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Apostelgeschichte 21Apg 21

Als G5613 es aber G1161 geschah G1096, dass wir abfuhren G321, nachdem wir G2248 uns von G575 ihnen G846 losgerissen G645 hatten, kamen G2064 wir geradewegs G2113 nach G1519 Kos G2972, am G3588 folgenden G1836 Tag aber G1161 nach G1519 Rhodos G4499 und G2547 von G2547 dort G2547 nach G1519 Patara G3959. Und G2532 als wir ein Schiff G4143 fanden G2147, das nach G1519 Phönizien G5403 übersetzte G1276, stiegen G1910 wir ein (G1910) und fuhren G321 ab (G321). Wir sichteten G398 aber G1161 Zypern G2954, ließen (G2641) es G846 links G2176 liegen G2641, segelten G4126 nach G1519 Syrien G4947 und G2532 legten G2718 in G1519 Tyrus G5184 an (G2718), denn G1063 dort G1566 hatte G1510 das G3588 Schiff G4143 die G3588 Ladung G1117 abzuliefern G670. Als wir aber G1161 die G3588 Jünger G3101 gefunden G429 hatten, blieben G1961 wir dort G847 sieben G2033 Tage G2250; diese G3748 sagten G3004 dem G3588 Paulus G3972 durch G1223 den G3588 Geist G4151, er solle nicht G3361 nach G1519 Jerusalem G2414 hinaufgehen G1910. Als es aber G1161 geschah G1096, dass G3753 wir G2248 die G3588 Tage G2250 vollendet G1822 hatten, zogen G1831 wir fort (G1831) und reisten G4198 weiter (G4198); und sie alle G3956 geleiteten G4311 uns G2248 mit G4862 Frauen G1135 und G2532 Kindern G5043 bis G2193 außerhalb G1854 der G3588 Stadt G4172; und G2532 wir knieten G1119+G5087 am G1909+G3588 Strand G123 nieder (G1119+G5087) und beteten G4336. Und als wir voneinander G240 Abschied G6110 NA /G782 TR genommen (G6110 NA) /(G782 TR) hatten, stiegen G305 wir in G1519 das G3588 Schiff G4143, jene G1565 aber G1161 kehrten G5290 nach G1519 Hause G3588+G2398 zurück (G5290).

Als wir G2249 aber G1161 die G3588 Fahrt G4144 von G575 Tyrus G5184 aus vollendet G1274 hatten, gelangten G2658 wir nach G1519 Ptolemais G4424; und G2532 wir begrüßten G782 die G3588 Brüder G80 und blieben G3306 einen G1520 Tag G2250 bei G3844 ihnen G846. Am G3588 folgenden G1887 Tag (G1887) aber G1161 zogen G1831 wir fort (G1831) und kamen G2064 nach G1519 Cäsarea G2542; und G2532 wir gingen G1525 in G1519 das G3588 Haus G3624 des Philippus G5376, des G3588 Evangelisten G2099, der einer von G1537 den G3588 Sieben G2033b war G1510, und blieben G3306 bei G3844 ihm G846. Dieser G5129 aber G1161 hatte G1510 vier G5064 Töchter G2364, Jungfrauen G3933, die weissagten G4395. Als wir aber G1161 mehrere G4119 Tage G2250 blieben G1961, kam G2718 ein gewisser G5100 Prophet G4396, mit Namen G3686 Agabus G13, von G575 Judäa G2449 herab (G2718). Und G2532 er kam G2064 zu G4314 uns G2248 und G2532 nahm G142 den G3588 Gürtel G2223 des G3588 Paulus G3972 und band G1210 sich G1438 die G3588 Füße G4228 und G2532 die G3588 Hände G5495 und sprach G3004: Dies G3592 sagt G3004 der G3588 Heilige G40 Geist G4151: Den G3588 Mann G435, dem G3739 dieser G3778 Gürtel G2223 gehört G1510, werden die G3588 Juden G2453 in G1722 Jerusalem G2419 so G3779 binden G1210 und G2532 in G1519 die Hände G5495 der Nationen G1484 überliefern G3860. Als G5613 wir aber G1161 dies G5023 hörten G191, baten G3870 sowohl G5037 wir G2249 als G2532 auch G2532 die G3588 Einheimischen G1786 ihn G846, nicht G3361 nach G1519 Jerusalem G2419 hinaufzugehen G305. Da G5119 antwortete G611 Paulus G3972: Was G5101 macht G4160 ihr, dass ihr weint G2799 und G2532 mir G3450 das G3588 Herz G2588 brecht G4919? Denn G1063 ich G1473 bin G2192 bereit G2093, nicht G3756 nur G3440 gebunden G1210 zu werden, sondern G235 auch G2532 in G1519 Jerusalem G2419 für G5228 den G3588 Namen G3686 des G3588 Herrn G2962 Jesus G2424 zu sterben G599. Als er sich (G3982) aber G1161 nicht G3361 überreden G3982 ließ (G3982), wurden (G2270) wir G846 still G2270 und sprachen G3004: Der G3588 Wille G2307 des G3588 Herrn G2962 geschehe G1096!

