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Matthäus 27Mt 27

Als es aber G1161 Morgen G4405 geworden G1096 war, hielten G2983 alle G3956 Hohenpriester G749 und G2532 Ältesten G4245 des G3588 Volkes G2992 Rat G4824 gegen G2596 Jesus G2424, um G5620 ihn G846 zu (G2289) Tode G2289 zu (G2289) bringen (G2289)a. Und G2532 nachdem sie ihn G846 gebunden G1210 hatten, führten G520 sie ihn weg (G520) und G2532 überlieferten G3860 ihn ⌜Pontius G4194⌝ Pilatus G4091, dem G3588 Statthalter G2232.

Als G5119 nun (G5119) Judas G2455, der G3588 ihn G846 überliefert G3860 hatte, sah G1492, dass G3754 er verurteilt G2632 wurde, reute G3338 es (G3338) ihn (G3338), und er brachte G4762 die G3588 dreißig G5144 Silberstücke G694 den G3588 Hohenpriestern G749 und G2532 Ältesten G4245 zurück (G4762) und sagte G3004: Ich habe gesündigt G264, indem ich schuldloses G121 Blut G129 überliefert G3860 habe. Sie G3588 aber G1161 sagten G3004: Was G5101 geht ~(G4314) das uns G2248 an ~(G4314)b? Sieh G3708 du G4771 zu (G3708). Und G2532 er warf G4496 die G3588 Silberstücke G694 in G1519 den G3588 Tempel G3485 und machte G402 sich davon (G402) und G2532 ging G565 hin (G565) und erhängte G519 sich (G519). Die G3588 Hohenpriester G749 aber G1161 nahmen G2983 die G3588 Silberstücke G694 und sprachen G3004: Es ist nicht G3756 erlaubt G1832, sie G846 zu G1519 dem G3588 Korban ~(G2878)c zu geben G906, da G1893 es ja G1893 Blutgeld ~(G5092+G129)d ist G1510. Sie hielten G2983 aber G1161 Rat G4824e und kauften G59 dafür G1537+G846 den G3588 Acker G68 des G3588 Töpfers G2763 als G1519 Begräbnisstätte G5027 für die G3588 Fremden G3581. Deswegen G1352 ist jener G1565 Acker G68 Blutacker G68+G129 genannt G2564 worden bis G2193 auf (G2193) den G3588 heutigen G4594 Tag (G4594). Da G5119 wurde erfüllt G4137, was G3588 durch G1223 den G3588 Propheten G4396 Jeremia G2408 geredet G4483 ist, der spricht G3004: „Und G2532 sie nahmen G2983 die G3588 dreißig G5144 Silberstücke G694, den G3588 Preis G5092 des G3588 Geschätzten G5091, den G3739 man geschätzt G5091 hatte seitens G575 der Söhne G5207 Israels G2474, und G2532 gaben G1325 sie G846 für G1519 den G3588 Acker G68 des G3588 Töpfers G2763, wie G2505 mir G3427 der Herr G2962 befohlen G4929 hat.“f

