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2. Könige 232. Kön 23

Und der König H4428 sandte H7971 hin (H7971), und man versammelte H622 zu H413 ihm alle H3605 Ältesten H2205 von Juda H3063 und von Jerusalem H3389. Und der König H4428 ging H5927 in das Haus H1004 des HERRN H3068 hinauf (H5927), und alle H3605 Männer H376 von Juda H3063 und alle H3605 Bewohner H3427 von Jerusalem H3389 mit H854 ihm, und die Priester H3548 und die Propheten H5030, und alles H3605 Volk H5971, vom Kleinsten H6996 bis H5704 zum Größten H1419; und mana las H7121 vor ihren Ohren H241 alle H3605 Worte H1697 des Buches H5612 des Bundes H1285, das im Haus H1004 des HERRN H3068 gefunden H4672 worden war. Und der König H4428 stand H5975 auf H5921 dem Standort H5982b und schloss H3772 den Bund H1285 vor H6440 dem HERRN H3068, dem HERRN H3068 nachzuwandeln H310+H1980 und seine Gebote H4687 und seine Zeugnisse H5715 und seine Satzungen H2708 zu halten H8104 mit ganzem H3605 Herzen H3820 und mit ganzer H3605 Seele H5315, um die Worte H1697 dieses H2063 Bundes H1285 zu erfüllen H6965, die in H5921 diesem H2088 Buch H5612 geschrieben H3789 sind. Und das ganze H3605 Volk H5971 trat H5975 in den Bund H1285.

Und der König H4428 gebot H6680 Hilkija H2518, dem Hohenpriester H1419+H3548, und den Priestern H3548 zweiten H4932 Ranges (H4932) und den Hütern H8104 der Schwelle H5592, aus dem Tempel H1964 des HERRN H3068 alle H3605 Geräte H3627 hinauszutun H3318, die dem Baal H1168:1 und der Aschera H842 und dem ganzen H3605 Heer H6635 des Himmels H8064 gemacht H6213 worden waren; und er verbrannte H8313 sie außerhalb H2351 Jerusalems H3389 auf den Feldern H7704 des Kidron H6939 und ließ ihren Staub H6083 nach Bethel H1008 bringen H5375. Und er schaffte H7673 die Götzenpriester H3649 ab (H7673), die H834 die Könige H4428 von Juda H3063 eingesetzt H5414 hatten und die auf den Höhen H1116, in den Städten H5892:1 von Juda H3063 und in der Umgebung H4524 von Jerusalem H3389 geräuchert H6999 hatten; und die, die dem Baal H1168:1, der Sonne H8121 und dem Mond H3394 und dem Tierkreis H4208c und dem ganzen H3605 Heer H6635 des Himmels H8064 räucherten H6999. Und er schaffte H3318 die Aschera H842 aus dem Haus H1004 des HERRN H3068 hinaus (H3318), außerhalb H2351 Jerusalems H3389, in H413 das Tal H5158 Kidron H6939; und er verbrannte H8313 sie im Tal H5158 Kidron H6939 und zermalmte H1854 sie zu Staub H6083 und warf H7993 ihren Staub H6083 auf H5921 die Gräber H6913 der Kinder H1121 des Volkes H5971. Und er riss H5422 die Häuser H1004 der Geweihten H6945d nieder (H5422), die H834 sich im Haus H1004 des HERRN H3068 befanden, worin H834+H8033 die Frauen H802 Zelte ~(H1004)e webten H707 für die Aschera H842. Und er ließ alle H3605 Priester H3548 aus den Städten H5892:1 Judas H3063 kommen H935 und verunreinigte H2930 die Höhen H1116, wo H834+H8033 die Priester H3548 geräuchert H6999 hatten, von Geba H1387 bis H5704 Beerseba H884. Und er riss H5422 die Höhen H1116 der Tore H8179 nieder (H5422), die H834 am Eingang H6607 des Tores H8179 Josuas H3091, des Obersten H8269 der Stadt H5892:1, und die H834 links H5921+H8040 von jedem H376 Eintretenden am Stadttor H5892:1+H8179 waren. Doch H389 opferten H5927 die Priester H3548 der Höhen H1116 nicht H3808 auf H413 dem Altar H4196f des HERRN H3068 in Jerusalem H3389, aber H518+H3588 sie aßen H398 Ungesäuertes H4682 in (H8432) der Mitte H8432 ihrer Brüder H251. Und er verunreinigte H2930 das Tophet H8612g, das H834 im Tal H1516 der Söhne H1121 Hinnoms H2011 lag, damit H376+H1115 niemand H376+H1115 mehr seinen Sohn H1121 oder seine Tochter H1323 dem Molech H4432 durchs Feuer H784 gehen H5674 ließe. Und er schaffte H7673 die Pferde H5483:1 ab (H7673), die H834 die Könige H4428 von Juda H3063 der Sonne H8121 gesetzt H5414 hatten am Eingang H935 des Hauses H1004 des HERRN H3068, bei H413 der Zelle H3957 Nethan-Meleks H5419, des Hofbeamten H5631, der im Parwarim H6503h wohnte; und die Wagen H4818 der Sonne H8121 verbrannte H8313 er mit Feuer H784. Und die Altäre H4196, die H834 auf H5921 dem Dach H1406 des Obergemachs H5944 des Ahas H271 waren, die H834 die Könige H4428 von Juda H3063 gemacht H6213 hatten, und die Altäre H4196, die H834 Manasse H4519 in den beiden H8147 Höfen H2691 des Hauses H1004 des HERRN H3068 gemacht H6213 hatte, riss H5422 der König H4428 nieder (H5422) und zertrümmerte H7323:2 siei, und er warf H7993 ihren Staub H6083 in H413 das Tal H5158 Kidron H6939. Und der König H4428 verunreinigte H2930 die Höhen H1116, die H834 vor H6440j Jerusalem H3389 waren, rechts H3225 vom Berg H2022 des Verderbens H4889, die H834 Salomo H8010, der König H4428 von Israel H3478, der Astoret H6253, dem Scheusal H8251 der Sidonier H6722, und Kamos H3645, dem Scheusal H8251 Moabs H4124, und Milkom H4445, dem Gräuel H8441 der Kinder H1121 Ammon H5983, gebaut H1129 hatte. Und er zerschlug H7665 die Bildsäulen H4676 und hieb H3772 die Ascherim H842 um (H3772) und füllte H4390 ihre Stätte H4725 mit Menschengebeinen H120+H6106.

