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Josua 10Jos 10

1 Und es geschah H1961, als Adoni-Zedek H139, der König H4428 von Jerusalem H3389, hörte H8085, dass H3588 Josua H3091 Ai H5857 eingenommen H3920 und vertilgt H2763:1 hatte, dass H3588 er Ai H5857 und seinem König H4428 ebenso H3651:1 getan H6213 hatte, wie er Jericho H3405 und seinem König H4428 getan H6213 hatte, und dass H3588 die Bewohner H3427 von Gibeon H1391 Frieden H7999 mit H854 Israel H3478 gemacht H7999 hatten und in H7130 ihrer Mitte H7130 waren H1961, 2 da fürchteten H3372 sie sich sehr H3966; denn H3588 Gibeon H1391 war eine große H1419 Stadt H5892:1, wie eine H259 der Königsstädte H5892:1+H4467, und es war H1931 größer H1419 als H4480 Ai H5857, und alle H3605 seine Männer H376 waren Helden H1368. 3 Und Adoni-Zedek H139, der König H4428 von Jerusalem H3389, sandte H7971 zu H413 Hoham H1944, dem König H4428 von Hebron H2275, und zu H413 Piream H6502, dem König H4428 von Jarmut H3412, und zu H413 Japhija H3309, dem König H4428 von Lachis H3923, und zu H413 Debir H1688, dem König H4428 von Eglon H5700, und ließ ihnen sagen H559:1: 4 Kommt H5927 zu H413 mir H589 herauf (H5927) und helft H5826 mir, dass wir Gibeon H1391 schlagen H5221; denn H3588 es hat mit H854 Josua H3091 und mit den Kindern H1121 Israel H3478 Frieden H7999 gemacht (H7999)! 5 Da versammelten H622 sich die fünf H2568 Könige H4428 der Amoriter H567 und zogen H5927 herauf (H5927): der König H4428 von Jerusalem H3389, der König H4428 von Hebron H2275, der König H4428 von Jarmut H3412, der König H4428 von Lachis H3923, der König H4428 von Eglon H5700, sie und alle H3605 ihre Lager H4264; und sie belagerten H2583 Gibeon H1391 und bekämpften H3898:1 es. 6 Und die Männer H376 von Gibeon H1391 sandten H7971 zu H413 Josua H3091 in H413 das Lager H4264 nach Gilgal H1537 und ließen ihm sagen H559:1: Zieh H7503 deine Hände H3027 nicht H408 ab (H7503) von deinen Knechten H5650; komm H5927 schnell H4120 zu H413 uns herauf H5927 und rette H5826 uns und hilf H3467 uns; denn H3588 alle Könige H4428 der Amoriter H567, die das Gebirge H2022 bewohnen H3427, haben sich gegen H413 uns versammelt H6908.

7 Und Josua H3091 zog H5927 von H4480 Gilgal H1537 hinauf (H5927), er H1931 und alles H3605 Kriegsvolk H5971+H4421 mit H5973 ihm und alle H3605 kriegstüchtigen H2428 Männer H1368. 8 Und der HERR H3068 sprach H559:1 zu H413 Josua H3091: Fürchte H3372 dich nicht H408 vor ihnen, denn H3588 ich habe sie in deine Hand H3027 gegeben H5414; kein H3808 Mann H376 von ihnen wird vor H6440 dir standhalten H5975. 9 Und Josua H3091 kam H935 plötzlich H6597 über sie; die ganze H3605 Nacht H3915 zog H5927 er von H4480 Gilgal H1537 hinauf (H5927). 10 Und der HERR H3068 verwirrte H2000 sie vor H6440 Israel H3478; und er richtete ~(H5221) eine große H1419 Niederlage ~(H4347) unter ihnen ana in Gibeon H1391 und jagte H7291 ihnen nach (H7291) auf dem Weg H1870 der Anhöhe H4609 von Beth-Horon H1032 und schlug H5221 sie bis H5704 Aseka H5825 und bis H5704 Makkeda H4719. 11 Und es geschah H1961, als sie vor H6440 Israel H3478 flohen H5127sie H1992 waren am Abhang H4174 von Beth-Horon H1032 –, da warf H7993 der HERR H3068 große H1419 Steine H68 vom Himmel H8064 auf H6440 sie herab H4174, bis H5704 Aseka H5825, dass H834 sie starben H4191. Es waren derer, die H834 durch die Hagelsteine H1259+H68 starben H4191, mehr H7227 als derer, die H834 die Kinder H1121 Israel H3478 mit dem Schwert H2719:1 töteten H2026.