Jesus G2424 aber G1161 stand G2476 vor G1715 dem G3588 Statthalter G2232. Und G2532 der G3588 Statthalter G2232 fragte G1905 ihn G846 und sprach G3004: Bist G1510 du G4771 der G3588 König G935 der G3588 Juden G2453? Jesus G2424 aber G1161 sprach G5346: Du G4771 sagst G3004 es. Und G2532 als G1722+G3588 er G846 von G5259 den G3588 Hohenpriestern G749 und G2532 Ältesten G4245 angeklagt G2723 wurde, antwortete G611 er nichts G3762. Da G5119 spricht G3004 Pilatus G4091 zu ihm G846: Hörst G191 du nicht G3756, wie (G4214) vieles G4214 sie gegen dich G4675 vorbringen G2649? Und G2532 er antwortete G611 ihm G846 auch G3761 nicht G3756 auf G4314 ein einziges G1520 Wort G4487, so G5620 dass G5620 der G3588 Statthalter G2232 sich (G2296) sehr G3029 verwunderte G2296. Zum G2596 Fest G1859 aber G1161 war der G3588 Statthalter G2232 gewohnt G1486, der G3588 Volksmenge G3793 einen G1520 Gefangenen G1198 freizulassen G630, den G3739 sie wollten G2309. Sie hatten G2192 aber G1161 damals G5119 einen berüchtigten G1978 Gefangenen G1198, genannt G3004 Barabbas G912g. Als sie G846 nun G3767 versammelt G4863 waren, sprach G3004 Pilatus G4091 zu ihnen G846: Wen G5101 wollt G2309 ihr, dass ich euch G5213 freilassen G630 soll, Barabbas G912h oder G2228 Jesus G2424, der G3588 Christus G5547 genannt G3004 wird? Denn G1063 er wusste G1492, dass G3754 sie ihn G846 aus G1223 Neid G5355 überliefert G3860 hatten. Während er G846 aber G1161 auf G1909 dem G3588 Richterstuhl G968 saß G2521, sandte G649 seine G846 Frau G1135 zu G4314 ihm G846 und ließ ihm sagen G3004: Habe du G4671 nichts G3367 zu schaffen mit G2532 jenem G1565 Gerechten G1342; denn G1063 viel G4183 habe ich heute G4594 im G2596 Traum G3677 gelitten G3958 um G1223+G846 seinetwillen G1223+G846. Die G3588 Hohenpriester G749 aber G1161 und G2532 die G3588 Ältesten G4245 überredeten G3982 die G3588 Volksmengen G3793 dazu G2443, Barabbas G912 zu erbitten G154, Jesus G2424 aber G1161 umzubringen G622. Der G3588 Statthalter G2232 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004 zu ihnen G846: Welchen G5101 von G575 den G3588 zweien G1417 wollt G2309 ihr, dass ich euch G5213 freilasse G630? Sie G3588 aber G1161 sprachen G3004: Barabbas G912. Pilatus G4091 spricht G3004 zu ihnen G846: Was G5101 soll ich denn G3767 mit Jesus G2424 tun G4160, der G3588 Christus G5547 genannt G3004 wird? Sie sagen G3004 alle G3956: Er werde gekreuzigt G4717! Er G3588 aber G1161 sagte G5346: Was G5101 hat er denn G1063 Böses G2556 getan G4160? Sie G3588 aber G1161 schrien G2896 übermäßig G4057 und sagten G3004: Er werde gekreuzigt G4717! Als aber G1161 Pilatus G4091 sah G1492, dass G3754 er nichts G3762 ausrichtete G5623, sondern G235 vielmehr G3123 ein Tumult G2351 entstand G1096, nahm G2983 er Wasser G5204, wusch G633 sich (G633) die G3588 Hände G5495 vor G561 der G3588 Volksmenge G3793 und sprach G3004: Ich bin G1510 schuldlos G121 an G575 dem G3588 Blut G129 dieses G5127 ⌜Gerechten G1342⌝, seht G3708 ihr G5210 zu (G3708). Und G2532 das G3588 ganze G3956 Volk G2992 antwortete G611 und sprach G3004: Sein G846 Blut G129 komme über G1909 uns G2248 und G2532 über G1909 unsere G2257 Kinder G5043! Dann G5119 ließ G630 er ihnen G846 Barabbas G912 frei (G630); Jesus G2424 aber G1161 ließ er geißeln G5417 und überlieferte G3860 ihn, damit G2443 er gekreuzigt G4717 würde.