Und auch H1571 den Altar H4196, der H834 in Bethel H1008 war, die Höhe H1116, die H834 Jerobeam H3379, der Sohn H1121 Nebats H5028, gemacht H6213 hatte, der H834 Israel H3478 zu sündigen H2398 veranlasste (H2398), auch H1571 diesen H1931 Altar H4196 und die Höhe H1116 riss H5422 er nieder (H5422); und er verbrannte H8313 die Höhe H1116, zermalmte H1854 sie zu Staub H6083 und verbrannte H8313 die Aschera H842. Und als Josia H2977 sich umwandte H6437 und die Gräber H6913 sah H7200, die H834 dort H8033 in dem Berg H2022 waren, da sandte H7971 er hin (H7971) und ließ die Gebeine H6106 aus H4480 den Gräbern H6913 holen H3947 und verbrannte H8313 sie auf H5921 dem Altar H4196 und verunreinigte H2930 ihn, nach dem Wort H1697 des HERRN H3068, das H834 der Mann H376 Gottes H430 ausgerufen H7121 hatte, der H834 diese H428 Dinge H1697 ausrief H7121.k Und er sprach H559:1: Was H4100 ist das dort H1975 für ein Mal H6725, das H834 ich H589 sehe H7200? Und die Leute H376 der Stadt H5892:1 sprachen H559:1 zu H413 ihm: Es ist das Grab H6913 des Mannes H376 Gottes H430, der H834 von Juda H3063 gekommen H935 ist und diese H428 Dinge H1697 ausgerufen H7121 hat, die H834 du gegen H5921 den Altar H4196 von Bethel H1008 getan H6213 hast. Und er sprach H559:1: Lasst (H5117) ihn liegen H5117, niemand H376+H408 beunruhige H5128 seine Gebeine H6106! Und so retteten H4422 sie seine Gebeine H6106 samt H854 den Gebeinen H6106 des Propheten H5030, der H834 von Samaria H8111 gekommen H935 war.

