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2. Könige 62. Kön 6

Und die Söhne H1121 der Propheten H5030 sprachen H559:1 zu H413 Elisa H477: Sieh H2009 doch H4994, der Ort H4725, wo H834+H8033 wir H587 vor H6440 dir wohnen H3427, ist uns zu eng H6862:1; lass uns doch H4994 an den Jordan H3383 gehen H1980 und von dort H8033 jeder H376 einen H259 Balken H6982 holen H3947 und uns dort H8033 einen Ort H4725 herrichten H6213, um dort H8033 zu wohnen H3427. Und er sprach H559:1: Geht H1980 hin (H1980). Und einer H259 sprach H559:1: Lass H2974 es dir doch H4994 gefallen H2974 und geh H1980 mit H854 deinen Knechten H5650! Und er sprach H559:1: Ich H589 will mitgehen H1980. Und er ging H1980 mit H854 ihnen; und sie kamen H935 an den Jordan H3383 und hieben H1504 die Bäume H6086 um (H1504). Es geschah H1961 aber, als einer H259 einen Balken H6982 fällte H5307, da fiel H5307 das Eisen H1270 ins H413 Wasser H4325; und er schrie H6817 und sprach H559:1: Ach H162, mein Herr H113! Und es H1931 war geliehen H7592! Und der Mann H376 Gottes H430 sprach H559:1: Wohin H575 ist es gefallen H5307? Und er zeigte H7200 ihm die Stelle H4725; da schnitt H7094 er ein Holz H6086 ab (H7094) und warf H7993 es hinein H8033 und brachte (H6687) das Eisen H1270 zum (H6687) Schwimmen H6687. Und er sprach H559:1: Hol H7311 es dir herauf (H7311). Und er streckte H7971 seine Hand H3027 aus (H7971) und nahm H3947 es.

Und der König H4428 von Syrien H758 führte (H3898:1) Krieg H3898:1 gegen Israel H3478; und er beriet H3289 sich mit H413 seinen Knechten H5650 und sprach H559:1: An H413 dem H492+H6423 und H492+H6423 dem H492+H6423 Ort H4725 soll mein Lager H8466 sein (H8466). Da sandte H7971 der Mann H376 Gottes H430 zum H413 König H4428 von Israel H3478 und ließ ihm sagen H559:1: Hüte H8104 dich, an diesem H2088 Ort H4725 vorbeizuziehen H5674; denn H3588 dort H8033 kommen H5185 die Syrer H758 herab (H5185). Und der König H4428 von Israel H3478 sandte H7971 an H413 den Ort H4725, den H834 der Mann H376 Gottes H430 ihm gesagt H559:1 und vor dem er ihn gewarnt H2094 hatte, und er nahm H8104 sich dort H8033 in (H8104) Acht (H8104); und das geschah nicht H3808 einmal H259 und nicht H3808 zweimal H8147. Da wurde das Herz H3820 des Königs H4428 von Syrien H758 über H5921 diese H2088 Sache H1697 beunruhigt H5590; und er rief H7121 seine Knechte H5650 und sprach H559:1 zu H413 ihnen: Könnt ihr mir nicht H3808 kundtun H5046, wer H4310 von den Unsrigen H7945 für H413 den König H4428 von Israel H3478 ist? Und einer H259 von seinen Knechten H5650 sprach H559:1: Nicht H3808 doch, mein Herr H113 König H4428; sondern H3588 Elisa H477, der Prophet H5030, der H834 in Israel H3478 ist, tut H5046 dem König H4428 von Israel H3478 die Worte H1697 kund H5046, die du in deinem Schlafgemach H2315+H4904 redest H1696. Da sprach H559:1 er: Geht H1980 hin (H1980) und seht H2009, wo H351 er ist; und ich werde hinsenden H7971 und ihn holen H3947. Und es wurde ihm berichtet H5046 und gesagt H559:1: Siehe H2009, er ist in Dothan H1886.

Da sandte H7971 er Pferde H5483:1 und Wagen H7393 dorthin H8033 und ein starkes H3515 Heer H2428; und sie kamen H935 bei Nacht H3915 und umzingelten H5362 die Stadt H5892:1. Und als der Diener H8334 des Mannes H376 Gottes H430 früh H7925 aufstand H6965 und hinaustrat H3318siehe H2009, ein Heer H2428 umringte H5437 die Stadt H5892:1, und Pferde H5483:1 und Wagen H7393. Und sein Knabe H5288 sprach H559:1 zu H413 ihm: Ach H162, mein Herr H113! Was H349a sollen wir tun H6213? Aber er sprach H559:1: Fürchte H3372 dich nicht H408! Denn H3588 mehr H7227 sind die, die H834 bei H854 uns, als die H834 bei H854 ihnen sind. Und Elisa H477 betete H6419:1 und sprach H559:1: HERR H3068, tu H6491 doch H4994 seine Augen H5869 auf (H6491), dass H3588 er sehe H7200! Da tat H6491 der HERR H3068 die Augen H5869 des Knaben H5288 auf (H6491); und er sah H7200: Und siehe H2009, der Berg H2022 war (H4390) voll H4390 feuriger H784 Pferde H5483:1 und Wagen H7393, rings H5439 um (H5439) Elisa H477 her (H5439).

