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Apostelgeschichte 16Apg 16

1 Er gelangte G2658 aber G1161 auch G2532 nach G1519 Derbe G1191 und G2532 nach G1519 Lystra G3082. Und G2532 siehe G2400, dort G1563 war G1510 ein gewisser G5100 Jünger G3101, mit Namen G3686 Timotheus G5095der Sohn G5207 einer gläubigen G4103 jüdischen G2453 Frau G1135, aber G1161 eines griechischen G1672 Vaters G3962 –, 2 der G3739 ein gutes Zeugnis G3140 hatte (G3140) von G5259 den G3588 Brüdern G80 in G1722 Lystra G3082 und G2532 Ikonium G2430. 3 Paulus G3972 wollte G2309, dass dieser G5126 mit G4862 ihm G846 ausgehe G1831, und G2532 er nahm G2983 und beschnitt G4059 ihn G846 wegen G1223 der G3588 Juden G2453, die G3588 in G1722 jenen G1565 Orten G5117 waren G1510; denn G1063 sie wussten G1492 alle G537, dass G3754 sein G846 Vater G3962 ein Grieche G1672 war G5225. 4 Als G5613 sie aber G1161 die G3588 Städte G4172 durchzogen G1279, teilten G3860 sie ihnen G846 zur Beachtung G5442 die G3588 Beschlüsse G1378 mit (G3860), die G3588 von G5259 den G3588 Aposteln G652 und G2532 Ältesten G4245 in G1722 Jerusalem G2414 festgesetzt G2919 worden waren. 5 Die G3588 Versammlungen G1577 nun G3303+G3767 wurden im G3588 Glauben G4102 befestigt G4732 und G2532 mehrten G4052 sich (G4052) täglich G2596+G2250 an G3588 Zahl G706.

6 Sie durchzogen G1330 aber G1161 Phrygien G5435 und G2532 die galatische G1054 Landschaft G5561b, nachdem sie von G5259 dem G3588 Heiligen G40 Geist G4151 daran gehindert G2967 worden waren, das G3588 Wort G3056 in G1722 Asien G773 zu reden G2980; 7 als sie aber G1161 gegen G2596 Mysien G3465 hin (G2596) kamen G2064, versuchten G3985 sie, nach G1519 Bithynien G978 zu reisen G4198, und G2532 der G3588 Geist G4151 Jesu G2424 erlaubte G1439 es ihnen G846 nicht G3756. 8 Als sie aber G1161 an Mysien G3465 vorübergezogen G3928 waren, gingen G2597 sie nach G1519 Troas G5174 hinab (G2597). 9 Und G2532 es erschien G3708 Paulus G3972 in G1223 der G3588 Nacht G3571 ein Gesicht G3705: Ein gewisser G5100 mazedonischer G3110 Mann G435 stand G2476 da (G2476) und G2532 bat G3870 ihn G846 und G2532 sprach G3004: Komm G1224 herüber (G1224) nach G1519 Mazedonien G3109 und hilf G997 uns G2254! 10 Als G5613 er aber G1161 das G3588 Gesicht G3705 gesehen G1492 hatte, suchten G2212 wir sogleich G2112 nach G1519 Mazedonien G3109 abzureisen G1831, da wir schlossen G4822, dass G3754 Gott G2316 uns G2248 gerufen G4341 habe, ihnen G846 das Evangelium G2097 zu verkündigen (G2097).