Nach G3326 diesen G3778 Tagen G2250 aber G1161 machten (G6143 NA) /(G643 TR) wir uns bereit G6143 NA /G643 TR und gingen G305 hinauf (G305) nach G1519 Jerusalem G2414. Es gingen G4905 aber G1161 auch G2532 einige der G3588 Jünger G3101 von G575 Cäsarea G2542 mit G4862 uns G2254 und brachten G71 einen gewissen G5100 Mnason G3416 mit G3844, einen Zyprier G2953c, einen alten G744d Jünger G3101, bei dem G3739 wir zu (G3579) Gast G3579 sein (G3579) sollten. Als wir G2257 aber G1161 in G1519 Jerusalem G2414 angekommen G1096 waren, nahmen G588 uns G2248 die G3588 Brüder G80 freudig G780 auf (G588).

Am G3588 folgenden G1966 Tag aber G1161 ging G1524 Paulus G3972 mit G4862 uns G2254 zu G4314 Jakobus G2385, und G5037 alle G3956 Ältesten G4245 kamen G3854 dahin (G3854). Und G2532 als er sie G846 begrüßt G782 hatte, erzählte G1834 er eins G1520 nach G2596 dem anderen G1538, was G3739 Gott G2316 unter G1722 den G3588 Nationen G1484 durch G1223 seinen G846 Dienst G1248 getan G4160 hatte. Sie G3588 aber G1161, als sie es gehört G191 hatten, verherrlichten G1392 Gott G2316 und G5037 sprachen G3004 zu ihm G846: Du siehst G2334, Bruder G80, wie (G4214) viele G4214 Tausende G3461 es unter G1722 den G3739 Juden G2453 gibt G1510, die G3588 gläubig G4100 geworden (G4100) sind, und G2532 alle G3956 sind G5225 Eiferer G2207 für das G3588 Gesetz G3551. Es ist ihnen aber G1161 über G4012 dich G4675 berichtet G2727 worden, dass G3754 du alle G3956 Juden G2453, die G3588 unter G2596 den G3588 Nationen G1484 sind, Abfall G646 von G575 Mose G3475 lehrst G1321 und sagst G3004, sie G846 sollen die G3588 Kinder G5043 nicht G3361 beschneiden G4059 noch G3366 nach den G3588 Gebräuchen G1485 wandeln G4043. Was G5101 ist G1510 nun G3767? Jedenfalls G3843 ⌜muss G1163 eine Menge G4128 zusammenkommen G4905, denn G1063⌝ sie werden hören G191, dass G3754 du gekommen G2064 bist. Tu G4160 nun G3767 dies G5124, was G3739 wir G2254 dir G4671 sagen G3004: Wir haben G1510 vier G5064 Männer G435, die ein Gelübde G2171 auf G1909 sich G1438 haben G2192. Diese G5128 nimm G3880 zu (G3880) dir (G3880), reinige G48 dich (G48) mit G4862 ihnen G846 und G2532 trage G1159 die (G1159) Kosten G1159 für G1909 sie G846, damit G2443 sie sich das G3588 Haupt G2776 scheren G3587 lassen können; und G2532 alle G3956 werden erkennen G1097, dass G3754 nichts G3762 an dem ist G1510, was G3739 ihnen über G4012 dich G4675 berichtet G2727 worden ist, sondern G235 dass auch G2532 du selbst G846 in der Beachtung G5442 des G3588 Gesetzes G3551 wandelst G4748. In (G4012) Bezug G4012 auf (G4012) die G3588 Gläubigen G4100 aus den Nationen G1484 aber G1161 haben wir G2249 geschrieben G1989 und verfügt G2919, ⌜dass sie G846 nichts G3367 dergleichen G5108 halten G5083 sollen als G1487 nur G3361,⌝ dass sie G846 sich (G5442) sowohl G5037 vor dem G3588 Götzenopfer G1494 als G2532 auch G2532 vor Blut G129 und G2532 Ersticktem G4156 und G2532 Hurerei G4202 bewahren G5442. Dann G5119 nahm G3880 Paulus G3972 die G3588 Männer G435 zu (G3880) sich (G3880), und nachdem er sich (G48) am G3588 folgenden G2192 Tag G2250 gereinigt G48 hatte, ging G1524 er mit G4862 ihnen G846 in G1519 den G3588 Tempel G2411e und kündigte G1229 die G3588 Erfüllung G1604 der G3588 Tage G2250 der G3588 Reinigung G49 an (G1229), bis G2193 für G5228 einen G1520 jeden G1538 von ihnen G846 das G3588 Opfer G4376 dargebracht G4374 war.

