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5. Mose 325. Mo 32

Horcht H8085, ihr Himmel H8064, und ich will reden H1696; und die Erde H776 höre H238:1 die Worte H561 meines Mundes H6310!

Wie Regen H4306 träufle H6201 meine Lehre H3948, wie Tau H2919 fließe H5140 meine Rede H565, wie Regenschauer H7241 auf H5921 das Gras H6212 und wie Regengüsse H8164 auf H5921 das Kraut H1877!

Denn H3588 den Namen H8034 des HERRN H3068 will ich ausrufen H7121: Gebt H3051 Majestät ~(H1433)a unserem Gott H430!

Der Fels H6697: Vollkommen H8549 ist sein Tun H6467; denn H3588 alle H3605 seine Wege H1870 sind recht H4941. Ein Gott H410:1b der Treue H530 und ohne H369 Trug H5766, gerecht H6662 und gerade H3477 ist er H1931!

Es hat sich gegen ihn verdorben H7843nicht H3808 seine Kinder H1121, sondern ihr Schandfleck H3971 – ein verkehrtes H6141 und verdrehtes H6618 Geschlecht H1755:1.

Vergeltet H1580 ihr so H2063 dem HERRN H3068, du törichtes H5036 und unweises H2450+H3808 Volk H5971? Ist er H1931 nicht H3808 dein Vater H1, der dich erkauft H7069c hat? Er H1931 hat dich gemacht H6213 und dich bereitet H3559.

Gedenke H2142 der Tage H3117 der Vorzeit H5769, merkt H995 auf (H995) die Jahre H8141 von Geschlecht H1755:1 zu Geschlecht H1755:1; frage H7592 deinen Vater H1, und er wird es dir kundtun H5046, deine Ältesten H2205, und sie werden es dir sagen H559:1.

Als der Höchste H5945 den Nationen H5971 das Erbe H5157 austeilte (H5157), als er voneinander schied H6504 die Menschenkinder H120+H1121, da stellte H5324 er die Grenzen H1367 der Völker H1471 fest (H5324) nach der Zahl H4557 der Kinder H1121 Israel H3478.

Denn H3588 des HERRN H3068 Teil H2506 ist sein Volk H5971, Jakob H3290 die Schnur H2256 seines Erbteils H5159.

Er fand H4672 ihn im Land H776 der Wüste H4057:1 und in der Öde H8414, dem Geheul H3214 der Wildnis H3452; er umgab H5437 ihn, gab H995 auf ihn acht (H995), er behütete H5341 ihn wie seinen Augapfel H380+H5869.

Wie der Adler H5404 sein Nest H7064 aufstört H5782, über H5921 seinen Jungen H1469 schwebt H7363, seine Flügel H3671 ausbreitet H6566, sied aufnimmt H3947, sie auf H5921 seinen Schwingen H84 trägt H5375;

so leitete H5148 ihn der HERR H3068 allein H910e, und kein H369 fremder H5236 Gott H410:1b war mit H5973 ihm.

Er ließ ihn einherfahren H7392 auf H5921 den Höhen H1116 der Erde H776, und er H398 den Ertrag H8570 des Feldes H7704; und er ließ ihn Honig H1706 saugen H3243 aus dem Felsen H5553 und Öl H8081 aus dem Kieselfelsen H2496+H6697;

geronnene H2529 Milch H2529 der Kühe H1241 und Milch H2461 der Schafe H6629f, samt H5973 dem Fett H2459 der Mastschafe H3733 und Widder H352, der Söhne H1121 Basans H1316, und der Böcke H6260, samt H5973 dem Nierenfett H2459+H3629 des Weizens H2406; und das Blut H1818 der Traube H6025 trankst H8354 du, feurigen H2561 Wein H2561.

Da wurde (H8080) Jeschurun H3484g fett H8080 und schlug H1163 aus (H1163); du wurdest fett H8080, wurdest (H5666) dick H5666, wurdest (H3780) feist H3780! Und er verließ H5203h Gott H433i, der ihn gemacht H6213 hatte, und verachtete H5034 den Felsen H6697 seiner Rettung H3444.