11 Wir fuhren G321 aber G1161 von G575 Troas G5174 ab (G321) und kamen (G2113) geradewegs G2113 nach G1519 Samothraze G4543 und G1161 am G3588 folgenden G1966 Tag nach G1519 Neapolis G3501+G4172 12 und G2547 von G2547 da G2547 nach G1519 Philippi G5375, das G3748 die erste G4413 Stadt G4172 jenes Teiles G3310 von G3588 Mazedonien G3109 ist G1510c, eine Kolonie G2862. In G1722 dieser G3778 Stadt G4172 aber G1161 verweilten G1304 wir einige G5100 Tage G2250. 13 Und G5037 am G3588 Tag G2250 des G3588 Sabbats G4521 gingen G1831 wir vor G1854 das G3588 Tor G4439 hinaus (G1831) an G3844 einen Fluss G4215, wo G3757 es gebräuchlich G3543 war (G3543), das Gebet G4335 zu verrichten G1510;d und G2532 wir setzten G2523 uns (G2523) nieder (G2523) und redeten G2980 zu den G3588 Frauen G1135, die zusammengekommen G4905 waren. 14 Und G2532 eine gewisse G5100 Frau G1135, mit Namen G3686 Lydia G3070, eine Purpurhändlerin G4211 aus der Stadt G4172 Thyatira G2363, die Gott G2316 anbetete G4576, hörte G191 zu, deren G3739 Herz G2588 der G3588 Herr G2962 auftat G1272, dass sie achtgab G4337 auf das, was G3588 von G5259 Paulus G3972 geredet G2980 wurde. 15 Als G5613 sie aber G1161 getauft G907 worden war und G2532 ihr G846 Haus G3624, bat G3870 sie und sagte G3004: Wenn G1487 ihr urteilt G2919, dass ich G3165 dem G3588 Herrn G2962 treu G4103e bin G1510, so kehrt G1525 in G1519 mein G3450 Haus G3624 ein (G1525) und bleibt G3306. Und G2532 sie nötigte G3849 uns G2248.

16 Es geschah G1096 aber G1161, als wir G2257 zum G1519+G3588 Gebet G4335f gingen G4198, dass uns G2254 eine gewisse G5100 Magd G3814 begegnete G5221, die G3748 einen Wahrsagegeist ~(G4151+G4436)g hatte G2192 und ihren G846 Herren G2962 viel G4183 Gewinn G2039 brachte G3930 durch Wahrsagen G3132. 17 Diese G3778 folgte G2628 Paulus G3972 und G2532 uns G2254 nach (G2628) und schrie G2896 und sprach G3004: Diese G3778 Menschen G444 sind G1510 Knechte G1401 Gottes G2316, des G3588 Höchsten G5310, die G3748 euch G5213 den Weg G3598 des Heils G4991 verkündigen G2605. 18 Dies G5124 aber G1161 tat G4160 sie viele G4183 Tage G2250. Paulus G3972 aber G1161, tief (G1278) betrübt G1278h, wandte G1994 sich um (G1994) und G2532 sprach G3004 zu dem G3588 Geist G4151: Ich gebiete G3853 dir G4671 im G1722 Namen G3686 Jesu G2424 Christi G5547, von G575 ihr G846 auszufahren G1831! Und G2532 er fuhr G1831 aus (G1831) zu derselben G846+G3588 Stunde G5610.

19 Als aber G1161 ihre G846 Herren G2962 sahen G1492, dass G3754 die G3588 Hoffnung G1680 auf ihren G846 Gewinn G2039 dahin G1831 war (G1831), griffen G1949 sie Paulus G3972 und G2532 Silas G4609 und schleppten G1670 sie auf G1519 den G3588 Markt G58 zu G1909 den G3588 Vorstehern G758. 20 Und G2532 sie führten G4317 sie G846 zu den G3588 Hauptleuten G4755 und sprachen G3004: Diese G3778 Menschen G444, die Juden G2453 sind G5225, verwirren G1613 ganz (G1613) und (G1613) gar (G1613) unsere G2257 Stadt G4172 21 und G2532 verkündigen G2605 Gebräuche G1485, die G3739 anzunehmen G3858 oder G3761 auszuüben G4160 uns G2254 nicht G3756 erlaubt G1832 ist, da wir Römer G4514 sind G1510. 22 Und G2532 die G3588 Volksmenge G3793 erhob G4911 sich (G4911) zugleich (G4911)i gegen G2596 sie G846, und G2532 die G3588 Hauptleute G4755 rissen G4048 ihnen G846 die G3588 Kleider G2440 ab (G4048) und befahlen G2753, sie mit (G4463) Ruten G4463 zu schlagen (G4463). 23 Und G5037 als sie ihnen G846 viele G4183 Schläge G4127 gegeben G2007 hatten, warfen G906 sie sie ins G1519 Gefängnis G5438 und befahlen G3853 dem G3588 Kerkermeister G1200, sie G846 sicher G806 zu verwahren G5083. 24 Dieser G3739 warf G906 sie G846, als er solchen G5108 Befehl G3852 empfangen G2983 hatte, in G1519 das G3588 innerste G2082 Gefängnis G5438 und G2532 schloss G805 ihre G846 Füße G4228 fest (G805) in G1519 den G3588 Stock G3586.