Als G5613 aber G1161 die G3588 sieben G2033 Tage G2250 beinahe G3195 vollendet G4931 waren, sahen G2300 ihn G846 die G3588 Juden G2453 aus G575 Asien G773 im G1722+G3588 Tempel G2411, brachten (G4797) die G3588 ganze G3956 Volksmenge G3793 in (G4797) Erregung G4797 und G2532 legten G1911 die G3588 Hände G5495 an G1909 ihn G846 und schrien G2896: Männer G435 von (G2475) Israel G2475, helft G997! Dies G3778 ist G1510 der G3588 Mensch G444, der G3588 alle G3956 überall G6186 NA /G3837 TR belehrt G1321 gegen G2596 das G3588 Volk G2992 und G2532 das G3588 Gesetz G3551 und G2532 diese G5127 Stätte G5117; und G5037 zudem G2089 hat er auch G2532 Griechen G1672 in G1519 den G3588 Tempel G2411 geführt G1521 und G2532 diese G5126 heilige G40 Stätte G5117 verunreinigt G2840. Denn G1063 sie hatten G1510 vorher G4308 Trophimus G5161, den G3588 Epheser G2180, mit G4862 ihm G846 in G1722 der G3588 Stadt G4172 gesehen G4308, von dem G3739 sie meinten G3543, dass G3754 Paulus G3972 ihn in G1519 den G3588 Tempel G2411 geführt G1521 habe. Und G5037 die G3588 ganze G3650 Stadt G4172 kam (G2795) in (G2795) Bewegung G2795, und G2532 es entstand G1096 ein Volksauflauf G4890+G2992; und G2532 sie ergriffen G1949 Paulus G3972 und schleppten G1670 ihn G846 aus G1854 dem G3588 Tempel G2411, und G2532 sogleich G2112 wurden die G3588 Türen G2374 geschlossen G2808. Und G5037 während sie ihn G846 zu töten G615 suchten G2212, kam G305 an den G3588 Obersten G5506 der G3588 Schar G4686 die Meldung G5334, dass G3754 ganz G3650 Jerusalem G2419 in (G4797) Erregung G4797 sei (G4797); der G3739 nahm G3880 sofort G1824 Soldaten G4757 und G2532 Hauptleute G1543 mit (G3880) und lief G2701 zu G1909 ihnen G846 hinab (G2701). Als G3588 sie aber G1161 den G3588 Obersten G5506 und G2532 die G3588 Soldaten G4757 sahen G1492, hörten G3973 sie auf (G3973), Paulus G3972 zu schlagen G5180. Dann G5119 näherte G1448 sich (G1448) der G3588 Oberste G5506, ergriff G1949 ihn und G2532 befahl G2753, ihn G846 mit zwei G1417 Ketten G254 zu binden G1210, und G2532 erkundigte G4441 sich (G4441), wer G5101 er sei G1510 und G2532 was G5101 er getan G4160 habe G1510. Die einen G243 in G1722 der G3588 Volksmenge G3793 aber G1161 riefen G2019 dieses G5100, die anderen G243 jenes; da er G846 aber G1161 