12 Damals H227 redete H1696 Josua H3091 zu dem HERRN H3068, an dem Tag H3117, als der HERR H3068 die Amoriter H567 vor H6440 den Kindern H1121 Israel H3478 hingab H5414, und sprach H559:1 vor den Augen H5869 Israels H3478: Sonne H8121, steh H1826:1 still H1826:1 in Gibeon H1391, und du, Mond H3394, im Tal H6010 Ajjalon H357! 13 Und die Sonne H8121 stand H1826:1 still H1826:1, und der Mond H3394 blieb H5975 stehen H5975, bis H5704 die Nation H1471 sich an ihren Feinden H341 gerächt H5358 hatte. (Ist das H1931 nicht H3808 geschrieben H3789 im H5921 Buch H5612 Jaschar H3477?) Und die Sonne H8121 blieb H5975 mitten H2677 am Himmel H8064 stehen H5975 und eilte H213 nicht H3808 zum Untergang H935, ungefähr einen ganzen H8549 Tag H3117. 14 Und es war H1961 kein H3808 Tag H3117 wie dieser, vor H6440 ihm und nach H310 ihm, dass der HERR H3068 auf die Stimme H6963 eines Menschen H376 gehört H8085 hätte; denn H3588 der HERR H3068 kämpfte H3898:1 für Israel H3478.

15 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit H5973 ihm, kehrte H7725 in H413 das Lager H4264 nach Gilgal H1537 zurück (H7725).

16 Jene H428 fünf H2568 Könige H4428 aber flohen H5127 und versteckten H2244 sich in der Höhle H4631 bei Makkeda H4719. 17 Und es wurde Josua H3091 berichtet H5046 und gesagt H559:1: Die fünf H2568 Könige H4428 sind gefunden H4672 worden, versteckt H2244 in der Höhle H4631 bei Makkeda H4719. 18 Und Josua H3091 sprach H559:1: Wälzt H1556 große H1419 Steine H68 an H5921 den Eingang H6310 der Höhle H4631 und stellt H6485 Männer H376 davor (H6485), um sie zu bewachen H8104. 19 Ihr H859 aber, steht H5975 nicht H408 still (H5975), jagt H7291 euren Feinden H341 nach H310 und schlagt H2179 ihre Nachzügler H2179; lasst H5414 sie nicht H408 in ihre Städte H5892:1 kommen H935, denn H3588 der HERR H3068, euer Gott H430, hat sie in eure Hand H3027 gegeben H5414!