Sie reizten (H7065) ihn zur (H7065) Eifersucht H7065 durch fremde H2114:1 Götter, durch Gräuel H8441 erbitterten H3707 sie ihn.

Sie opferten H2076 den Dämonen H7700, die nicht H3808 Gott H433i sind, Göttern H430, die sie nicht H3808 kannten H3045, neuen H2319, die vor H7138 kurzem H7138 aufgekommen H935 waren, die eure Väter H1 nicht H3808 verehrten H8175j.

Den Felsen H6697, der dich gezeugt H3205 hat, vernachlässigtest H7876 du, und vergaßest H7911 den Gott H410:1b, der dich geboren H2342:1 hat.

Und der HERR H3068 sah H7200 es und verwarf H5006 sie vor Kummer H3708 über seine Söhne H1121 und seine Töchter H1323.

Und er sprach H559:1: Ich will mein Angesicht H6440 vor ihnen H1992 verbergen H5641, will sehen H7200, was H4100 ihr Ende H319 sein wird; denn H3588 ein Geschlecht H1755:1 voll Verkehrtheit H8419 sind sie H1992, Kinder H1121, in denen keine H3808 Treue H529 ist.

Sie H1992 haben mich zur (H7065) Eifersucht H7065 gereizt (H7065) durch Nicht ~(H3808)-Götter ~(H410:1)k, haben mich erbittert H3707 durch ihre Nichtigkeiten H1892l; so will auch ich H589 sie zur (H7065) Eifersucht H7065 reizen (H7065) durch ein Nicht H3808-Volk H5971, durch eine törichte H5036 Nation H1471 will ich sie erbittern H3707.

Denn H3588 ein Feuer H784 ist entbrannt H6919 in meinem Zorn H639 und wird brennen H3344 bis H5704 in den untersten H8482 Scheol H7585, und es wird die Erde H776 und ihren Ertrag H2981 verzehren H398 und die Grundfesten H4146 der Berge H2022 entzünden H3857.

Ich werde Unglück H7451 über H5921 sie (H5921) häufen H5595, meine Pfeile H2671 gegen sie verbrauchen H3615.

Vergehen H4198 sie vor Hunger H7458 und sind sie aufgezehrt H3898:2 von Fieberglut H7565m und giftiger H4815 Pest H6986, so werde ich den Zahn H8127 wilder (H929) Tiere H929 gegen sie senden H7971, samt H5973 dem Gift H2534 der im Staub H6083 Schleichenden H2119.

Draußen H2351 wird das Schwert H2719:1 rauben H7921 und in den Gemächern H2315 der Schrecken H367: den Jüngling H970 wie H1571 die Jungfrau H1330, den Säugling H3243 mit H5973 dem greisen H7872 Mann H376.

Ich hätte gesagt H559:1: Ich will sie zerstreuen H6284, ihrem Gedächtnis H2143 unter den Menschen H582 ein (H7673) Ende H7673 machen (H7673)!

Wenn H3884 ich die Kränkung H3708 vonseiten des Feindes H341 nicht H3884 fürchtete H1481:3, dass H6435 ihre Widersacher H6862:3 es verkännten H5234, dass H6435 sie sprächen H559:1: Unsere Hand H3027 war erhaben H7311, und nicht H3808 der HERR H3068 hat dies H2063 alles H3605 getan H6466!

Denn H3588 sie H1992 sind eine Nation H1471, die allen Rat H6098 verloren H6 hat; und kein H369 Verständnis H8394 ist in ihnen.

Wenn H3863 sie weise H2449 wären, so würden sie dies H2063 verstehen H7919, ihr Ende H319 bedenken H995.