Und auch H1571 alle H3605 Höhenhäuser H1004+H1116, die H834 in den Städten H5892:1 Samarias H8111 waren, die H834 die Könige H4428 von Israel H3478 gemacht H6213 hatten, um den HERRN zu reizen H3707, tat H5493 Josia H2977 weg (H5493); und er verfuhr H6213 mit H1992 ihnen H1992 ebenso H3605+H4639, wie H834 er in Bethel H1008 verfahren H6213 war. Und er schlachtete H2076 alle H3605 Priester H3548 der Höhen H1116, die H834 dort H8033 waren, auf H5921 den Altären H4196 und verbrannte H8313 Menschengebeine H120+H6106 darauf H5921. Und er kehrte H7725 nach Jerusalem H3389 zurück (H7725).

Und der König H4428 gebot H6680 dem ganzen H3605 Volk H5971 und sprach H559:1: Feiert H6213 dem HERRN H3068, eurem Gott H430, Passah H6453, wie in H5921 diesem H2088 Buch H5612 des Bundes H1285 geschrieben H3789 steht (H3789). Denn H3588 es war kein H3808 solches H2088 Passah H6453 gefeiert H6213 worden wie dieses H2088, von den Tagen H3117 der Richter H8199 an, die H834 Israel H3478 gerichtet H8199 haben, und alle H3605 Tage H3117 der Könige H4428 von Israel H3478 und der Könige H4428 von Juda H3063; sondern H518+H3588 im achtzehnten H9612 Jahr H8141 des Königs H4428 Josia H2977 wurde dem HERRN H3068 dieses H2088 Passah H6453 in Jerusalem H3389 gefeiert H6213.

Und auch H1571 die Totenbeschwörer H178 und die Wahrsager H3049 und die Teraphim H8655 und die Götzen H1544 und alle H3605 Scheusale H8251, die H834 im Land H776 Juda H3063 und in Jerusalem H3389 gesehen H7200 wurden, schaffte H1197:1 Josia H2977 weg (H1197:1), um H4616 die Worte H1697 des Gesetzes H8451 auszuführen H6965, die in H5921 dem Buch H5612 geschrieben H3789 standen (H3789), das H834 der Priester H3548 Hilkija H2518 im Haus H1004 des HERRN H3068 gefunden H4672 hatte.

Und vor H6440 ihm ist seinesgleichen H3644 kein H3808 König H4428 gewesen H1961, der H834 zu H413 dem HERRN H3068 umgekehrt H7725 wäre mit seinem ganzen H3605 Herzen H3824 und mit seiner ganzen H3605 Seele H5315 und mit seiner ganzen H3605 Kraft H3966, nach allem H3605 Gesetz H8451 Moses H4872; und nach H310 ihm ist seinesgleichen H3644 nicht H3808 aufgestanden H6965. Doch H389 kehrte H7725 der HERR H3068 nicht H3808 um (H7725) von der großen H1419 Glut H2740 seines Zorns H639, womit H834 sein Zorn H639 gegen Juda H3063 entbrannt H2734 war, wegen H5921 all H3605 der Reizungen H3708, mit H834 denen (H834) Manasse H4519 ihn gereizt H3707 hatte. Und der HERR H3068 sprach H559:1: Auch H1571 Juda H3063 will ich vor H5921 meinem Angesicht H6440 wegtun H5493, wie H834 ich Israel H3478 weggetan H5493 habe; und ich will diese H2063 Stadt H5892:1 verwerfen H3988, die H834 ich erwählt H977:1 habe, Jerusalem H3389, und das Haus H1004, von H834 dem (H834) ich gesagt H559:1 habe: Mein Name H8034 soll dort H8033 sein H1961!

Und das Übrige H3499:1 der Geschichte H1697 Josias H2977 und alles H3605, was H834 er getan H6213 hat, ist das H1992 nicht H3808 geschrieben H3789 im H5921 Buch H5612 der Chroniken H1697+H3117 der Könige H4428 von Juda H3063?