20 Und es geschah H1961, als Josua H3091 und die Kinder H1121 Israel H3478 geendet H3615 hatten, eine sehr H3966 große H1419 Niederlage ~(H4347) unter ihnen anzurichten ~(H5221)b, bis H5704 sie aufgerieben H8552 waren (die Entronnenen H8300 von H1992 ihnen H1992 entkamen H8277 aber und kamen H935 in H413 die festen H4013 Städte H5892:1), 21 da kehrte H7725 das ganze H3605 Volk H5971 in Frieden H7965 zu H413 Josua H3091 zurück (H7725), in H413 das Lager H4264 nach Makkeda H4719; niemand H3808+H376 spitzte H2782 seine Zunge H3956 gegen H5921 die Kinder H1121 Israel H3478. 22 Und Josua H3091 sprach H559:1: Öffnet H6605:1 den Eingang H6310 der Höhle H4631 und bringt H3318 diese H428 fünf H2568 Könige H4428 aus H4480 der Höhle H4631 zu H413 mir H589 heraus (H3318)! 23 Und sie taten H6213 so H3651:1 und brachten H3318 diese H428 fünf H2568 Könige H4428 aus H4480 der Höhle H4631 zu H413 ihm heraus (H3318): den König H4428 von Jerusalem H3389, den König H4428 von Hebron H2275, den König H4428 von Jarmut H3412, den König H4428 von Lachis H3923, den König H4428 von Eglon H5700. 24 Und es geschah H1961, als sie diese H428 Könige H4428 zu H413 Josua H3091 herausgebracht H3318 hatten, da rief H7121 Josua H3091 alle H3605 Männer H376 von Israel H3478 und sprach H559:1 zu H413 den Anführern H7101 der Kriegsleute H376+H4421, die mit ihm gezogen H1980 waren: Tretet H7126 herzu (H7126), setzt H7760 eure Füße H7272 auf H5921 die Hälse H6677 dieser H428 Könige H4428! Und sie traten H7126 herzu (H7126) und setzten H7760 ihre Füße H7272 auf H5921 ihre Hälse H6677. 25 Und Josua H3091 sprach H559:1 zu ihnen: Fürchtet H3372 euch nicht H408 und erschreckt H2865 nicht H408, seid (H2388) stark H2388 und mutig H553, denn H3588 so H3602 wird der HERR H3068 allen H3605 euren Feinden H341 tun H6213, gegen die H834 ihr H859 kämpft H3898:1! 26 Und danach H310 erschlug H5221 Josua H3091 sie und tötete H4191 sie und hängte H8518 sie an H5921 fünf H2568 Bäume H6086c. Und sie hingen H8518 an H5921 den Bäumen H6086c bis H5704 zum Abend H6153. 27 Und es geschah H1961 zur Zeit H6256 des Sonnenuntergangs H935+H8121, da gebot H6680 Josua H3091, dass man sie von den Bäumen H6086c herabnehme H3381 und in H413 die Höhle H4631 werfe H7993, wo H834+H8033 sie sich versteckt H2244 hatten; und man legte H7760 große H1419 Steine H68 an H5921 den Eingang H6310 der Höhle H4631, die bis H5704 auf diesen H2088 Tag H3117 da sind.

28 Und Josua H3091 nahm H3920 an jenem Tag H3117 Makkeda H4719 ein (H3920) und schlug H5221 es mit der Schärfe H6310 des Schwertes H2719:1; und seinen König H4428, die Stadtd und alle H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren, verbannte H2763:1 er: Er ließ (H7604) keinen H3808 Entronnenen H8300 übrig H7604; und er tat H6213 dem König H4428 von Makkeda H4719, so wie er dem König H4428 von Jericho H3405 getan H6213 hatte.

29 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit H5973 ihm, zog H5674 von Makkeda H4719 nach Libna H3841 und kämpfte H3898:1 gegen H5973 Libna H3841. 30 Und der HERR H3068 gab H5414 auch H1571 diese Stadt in die Hand H3027 Israels H3478, samt seinem König H4428; und er schlug H5221 sie mit der Schärfe H6310 des Schwertes H2719:1 und alle H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren: Er ließ (H7604) keinen H3808 Entronnenen H8300 darin übrig H7604; und er tat H6213 seinem König H4428, so wie H834 er dem König H4428 von Jericho H3405 getan H6213 hatte.

31 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit H5973 ihm, zog H5674 von Libna H3841 nach Lachis H3923; und er belagerte H2583 und bekämpfte H3898:1 es. 32 Und der HERR H3068 gab H5414 Lachis H3923 in die Hand H3027 Israels H3478; und er nahm H3920 es am zweiten H8145 Tag H3117 ein (H3920) und schlug H5221 es mit der Schärfe H6310 des Schwertes H2719:1 und alle H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren, nach allem H3605, was H834 er Libna H3841 getan H6213 hatte. 33 Damals H227 zog H5927 Horam H2036, der König H4428 von Geser H1507, herauf (H5927), um Lachis H3923 zu helfen H5826; aber Josua H3091 schlug H5221 ihn und sein Volk H5971, bis H5704 ihm kein H1115 Entronnener H8300 übrig H7604 blieb (H7604).

34 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit ihm, zog H5674 von H5973 Lachis H3923 nach Eglon H5700; und sie belagerten H2583 und bekämpften H3898:1 es. 35 Und sie nahmen H3920 es an jenem Tag H3117 ein (H3920) und schlugen H5221 es mit der Schärfe H6310 des Schwertes H2719:1; und alle H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren, verbannte H2763:1 er an jenem H1931 Tag H3117, nach allem H3605, was H834 er Lachis H3923 getan H6213 hatte.