Wie H349 könnte einer H259 tausend H505:1 jagen H7291, und zwei H8147 zehntausend H7233 in (H5127) die (H5127) Flucht H5127 treiben (H5127), wäre H518+H3588 es nicht H3808, dass ihr Fels H6697 sie verkauft H4376 und der HERR H3068 sie preisgegeben H5462 hätte?

Denn H3588 nicht H3808 wie unser Fels H6697 ist ihr Fels H6697: dessen sind unsere Feinde H341 selbst Richter H6414n!

Denn H3588 vom Weinstock H1612 Sodoms H5467 ist ihr Weinstock H1612 und von den Fluren H7709 Gomorras H6017; ihre Beeren H6025 sind Giftbeeren H6025+H7219, bitter H4844 sind ihre Trauben H6025.

Gift H7219 der Drachen H8577 ist ihr Wein H3196o, und grausames H393 Gift H2534 der Ottern H6620.

Ist dies H1931 nicht H3808 bei H5978 mir (H5978) verborgen H3647, versiegelt H2856 in meinen Schatzkammern H214?

Mein ist die Rache H5359 und die Vergeltung H8005 für die Zeit H6256, da ihr Fuß H7272 wanken H4131 wird; denn H3588 nahe H7138 ist der Tag H3117 ihres Verderbens H343, und was ihnen bevorsteht H6264, eilt H2363:1 herbei (H2363:1).

Denn H3588 der HERR H3068 wird sein Volk H5971 richten H1777p, und er wird es sich gereuen H5162 lassen über H5921 seine Knechte H5650, wenn H3588 er sehen H7200 wird, dass H3588 geschwunden H235 die Kraft H3027, und der Gebundene H6113 und der Freie H5800 dahin H657 sind.

Und er wird sagen H559:1: Wo H335 sind ihre Götter H430, der Fels H6697, bei dem sie Zuflucht H2620 suchten (H2620),

die H834 das Fett H2459 ihrer Schlachtopfer H2077 aßen H398, den Wein H3196 ihrer Trankopfer H5257 tranken H8354? Sie mögen aufstehen H6965 und euch helfen H5826, mögen ein Schirm H5643 über H5921 euch (H5921) sein H1961!

Seht H7200 nun H6258, dass H3588 ich H589 bin, der H1931 da istq, und kein H369 Gott H430 neben H5978 mir (H5978)! Ich H589 töte H4191, und ich mache (H2421) lebendig H2421, ich zerschlage H4272, und ich H589 heile H7495; und niemand H369 ist da, der aus meiner Hand H3027 errettet H5337!

Denn H3588 ich erhebe H5375 zum H413 Himmel H8064 meine Hand H3027 und spreche H559:1: Ich H595 lebe H2416 ewig H5769!r

Wenn H518 ich mein blitzendes ~(H1300) Schwert H2719:1s geschärft H8150 habe und meine Hand H3027 zum Gericht H4941 greift H270, so werde ich Rache H5359 erstatten H7725 meinen Feinden H6862:1 und Vergeltung H7999 geben (H7999) meinen Hassern H8130.

Meine Pfeile H2671 werde ich berauschen H7937 mit Blut H1818, und mein Schwert H2719:1 wird Fleisch H1320 fressen H398 – mit dem Blut H1818 der Erschlagenen H2491 und Gefangenen H7633 – vom Haupt H7218 der Fürsten H6546 des Feindes H341t.

Jubelt H7442, ihr Nationen H1471, mit seinem Volk H5971u! Denn H3588 er wird das Blut H1818 seiner Knechte H5650 rächen H5358 und Rache H5359 erstatten H7725 seinen Feinden H6862:1, und seinem Land H127, seinem Volk H5971, vergeben H3722.