Und sie kamen H3381 zu H413 ihm herab (H3381); und Elisa H477 betete H6419:1 zu H413 dem HERRN H3068 und sprach H559:1: Schlage H5221 doch H4994 dieses H2088 Volk H1471b mit Blindheit H5575! Und er schlug H5221 sie mit Blindheit H5575 nach dem Wort H1697 Elisas H477. Und Elisa H477 sprach H559:1 zu H413 ihnen: Dies H2088 ist nicht H3808 der Weg H1870, und dies nicht H3808 die Stadt H5892:1; folgt H1980+H310 mir (H1980+H310), und ich werde euch zu H413 dem Mann H376 führen H1980, den H834 ihr sucht H1245. Und er führte H1980 sie nach Samaria H8111. Und es geschah H1961, als sie nach Samaria H8111 gekommen H935 waren, da sprach H559:1 Elisa H477: HERR H3068, tu H6491 diesen H428 die Augen H5869 auf (H6491), dass sie sehen H7200! Da tat H6491 der HERR H3068 ihnen die Augen H5869 auf (H6491); und sie sahen H7200: Und siehe H2009, sie waren mitten H8432 in (H8432) Samaria H8111. Und der König H4428 von Israel H3478 sprach H559:1 zu H413 Elisa H477, als er sie sah H7200: Soll ich schlagen H5221, soll ich schlagen H5221, mein Vater H1? Aber er sprach H559:1: Du sollst nicht H3808 schlagen H5221. Würdest du die schlagen H5221, die H834 du H859 mit deinem Schwert H2719:1 und mit deinem Bogen H7198 gefangen H7617 genommen (H7617) hast? Setze H7760 ihnen Brot H3899 und Wasser H4325 vor H6440, damit sie essen H398 und trinken H8354 und dann zu H413 ihrem Herrn H113 ziehen H1980. Und er bereitete H3739 ihnen H1992 ein großes H1419 Mahl H3740, und sie aßen H398 und tranken H8354; und er entließ H7971 sie, und sie zogen H1980 zu H413 ihrem Herrn H113. Und die Streifscharen H1416 der Syrer H758 kamen H935 seitdem H5750 nicht H3808 mehr H3254 in das Land H776 Israel H3478.

Und es geschah H1961 danach H310+H3651:1, da versammelte H6908 Ben-Hadad H1130, der König H4428 von Syrien H758, sein ganzes H3605 Heer H4264 und zog H5927 herauf (H5927) und belagerte H6696 Samaria H8111. Und es entstand H1961 eine große H1419 Hungersnot H7458 in Samaria H8111; und siehe H2009, sie belagerten H6696 es, bis H5704 ein Eselskopf H2543+H7218 achtzig H8084 Sekel Silber H3701 und ein viertel H7255 Kab H6894 Taubenmist H2755 fünf H2568 Sekel Silber H3701 wert war H1961. Und es geschah H1961, als der König H4428 von Israel H3478 auf H5921 der Mauer H2346 umherging H5674, da schrie H6817 eine Frau H802 zu H413 ihm und sprach H559:1: Hilf H3467, mein Herr H113 König H4428! Aber er sprach H559:1: Hilft H3467 dir der HERR H3068 nicht H408, woher H370 sollte ich dir helfen H3467? Von H4480 der Tenne H1637 oder H176 von H4480 der Kelter H3342? Und der König H4428 sprach H559:1 zu H413 ihr: Was H4100 hast du? Und sie sprach H559:1: Diese H2063 Frau H802 da hat zu H413 mir H589 gesagt H559:1: Gib H5414 deinen Sohn H1121 her, dass H3588 wir ihn heute H3117 essen H398; und meinen Sohn H1121 wollen wir morgen H4279 essen H398. Und so kochten H1310 wir meinen Sohn H1121 und aßen H398 ihn. Und ich sprach H559:1 zu H413 ihr am nächsten H312 Tag H3117: Gib H5414 deinen Sohn H1121 her, dass H3588 wir ihn essen H398! Aber sie hat ihren Sohn H1121 versteckt H2244. Und es geschah H1961, als der König H4428 die Worte H1697 der Frau H802 hörte H8085, da zerriss H7167 er H1931 seine Kleider H899, während er auf H5921 der Mauer H2346 umherging H5674; und das Volk H5971 sah H7200, und siehe H2009, er trug Sacktuch H8242 darunter H1004 auf H5921 seinem Leib H1320. Und er sprach H559:1: So H3541 soll mir Gott H430 tun H6213 und so H3541 hinzufügen H3254, wenn H518 der Kopf H7218 Elisas H477, des Sohnes H1121 Saphats H8202, heute H3117 auf H5921 ihm bleibt H5975!

Und Elisa H477 saß H3427 in seinem Haus H1004, und die Ältesten H2205 saßen H3427 bei H854 ihm. Und der Königc sandte H7971 einen Mann H376 vor H6440 sich her. Bevor H2962 der Bote H4397 zu H413 ihm kam H935, sprach H559:1 er H1931 aber zu H413 den Ältesten H2205: Habt ihr gesehen H7200, dass H3588 dieser H2088 Mördersohn H1121+H7523 hergesandt H7971 hat, um mir den Kopf H7218 wegzunehmen H5493? Gebt H7200 acht (H7200), sobald der Bote H4397 kommt H935, verschließt H5462 die Tür H1817 und drängt H3905 ihn mit der Tür H1817 weg (H3905)! Ist nicht H3808 der Schall H6963 der Tritte H7272 seines Herrn H113 hinter H310 ihm? Noch H5750 redete H1696 er mit H5973 ihnen, siehe H2009, da kam H3381 der Bote H4397 zu H413 ihm herab (H3381); und erd sprach H559:1: Siehe H2009, dieses H2063 Unglück H7451 ist von H854 dem HERRN H3068; was H4100 soll ich noch H5750 auf den HERRN H3068 harren H3176?

Fußnoten

  1. Eig. Wie.
  2. Sonst mit „Nation“ übersetzt.
  3. W. er.
  4. D. h. wahrsch.: der König.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
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1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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