wegen G1223 des G3588 Tumults G2351 nichts G3361 Gewisses G804 erfahren G1097 konnte G1410, befahl G2753 er, ihn G846 in G1519 das G3588 Lager G3925 zu führen G71. Als G3753 er aber G1161 an G1909 die G3588 Stufen G304 kam G1096, geschah G4819 es, dass er G846 wegen G1223 der G3588 Gewalttätigkeit G970 der G3588 Volksmenge G3793 von G5259 den G3588 Soldaten G4757 getragen G941 wurde; denn G1063 die G3588 Menge G4128 des G3588 Volkes G2992 folgte G190 und schrie G2896: Weg G142 mit ihm G846! Und G5037 als Paulus G3972 eben in G1519 das G3588 Lager G3925 hineingebracht G1521 werden sollte G3195, spricht G3004 er zu dem G3588 Obersten G5506: Ist (G1487) es G1487 mir G3427 erlaubt G1832, dir G4571 etwas G5100 zu G4314 sagen G3004? Er G3588 aber G1161 sprach G5346: Verstehst G1097 du Griechisch G1676? Du G4771 bist G1510 also G686 nicht G3756 der G3588 Ägypter G124, der G3588 vor G4253 diesen G5130 Tagen G2250 eine Empörung G387 gemacht (G387) und G2532 die G3588 viertausend G5070 Mann G435 Sikarier G4607f in G1519 die G3588 Wüste G2048 hinausgeführt G1806 hat? Paulus G3972 aber G1161 sprach G3004: Ich G1473 bin G3303+G1510 ein jüdischer G2453 Mann G444 aus Tarsus G5018 in G3588 Zilizien G2791 – Bürger G4177 einer nicht G3756 unbedeutenden G767 Stadt G4172. Ich bitte G1189 dich G4675 aber G1161, erlaube G2010 mir G3427, zu G4314 dem G3588 Volk G2992 zu reden G2980. Als er G846 es aber G1161 erlaubt G2010 hatte, winkte G2678 Paulus G3972, auf G1909 den G3588 Stufen G304 stehend G2476, dem G3588 Volk G2992 mit der G3588 Hand G5495; nachdem aber G1161 eine große G4183 Stille G4602 eingetreten G1096 war, redete G4377 er sie in G3588 hebräischer G1446 Mundart G1258 an (G4377) und sprach G3004:

Fußnoten

  1. W. Taten (o. Handlungen) der Apostel.
  2. Siehe Kapitel 6,3.
  3. O. brachten uns zu einem gewissen Mnason, einem Zyprier.
  4. O. frühen (d. h. aus der Anfangszeit).
  5. O. sich am folgenden Tag mit ihnen gereinigt hatte, ging er in den Tempel.
  6. D. s. Dolchträger (wahrscheinlich eine gewalttätige Gruppierung).

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel ⌜ ⌝ im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln ⌜ ⌝ stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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