36 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit H5973 ihm, zog H5927 von H4480 Eglon H5700 nach H5921 Hebron H2275 hinauf (H5927), und sie bekämpften H3898:1 es. 37 Und sie nahmen H3920 es ein (H3920) und schlugen H5221 es mit der Schärfe H6310 des Schwertes H2719:1, samt seinem König H4428 und allen H3605 seinen Städten H5892:1 und allen H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren: Er ließ (H7604) keinen H3808 Entronnenen H8300 übrig H7604, nach allem H3605, was H834 er Eglon H5700 getan H6213 hatte; und er verbannte H2763:1 es und alle H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren.

38 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit H5973 ihm, wandte H7725 sich nach H5921 Debir H1688 und bekämpfte H3898:1 es. 39 Und er nahm H3920 es ein (H3920), samt seinem König H4428 und allen H3605 seinen Städten H5892:1, und sie schlugen H5221 sie mit der Schärfe H6310 des Schwertes H2719:1 und verbannten H2763:1 alle H3605 Seelen H5315, die H834 darin waren: Er ließ (H7604) keinen H3808 Entronnenen H8300 übrig H7604; wie H834 er Hebron H2275 getan H6213 und wie H834 er Libna H3841 und seinem König H4428 getan H6213 hatte, so H3651:1+H834 tat H6213 er Debir H1688 und seinem König H4428.

40 Und Josua H3091 schlug H5221 das ganze H3605 Land H776, das Gebirge H2022 und den Süden H5045e und die Niederung H8219 und die Abhänge H794 und alle H3605 ihre Könige H4428: Er ließ (H7604) keinen H3808 Entronnenen H8300 übrig H7604; und alles H3605, was Odem H5397 hatte, verbannte H2763:1 er, so H834 wie (H834) der HERR H3068, der Gott H430 Israels H3478, geboten H6680 hatte. 41 Und Josua H3091 schlug H5221 sie von Kades-Barnea H6947 bis H5704 Gaza H5804, und das ganze H3605 Land H776 Gosen H1657:2 bis H5704 Gibeon H1391. 42 Und alle H3605 diese H428 Könige H4428 und ihr Land H776 nahm H3920 Josua H3091 auf einmal H259+H6471; denn H3588 der HERR H3068, der Gott H430 Israels H3478, kämpfte H3898:1 für Israel H3478. 43 Und Josua H3091, und ganz H3605 Israel H3478 mit H5973 ihm, kehrte H7725 in H413 das Lager H4264 nach Gilgal H1537 zurück (H7725).

Fußnoten

  1. W. schlug H5221 sie mit einem großen Schlag H4347.
  2. W. sie mit einem sehr großen Schlag H4347 zu schlagen H5221.
  3. O. Hölzer(n).
  4. W. es.
  5. Hebr. Negev (bezeichnet den Süden Israels).

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw.Abweichend.
Ägypt.Ägyptisch.
Ähnl.Ähnlich.
Äthiop.Äthiopisch.
A. f. h.Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h.Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l.Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l.Nestle-Aland liest.
And.Andere.
Anm.Anmerkung.
Aram.Aramäisch.
ATAltes Testament.
A. ü.Andere übersetzen.
Bez.Bezeichnung.
Bzw.Beziehungsweise.
D. h.Das heißt.
D. i.Das ist.
D. s.Das sind.
Eig.Eigentlich.
E. f. h.Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l.Einige Handschriften lesen.
f., ff.folgende, -r, -s.
Griech.Griechisch.
Hebr.Hebräisch.
Kap.Kapitel.
Lat.Lateinisch.
Mas.Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h.Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l.Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L.Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml.Nämlich.
nC, n. Chr.nach Christus.
NTNeues Testament.
O.Oder.
Pers.Persisch.
Pl.Plural (Mehrzahl).
S.Siehe.
Sept.Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg.Singular (Einzahl).
so a. sp.so auch später.
U.Und.
Üb.Übersetzung(en).
V.Vers.
vC, v. Chr.vor Christus.
Vgl.Vergleiche.
Viell.Vielleicht.
W.Wörtlich.
Wahrsch.Wahrscheinlich.
Zugl.Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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