25 Um G2596 Mitternacht G3317 aber G1161 beteten G4336 Paulus G3972 und G2532 Silas G4609 und lobsangen G5214 Gott G2316; die G3588 Gefangenen G1198 aber G1161 hörten G1874 ihnen G846 zu (G1874). 26 Plötzlich G869 aber G1161 geschah G1096 ein großes G3173 Erdbeben G4578, so G5620 dass G5620 die G3588 Grundfesten G2310 des G3588 Gefängnisses G1201 erschüttert G4531 wurden; sofort G3916 aber G1161 öffneten G455 sich alle G3956 Türen G2374, und G2532 die G3588 Fesseln G1199 aller G3956 wurden gelöst G447. 27 Als aber G1161 der G3588 Kerkermeister G1200 aus (G1853) dem (G1853) Schlaf G1853 erwachte G1096 und die G3588 Türen G2374 des G3588 Gefängnisses G5438 geöffnet G455 sah G1492, zog G4685 er das G3588 Schwert G3162 und G2532 wollte G3195 sich G1438 umbringen G337, da er meinte G3543, die G3588 Gefangenen G1198 wären geflohen G1628. 28 Paulus G3972 aber G1161 rief G5455 mit lauter G3173 Stimme G5456 und sprach G3004: Tu G4238 dir G4572 nichts G3367 Übles G2556, denn G1063 wir sind G1510 alle G537 hier G1759. 29 Er forderte G154 aber G1161 Licht G5457 und sprang G1530 hinein (G1530); und G2532 zitternd G1790+G1096 fiel G4363 er vor Paulus G3972 und G2532 Silas G4609 nieder (G4363). 30 Und G2532 er führte G4254 sie G846 heraus G1854 und sprach G5346: Ihr Herren G2962, was G5101 muss G1163 ich G3165 tun G4160, um G2443 errettet G4982 zu werden? 31 Sie G3588 aber G1161 sprachen G3004: Glaube G4100 an G1909 den G3588 Herrn G2962 Jesus G2424, und G2532 du G4771 wirst errettet G4982 werden, du und G2532 dein G4675 Haus G3624. 32 Und G2532 sie redeten G2980 das G3588 Wort G3056 des G3588 Herrn G2962 zu ihm G846 samt G4862 allen G3956, die G3588 in G1722 seinem G846 Haus G3614 waren. 33 Und G2532 er nahm G3880 sie G846 in G1722 jener G1565 Stunde G5610 der G3588 Nacht G3571 zu (G3880) sich (G3880) und wusch G3068 ihnen die G3588 Striemen G4127 ab G575; und G2532 er wurde getauft G907, er G846 und G2532 alle G3956 die G3588 Seinen G846 sogleich G3916. 34 Und G5037 er führte G321 sie G846 ins G1519+G3588 Haus G3624 hinauf (G321), setzte G3908 ihnen einen Tisch G5132 vor (G3908) und G2532 frohlockte G21, an Gott G2316 gläubig G4100 geworden (G4100), mit seinem ganzen G3832 Haus G3832.j