Und Mose H4872 kam H935 und redete H1696 alle H3605 Worte H1697 dieses H2063 Liedes H7892 vor den Ohren H241 des Volkes H5971, er H1931 und Hosea H1954v, der Sohn H1121 Nuns H5126. Und als Mose H4872 alle H3605 diese H428 Worte H1697 zu H413 ganz H3605 Israel H3478 zu (H3615) Ende H3615 geredet H1696 hatte, da sprach H559:1 er zu H413 ihnen: Richtet H7760 euer Herz H3824 auf alle H3605 Worte H1697, die H834 ich H595 euch heute H3117 bezeuge H5749:1, damit H834 ihr sie euren Kindern H1121 befehlt H6680, dass sie darauf (H8104) achten H8104, alle H3605 Worte H1697 dieses H2063 Gesetzes H8451 zu tun H6213. Denn H3588 es H1931 ist nicht H3808 ein leeres H7386 Wort H1697 für H4480 euch (H4480), sondern H3588 es H1931 ist euer Leben H2416; und durch dieses H2088 Wort H1697 werdet ihr eure Tage H3117 verlängern H748 in H5921 dem Land H127, wohin H834+H8033 ihr H859 über den Jordan H3383 zieht H5674, um es in (H3423) Besitz H3423 zu nehmen (H3423).

Und der HERR H3068 redete H1696 zu H413 Mose H4872 an demselben H2088+H6106 Tag H3117 und sprach H559:1: Steige H5927 auf H413 dieses H2088 Gebirge H2022 Abarim H5682, den Berg H2022 Nebo H5015, der H834 im Land H776 Moab H4124 liegt, der H834 Jericho H3405 gegenüber H5921+H6440 ist, und sieh H7200 das Land H776 Kanaan H3667, das H834 ich H589 den Kindern H1121 Israel H3478 zum Eigentum H272 gebe H5414, und du H859 wirst sterben H4191 auf dem Berg H2022, auf H834+H8033 den H834+H8033 du steigen H5927 wirst, und zu H413 deinen Völkern H5971 versammelt H622 werden; wie H834 dein Bruder H251 Aaron H175 auf dem Berg H2022 Hor H2023 gestorben H4191 ist und zu H413 seinen Völkern H5971 versammelt H622 wurde; weil H3282+H5921 ihr treulos H4603 gegen H5921 mich (H5921) gehandelt (H4603) habt inmitten H8432 der Kinder H1121 Israel H3478 am Wasser H4325 von Meriba H4808-Kades H6946w in der Wüste H4057:1 Zin H6790, weil H834+H5921 ihr mich nicht H3808 geheiligt H6942 habt inmitten H8432 der Kinder H1121 Israel H3478. Denn H3588 vor H5048 dir sollst du das Land H776 sehen H7200, aber du sollst nicht H3808 in H413 das Land H776 hineinkommen H935+H8033, das H834 ich H589 den Kindern H1121 Israel H3478 gebe H5414.

Fußnoten

  1. W. Größe H1433.
  2. Hebr. El.
  3. A. ü. geschaffen.
  4. Eig. es (d. h. das Nest).
  5. O. … schwebt, breitete er seine Flügel aus, nahm ihn auf, trug ihn auf seinen Schwingen. (12) Der HERR allein leitete ihn.
  6. Eig. des Kleinviehs.
  7. D. i. der Gerade, o. der Rechtschaffene (dichterische Bezeichnung für Israel).
  8. O. verwarf.
  9. Hebr. Eloah.
  10. Eig. scheuten.
  11. W. Nicht H3808-Gott H410:1 (das hebr. Wort für „Gott“ ist „El“).
  12. O. Götzen.
  13. O. Seuche.
  14. Eig. Schiedsrichter.
  15. O. Gift der Schlangen ist ihr Wein.
  16. O. seinem Volk Recht verschaffen.
  17. W. dass ich, ich er (o. derselbe) bin (d. h. der unveränderlich in sich selbst Bestehende; vgl. 2. Samuel 7,28).
  18. O. So wahr ich ewig lebe!
  19. W. den Blitz H1300 meines Schwertes.
  20. O. vom behaarten Haupt des Feindes.
  21. O. Jubelt … seinem Volk zu (eig. Bejubelt … sein Volk).
  22. Vgl. 4. Mose 13,16.
  23. O. am Haderwasser von Kades.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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