In seinen Tagen H3117 zog H5927 der Pharao H6547 Neko H5224, der König H4428 von Ägypten H4714, gegen H5921 den König H4428 von Assyrien H804 hinauf (H5927), an H5921 den Strom H5104 Euphrat H6578. Und der König H4428 Josia H2977 zog H1980 ihm entgegen H7125; aber Nekol tötete H4191 ihn in Megiddo H4023, sowie er ihn sah H7200. Und seine Knechte H5650 fuhren H7392 ihn tot H4191 von Megiddo H4023 weg (H7392) und brachten H935 ihn nach Jerusalem H3389; und sie begruben H6912 ihn in seinem Begräbnis H6900. Undm das Volk H5971 des Landes H776 nahm H3947 Joahas H3059, den Sohn H1121 Josias H2977, und sie salbten H4886 ihn und machten (H4427) ihn zum (H4427) König H4427 an seines Vaters H1 statt H8478.

Dreiundzwanzig H9616 Jahre H8141 war Joahas H3059 alt H1121, als er König H4427 wurde (H4427), und er regierte H4427 drei H7969 Monate H2320 in Jerusalem H3389; und der Name H8034 seiner Mutter H517 war Hamutal H2537, die Tochter H1323 Jeremias H3414, von Libna H3841. Und er tat H6213, was böse H7451 war in den Augen H5869 des HERRN H3068, nach allem H3605, was H834 seine Väter H1 getan H6213 hatten. Und der Pharao H6547 Neko H5224 setzte (H631) ihn gefangen H631 in Ribla H7247 im Land H776 Hamat H2574, damit er nicht mehr König H4427 wäre (H4427)n in Jerusalem H3389; und er legte H5414 dem Land H776 eine Buße H6066 von hundert H3967 Talenten H3603 Silber H3701 und einem Talent H3603 Gold H2091 auf H5921. Und der Pharao H6547 Neko H5224 machte (H4427) Eljakim H471, den Sohn H1121 Josias H2977, zum (H4427) König H4427 an Josias H2977, seines Vaters H1, statt H8478 und änderte H5437 seinen Namen H8034 in Jojakim H3079; Joahas H3059 aber nahm H3947 er mit (H3947), und er kam H935 nach Ägypten H4714 und starb H4191 dort H8033. Und Jojakim H3079 gab H5414 das Silber H3701 und das Gold H2091 dem Pharao H6547; doch H389 schätzte H6186 er das Land H776, um das Geld H3701 nach H5921 dem Befehl H6310 des Pharaos H6547 zu geben H5414: Vom Volk H5971 des Landes H776, von jedem H376 nach seiner Schätzung H6187, trieb H5065 er das Silber H3701 und das Gold H2091 ein (H5065), um es dem Pharao H6547 Neko H5224 zu geben H5414.

Fünfundzwanzig H9618o Jahre H8141 war Jojakim H3079 alt H1121, als er König H4427 wurde (H4427), und er regierte H4427 elf H9605 Jahre H8141 in Jerusalem H3389; und der Name H8034 seiner Mutter H517 war Sebudda H2080p, die Tochter H1323 Pedajas H6305, von H4480 Ruma H7316. Und er tat H6213, was böse H7451 war in den Augen H5869 des HERRN H3068, nach allem H3605, was H834 seine Väter H1 getan H6213 hatten.

Fußnoten

  1. O. er.
  2. O. an der Säule.
  3. O. den Sternbildern.
  4. D. s. männliche Prostituierte, deren Dienst kanaanitischen Gottheiten geweiht war.
  5. W. Häuser H1004 (wahrsch. Zelttempel; vgl. Hesekiel 16,16).
  6. O. gingen … nicht hinauf zu dem Altar.
  7. Wahrsch. Brandstätte, viell. Gespei, daher auch: Gräuelstätte.
  8. Wahrsch. ein an der Westseite des äußeren Tempelvorhofs gelegener Anbau.
  9. W. zertrümmerte sie von dort H8033 weg.
  10. D. h. östlich von.
  11. Siehe 1. Könige 13,2.
  12. W. er.
  13. Siehe 2. Chronika 36,1.
  14. N. a. L. während er König war.
  15. Siehe 2. Chronika 36,5.
  16. N. a. L. Sebidda.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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