Dann G5119 nahmen G3880 die G3588 Soldaten G4757 des G3588 Statthalters G2232 Jesus G2424 mit (G3880) in G1519 das G3588 Prätorium G4232 und versammelten G4863 um G1909 ihn G846 die G3588 ganze G3650 Schar G4686. Und G2532 sie zogen G1562 ihn G846 aus (G1562) und legten G4060 ihm G846 einen scharlachroten G2847 Mantel G5511 um (G4060). Und G2532 sie flochten G4120 eine Krone G4735 aus G1537 Dornen G173 und setzten G2007 sie ihm G846 auf G1909 das G3588 Haupt G2776 und G2532 gaben ihm G846 einen Rohrstab G2563 in G1722 die G3588 Rechte G1188; und G2532 sie fielen G1120 vor ihm auf G1120 die G1120 Knie G1120 und verspotteten G1702 ihn G846 und sagten G3004: Sei gegrüßt G5463, König G935 der G3588 Juden G2453! Und G2532 sie spien G1716 ihn G846 an G1519, nahmen G2983 den G3588 Rohrstab G2563 und G2532 schlugen G5180 ihm G846 auf G1519 das G3588 Haupt G2776. Und G2532 als G3753 sie ihn G846 verspottet G1702 hatten, zogen G1562 sie ihm G846 den G3588 Mantel G5511 aus (G1562) und G2532 zogen G1746 ihm G846 seine G846 Kleider G2440 an (G1746); und G2532 sie führten G520 ihn G846 weg (G520), um G1519 ihn zu G3588 kreuzigen G4717.

Als sie aber G1161 hinausgingen G1831, fanden G2147 sie einen Menschen G444 von (G2956) Kyrene G2956, mit Namen G3686 Simon G4613; diesen G5126 zwangen G29 sie, sein G846 Kreuz G4716 zu G2443 tragen G142. Und G2532 als sie an G1519 einen Ort G5117 gekommen G2064 waren, genannt G3004 Golgatha G1115, das G3739 heißt G1510+G3004 Schädelstätte G2898+G5117, gaben G1325 sie ihm G846 Wein G3631, mit G3326 Galle G5521 vermischt G3396, zu trinken G4095; und G2532 als er es geschmeckt G1089 hatte, wollte G2309 er nicht G3756 trinken G4095. Als sie ihn G846 aber G1161 gekreuzigt G4717 hatten, verteilten G1266 sie seine G846 Kleider G2440 unter (G1266) sich (G1266), indem sie das Los G2819 warfen G906. Und G2532 sie saßen G2521 und bewachten G5083 ihn G846 dort G1563. Und G2532 sie brachten G2007 oben G1883 über G1883 seinem G846 Haupt G2776 seine G846 Beschuldigungsschrift ~(G156+G1125)i an (G2007): Dieser G3778 ist G1510 Jesus G2424, der G3588 König G935 der G3588 Juden G2453. Dann G5119 werden zwei G1417 Räuber G3027 mit G4862 ihm G846 gekreuzigt G4717, einer G1520 auf G1537 der rechten G1188 und G2532 einer G1520 auf G1537 der linken G2176 Seite.

Die G3588 Vorübergehenden G3899 aber G1161 lästerten G987 ihn G846, indem sie ihre G846 Köpfe G2776 schüttelten G2795 und G2532 sagten G3004: Der G3588 du den G3588 Tempel G3485 abbrichst G2647 und G2532 in G1722 drei G5140 Tagen G2250 aufbaust G3618, rette G4982 dich G4572 selbst G4572. Wenn G1487 du Gottes G2316 Sohn G5207 bist G1510, so steige G2597 herab (G2597)j vom G575+G3588 Kreuz G4716! Ebenso G3668 spotteten G1702 auch G2532 die G3588 Hohenpriester G749 samt G3326 den G3588 Schriftgelehrten G1122 und G2532 Ältesten G4245 und sprachen G3004: Andere G243 hat er gerettet G4982, sich G1438 selbst G1438 kann G1410 er nicht G3756 retten G4982. Er ist G1510 Israels G2474 König G935; so steige G2597 er jetzt G3568 vom G575+G3588 Kreuz G4716 herab (G2597), und G2532 wir wollen an G1909 ihn G846 glauben G4100. Er vertraute G3982 auf G1909 Gott G2316, der rette G4506 ⌜ihn G846⌝ jetzt G3568, wenn G1487 er ihn G846 begehrt ~(G2309)k; denn G1063 er sagte G3004: Ich bin G1510 Gottes G2316 Sohn G5207. – Auf G3588 dieselbe G846 Weise (G846) aber G1161 schmähten G3679 ihn G846 auch G2532 die G3588 Räuber G3027, die G3588 mit G4862 ihm G846 gekreuzigt G4957 waren.

