963 wenn H3588 sie das Land H776 sehen H7200 werdenf, das H834 ich ihren Vätern H1 zugeschworen H7650 habe! Ja, alle H3605, die mich verachtet H5006 haben, sollen es nicht H3808 sehen H7200. Aber meinen Knecht H5650 Kaleb H3612weil H6118 ein anderer H312 Geist H7307 in H5973 ihm gewesen H1961 und er mir völlig H4390 nachgefolgt H310 ist –, ihn werde ich in das Land H776 bringen H935, in H8033+H8033 das er gekommen H935 ist; und seine Nachkommenschaft H2233 soll es besitzen H3423. Die Amalekiter H6003 aber und die Kanaaniter H3669 wohnen H3427 in der Talebene H6010; morgen H4279 wendet H6437 euch und brecht H5265 auf (H5265) in die Wüste H4057:1, den Weg H1870 zum Schilfmeer H3220+H5488.

Und der HERR H3068 redete H1696 zu H413 Mose H4872 und zu H413 Aaron H175 und sprach H559:1: Wie H5704 lange H4970 soll es mit dieser H2063 bösen H7451 Gemeinde H5712 währen, dass sie H1931 gegen H5921 mich (H5921) murrt H3885:1? Das Murren H8519 der Kinder H1121 Israel H3478, das H834 sie H1931 gegen H5921 mich (H5921) murren H3885:1, habe ich gehört H8085. Sprich H559:1 zu H413 ihnen: So wahr ich H589 lebe H2416, spricht H5002 der HERR H3068g, wenn H518 ich euch nicht H3808 so H3651:1 tun H6213 werde, wie H834 ihr vor meinen Ohren H241 geredet H1696 habt! In dieser H2088 Wüste H4057:1 sollen eure Leichname H6297 fallen H5307, ja, alle H3605 eure Gemusterten H4557 nach eurer ganzen H3605 Zahl H6485, von zwanzig H6242 Jahren H8141 und darüber H4605, die H834 ihr gegen H5921 mich (H5921) gemurrt H3885:1 habt. Wenn H518 ihr H859 in H413 das Land H776 kommen H935 werdet, worin H834 euch wohnen H7931 zu lassen ich meine Hand H3027 erhoben H5375 habe, außer H518+H3588 Kaleb H3612, dem Sohn H1121 Jephunnes H3312, und Josua H3091, dem Sohn H1121 Nuns H5126! Und eure kleinen H2945 Kinder H2945, von denen H834 ihr gesagt H559:1 habt: „Sie werden zur Beute H957 werden H1961!“, die will ich hineinbringen H935, und sie sollen das Land H776 kennen H3045 lernen (H3045), das H834 ihr verschmäht H3988 habt. Ihr H859 aber, eure Leichname H6297 sollen in dieser H2088 Wüste H4057:1 fallen H5307; und eure Kinder H1121 sollen H1961 vierzig H705 Jahre H8141 lang in der Wüste H4057:1 weiden H7462:1 und eure Hurereien H2184 tragen H5375, bis H5704 eure Leichname H6297 in der Wüste H4057:1 aufgerieben H8552 sind. Nach der Zahl H4557 der Tage H3117, die H834 ihr das Land H776 ausgekundschaftet H8446 habt, vierzig H705 Tage H3117, je *H3117+H8141 einen Tag H3117 für ein Jahr H8141, sollt ihr vierzig H705 Jahre H8141 lang H3117 eure Ungerechtigkeiten H5771 tragen H5375, und ihr sollt erfahren H3045, was es ist, wenn H3588 ich mich abwende H8569! Ich H589, der HERR H3068, habe es geredet H1696; wenn H3588 ich dies H2063 nicht H3808 tun H6213 werde an dieser ganzen H3605 bösen H7451 Gemeinde H5712, die H2063 sich gegen H5921 mich (H5921) zusammengerottet H3259 hat! In dieser H2088 Wüste H4057:1 sollen sie aufgerieben H8552 werden, und da H8033 sollen sie sterben H4191!

Und die Männer H376, die H834 Mose H4872 ausgesandt H7971 hatte, um das Land H776 auszukundschaften H8446, und die zurückkehrten H7725 und die ganze H3605 Gemeinde H5712 gegen H5921 ihn (H5921) murren H3885:1 machten, indem sie ein böses H1681 Gerücht H1681 über H5921 das Land H776 verbreiteten H3318, jene Männer H376, die ein böses H7451 Gerücht H1681 über das Land H776 verbreitet H3318 hatten, starben H4191 durch eine Plage H4046 vor H6440 dem HERRN H3068. Aber Josua H3091, der Sohn H1121 Nuns H5126, und Kaleb H3612, der Sohn H1121 Jephunnes H3312, blieben (H2421) am (H2421) Leben H2421 von H4480 jenen H1992 Männern H376, die gegangen H1980 waren, um das Land H776 auszukundschaften H8446.

Und als Mose H4872 diese H428 Worte H1697 zu H413 allen H3605 Kindern H1121 Israel H3478 redete H1696, da trauerte H56 das Volk H5971 sehr H3966. Und sie machten H7925 sich am Morgen H1242 früh (H7925) auf (H7925), um auf H413 den Gipfel H7218 des Gebirges H2022 hinaufzuziehen H5927, und sprachen H559:1: Hier H2005 sind (H2005) wir (H2005) und wollen zu dem Ort H4725 hinaufziehen H5927, von H834 dem (H834) der HERR H3068 geredet hat; denn H3588 wir haben gesündigt H2398. Aber Mose H4872 sprach H559:1: Warum H4100 übertretet H5674 ihr H859 doch H2088 den Befehl H6310 des HERRN H3068? Es H1931 wird ja nicht H3808 gelingen H6743! Zieht H5927 nicht H408 hinauf (H5927), denn H3588 der HERR H3068 ist nicht H369 in H7130 eurer Mitte H7130, dass ihr nicht H3808 vor H6440 euren Feinden H341 geschlagen H5062 werdet, denn H3588 die Amalekiter H6003 und die Kanaaniter H3669 sind dort H8033 vor H6440 euch, und ihr werdet durchs Schwert H2719:1 fallen H5307. Weil H3588+H5921+H3651:1 ihr euch von ~(H310) der Nachfolge ~(H310) des HERRN H3068h abgewandt H7725 habt, wird der HERR H3068 nicht H3808 mit H5973 euch sein H1961. Doch sie waren (H6075) so vermessen H6075, auf H413 den Gipfel H7218 des Gebirges H2022 hinaufzuziehen H5927; aber die Lade H727 des Bundes H1285 des HERRN H3068 und Mose H4872 wichen H4185 nicht H3808 aus H7130 der Mitte H7130 des Lagers H4264. Da kamen H3381 die Amalekiter H6003 und die Kanaaniter H3669, die auf jenem H1931 Gebirge H2022 wohnten H3427, herab (H3381) und schlugen H5221 und zersprengten H3807 sie bis H5704 Horma H2767.

Fußnoten

  1. W. Schatten H6738.
  2. O. im H413.
  3. O. mir misstrauen.
  4. O. sie haben gehört.
  5. O. lässt er ungestraft (vgl. 2. Mose 34,6.7).
  6. Verse 21-23: O. so wahr ich lebe und die ganze Erde von der Herrlichkeit des HERRN erfüllt werden wird, wenn alle Männer … das Land sehen werden.
  7. Eig. ist der Spruch des HERRN.
  8. Eig. von hinter H310 dem HERRN her.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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