35 Als es aber G1161 Tag G2250 geworden G1096 war, sandten G649 die G3588 Hauptleute G4755 die G3588 Rutenträger G4465 und ließen sagen G3004: Lass G630 jene G1565 Menschen G444 frei (G630). 36 Der G3588 Kerkermeister G1200 aber G1161 berichtete G518 Paulus G3972 diese G5128 Worte G3056: Die G3588 Hauptleute G4755 haben gesandt G649, dass G2443 ihr freigelassen G630 werdet; geht G1831 also G3767 jetzt G3568 hinaus (G1831) und zieht G4198 hin (G4198) in G1722 Frieden G1515. 37 Paulus G3972 aber G1161 sprach G5346 zu G4314 ihnen G846: Nachdem sie uns G2248, obwohl wir Römer G444+G4514 sind G5225, öffentlich G1219 unverurteilt G178 geschlagen G1194 haben, haben sie uns ins G1519 Gefängnis G5438 geworfen G906, und G2532 jetzt G3568 stoßen G1544 sie uns G2248 heimlich G2977 hinaus (G1544)? Nicht G3756 doch G1063; sondern G235 sie sollen selbst G846 kommen G2064 und uns G2248 hinausführen G1806. 38 Die G3588 Rutenträger G4465 aber G1161 meldeten G518 diese G5023 Worte G4487 den G3588 Hauptleuten G4755; sie fürchteten G5399 sich (G5399) aber G1161, als sie hörten G191, dass G3754 sie Römer G4514 seien G1510. 39 Und G2532 sie kamen G2064 und redeten G3870 ihnen zu (G3870); und sie führten G1806 sie G846 hinaus (G1806) und G2532 baten G2065 sie, aus G575 der G3588 Stadt G4172 wegzugehen G565. 40 Als sie aber G1161 aus G575 dem G3588 Gefängnis G5438 hinausgegangen G1831 waren, gingen G1525 sie zu G4314 Lydia G3070; und G2532 als sie die G3588 Brüder G80 sahen G1492, ermahnten G3870 sie sie und G2532 gingen G1831 weg (G1831).

Fußnoten

  1. W. Taten (o. Handlungen) der Apostel.
  2. Viell. ist zu lesen: die phrygische und galatische Landschaft.
  3. A. l. das eine Stadt des ersten Bezirks von Mazedonien ist.
  4. A. l. wo wir eine Gebetsstätte vermuteten.
  5. O. gläubig.
  6. O. zur Gebetsstätte.
  7. Eig. einen Python G4436-Geist G4151.
  8. O. erregt, unwillig.
  9. O. ebenfalls.
  10. O. mit dem ganzen Haus, dass er an Gott gläubig geworden war.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw.Abweichend.
Ägypt.Ägyptisch.
Ähnl.Ähnlich.
Äthiop.Äthiopisch.
A. f. h.Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h.Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l.Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l.Nestle-Aland liest.
And.Andere.
Anm.Anmerkung.
Aram.Aramäisch.
ATAltes Testament.
A. ü.Andere übersetzen.
Bez.Bezeichnung.
Bzw.Beziehungsweise.
D. h.Das heißt.
D. i.Das ist.
D. s.Das sind.
Eig.Eigentlich.
E. f. h.Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l.Einige Handschriften lesen.
f., ff.folgende, -r, -s.
Griech.Griechisch.
Hebr.Hebräisch.
Kap.Kapitel.
Lat.Lateinisch.
Mas.Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h.Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l.Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L.Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml.Nämlich.
nC, n. Chr.nach Christus.
NTNeues Testament.
O.Oder.
Pers.Persisch.
Pl.Plural (Mehrzahl).
S.Siehe.
Sept.Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg.Singular (Einzahl).
so a. sp.so auch später.
U.Und.
Üb.Übersetzung(en).
V.Vers.
vC, v. Chr.vor Christus.
Vgl.Vergleiche.
Viell.Vielleicht.
W.Wörtlich.
Wahrsch.Wahrscheinlich.
Zugl.Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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