Aber G1161 von G575 der sechsten G1623 Stunde G5610 an G575 kam G1096 eine Finsternis G4655 über G1909 das G3588 ganze G3956 Land G1093l bis G2193 zur (G2193) neunten G1766 Stunde G5610. Um G4012 die G3588 neunte G1766 Stunde G5610 aber G1161 schrie G310 Jesus G2424 auf (G310) mit lauter G3173 Stimme G5456 und sagte G3004: Eli G2241, Eli G2241, lama G2982 sabachtani G4518?, das G5124 heißt G1510: Mein G3450 Gott G2316, mein G3450 Gott G2316, warum G2444 hast du mich G3165 verlassen G1459? Als aber G1161 einige G5100 der G3588 Dastehenden G1563+G2476 es hörten G191, sagten G3004 sie: Dieser G3778 ruft G5455 Elia G2243. Und G2532 sogleich G2112 lief G5143 einer G1520 von G1537 ihnen G846 und G2532 nahm G2983 einen Schwamm G4699, füllte G4130 ihn mit Essig G3690 und G2532 legte G4060 ihn um (G4060) einen Rohrstab G2563 und gab (G4222) ihm G846 zu (G4222) trinken G4222. Die G3588 Übrigen G3062 aber G1161 sagten G3004: Halt G863, lasst uns sehen G1492, ob G1487 Elia G2243 kommt G2064, um ihn G846 zu retten G4982! Jesus G2424 aber G1161 schrie G2896 wieder G3825 mit lauter G3173 Stimme G5456 und gab G863 den G3588 Geist G4151 auf (G863). Und G2532 siehe G2400, der G3588 Vorhang G2665 des G3588 Tempels G3485 zerriss G4977 von G575 oben G509 bis G2193 unten G2736 in G1519 zwei G1417 Stücke; und G2532 die G3588 Erde G1093 erbebte G4579, und G2532 die G3588 Felsen G4073 rissen G4977, und G2532 die G3588 Grüfte G3419 taten G455 sich (G455) auf (G455), und G2532 viele G4183 Leiber G4983 der G3588 entschlafenen G2837 Heiligen G40 wurden auferweckt G1453; und G2532 sie kamen G1831 nach G3326 seiner G846 Auferweckung G1454 aus G1537 den G3588 Grüften G3419 hervor (G1831) und gingen G1525 in G1519 die G3588 heilige G40 Stadt G4172 und G2532 erschienen G1718 vielen G4183.

Als aber G1161 der G3588 Hauptmann G1543 und G2532 die G3588, die mit G3326 ihm G846 Jesus G2424 bewachten G5083, das G3588 Erdbeben G4578 sahen G1492 und G2532 das, was G3588 geschehen G1096 war, fürchteten G5399 sie sich (G5399) sehr G4970 und sprachen G3004: Wahrhaftig G230, dieser G3778 war G1510 Gottes G2316 Sohn G5207!

Es waren G1510 aber G1161 viele G4183 Frauen G1135 dort G1563, die von G575 weitem G3113 zusahen G2334, solche, die G3748 Jesus G2424 von G575 Galiläa G1056 nachgefolgt G190 waren und ihm G846 gedient G1247 hatten. Unter G1722 diesen G3739 waren G1510 Maria G3137 Magdalene G3094m und G2532 Maria G3137, die G3588 Mutter G3384 des G3588 Jakobus G2385 und G2532 Joses G2500 TRn, und G2532 die G3588 Mutter G3384 der G3588 Söhne G5207 des Zebedäus G2199.

Als es aber G1161 Abend G3798 geworden G1096 war, kam G2064 ein reicher G4145 Mann G444 von G575 Arimathia G707, mit (G5122) Namen G5122 Joseph G2501, der G3739 auch G2532 selbst G846 ein Jünger G3100 Jesu G2424 geworden (G3100) war. Dieser G3778 ging G4334 hin zu G3588 Pilatus G4091 und bat G154 um den G3588 Leib G4983 Jesu G2424. Da G5119 befahl G2753 Pilatus G4091, dass er ihm übergeben G591 würde. Und G2532 Joseph G2501 nahm G2983 den G3588 Leib G4983 und wickelte G1794 ihn G846 in G1722 reines G2513, feines G4616 Leinentuch G4616 und G2532 legte G5087 ihn G846 in G1722 seine G846 neue G2537 Gruft G3419, die G3739 er in G1722 dem G3588 Felsen G4073 hatte aushauen G2998 lassen; und G2532 er wälzte G4351 einen großen G3173 Stein G3037 an den G3588 Eingang G2374 der G3588 Gruft G3419 und ging G565 weg (G565). Es waren G1510 aber G1161 Maria G3137 Magdalene G3094m und G2532 die G3588 andere G243 Maria G3137 dort G1563 und saßen G2521 dem G3588 Grab G5028 gegenüber G561.

Am G3588 folgenden G1887 Tag (G1887) aber G1161, der G3748 nach G3326 dem G3588 Rüsttag G3904 ist G1510, versammelten G4863 sich (G4863) die G3588 Hohenpriester G749 und G2532 die G3588 Pharisäer G5330 bei G4314 Pilatus G4091 und sprachen G3004: Herr G2962, wir haben uns (G3415) erinnert G3415, dass G3754 jener G1565 Verführer G4108 sagte G3004, als er noch G2089 lebte G2198: Nach G3326 drei G5140 Tagen G2250 stehe G1453 ich wieder auf (G1453)o. So befiehl G2753 nun G3767, dass das G3588 Grab G5028 gesichert G805 werde bis G2193 zum G3588 dritten G5154 Tag G2250, damit G3379 nicht G3379 etwa G3379 seine G846 Jünger G3101 kommen G2064, ihn G846 stehlen G2813 und G2532 dem G3588 Volk G2992 sagen G3004: Er ist von G575 den G3588 Toten G3498 auferstanden G1453; und G2532 die G3588 letzte G2078 Verführung G4106 wird schlimmer G5501 sein G1510 als die G3588 erste G4413. Pilatus G4091 sprach G5346 zu ihnen G846: Ihr habt G2192 eine Wache G2892p; geht G5217 hin (G5217), sichert G805 es, so ~(G5613) gut ~(G5613)q ihr könnt G1492. Sie G3588 aber G1161 gingen G4198 hin (G4198), und nachdem sie den G3588 Stein G3037 versiegelt G4972 hatten, sicherten G805 sie das G3588 Grab G5028 mit G3326 der G3588 Wache G2892.

Fußnoten

  1. O. fassten … den Beschluss über Jesus, ihn zu Tode zu bringen.
  2. W. Was ist das für G4314 uns?
  3. D. i. Tempelschatz (eig. Opfergabe G2878).
  4. W. ein Preis G5092 für Blut G129.
  5. O. fassten … einen Beschluss.
  6. Vgl. Sacharja 11,12.13.
  7. A. l. Jesus G2424 NA Barabbas (obwohl schwach bezeugt).
  8. A. l. Jesus G2424 NA, den G3588 NA Barabbas (obwohl schwach bezeugt).
  9. W. seine Beschuldigung G156, geschrieben G1125.
  10. A. l. … rette dich selbst, wenn du Gottes Sohn bist, und G2532 NA steige herab.
  11. W. will G2309.
  12. O. die ganze Erde.
  13. D. i. von Magdala.
  14. A. l. Joseph G2501 NA.
  15. O. werde ich auferweckt (so auch später).
  16. O. Ihr sollt eine Wache haben.
  17. W. wie G5613.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel ⌜ ⌝ im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln ⌜ ⌝ stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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