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Markus 10Mk 10

Und G2532 er machte G450 sich (G450) von G1564 dort G1564 auf (G450) und kommt G2064 in G1519 das G3588 Gebiet G3725 von G3588 Judäa G2449 und G2532 von jenseits G4008 des G3588 Jordan G2446. Und G2532 wieder G3825 kommen G4848 Volksmengen G3793 bei G4314 ihm G846 zusammen (G4848), und G2532 wie G5613 er gewohnt G1486 war (G1486), lehrte G1321 er sie G846 wiederum G3825.

Und G2532 es traten G4334 Pharisäer G5330 herzu (G4334) und fragten G1905 ihn G846, um ihn G846 zu versuchen G3985: Ist es G1487 einem Mann G435 erlaubt G1832, seine Frau G1135 zu entlassen G630? Er G3588 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004 zu ihnen G846: Was G5101 hat euch G5213 Mose G3475 geboten G1781? Sie G3588 aber G1161 sagten G3004: Mose G3475 hat gestattet G2010, einen Scheidebrief G975+G647 zu schreiben G1125 und G2532 zu entlassen G630. Jesus G2424 aber G1161 sprach G3004 zu ihnen G846: Wegen G4314 eurer G5216 Herzenshärte G4641 hat er euch G5213 dieses G3778 Gebot G1785 geschrieben G1125; von G575 Anfang G746 der Schöpfung G2937 an (G746) aber G1161 machte G4160a ⌜Gott G2316⌝ sie G846 als Mann ~(G730) und G2532 Frau ~(G2338)b. „Deswegen G1752+G5127 wird ein Mann ~(G444)c seinen G846 Vater G3962 und G2532 seine Mutter G3384 verlassen G2641 und G2532 seiner G846 Frau G1135 anhangen G4347, und G2532 die G3588 zwei G1417 werden ein G1520d Fleisch G4561 sein G1510“e; also G5620 sind G1510 sie nicht G3765 mehr G3765 zwei G1417, sondern G235 ein G1520 Fleisch G4561. Was G3739 nun G3767 Gott G2316 zusammengefügt G4801 hat, soll der Mensch G444 nicht G3361 scheiden G5563. Und G2532 in G1519 dem G3588 Haus G3614 befragten G1905 ihn G846 die G3588 Jünger G3101 wiederum G3825 hierüber G4012+G5127; und G2532 er spricht G3004 zu ihnen G846: Wer G3739 irgend G302 seine G846 Frau G1135 entlässt G630 und G2532 eine andere G243 heiratet G1060, begeht (G3429) Ehebruch G3429 ihr G846 gegenüber G1909. Und G2532 wenn G1437 sie ihren G846 Mann G435 entlässt G630 und einen anderen G243 heiratet G1060, begeht (G3429) sie G846 Ehebruch G3429.

Und G2532 sie brachten G4374 Kinder G3813 zu (G4374) ihm G846, damit G2443 er G846 sie anrühre G680. Die G3588 Jünger G3101 aber G1161 verwiesen ~(G2008) es ihnen G846f. Als aber G1161 Jesus G2424 es sah G1492, wurde er unwillig G23 und G2532 sprach G3004 zu ihnen G846: Lasst G863 die G3588 Kinder G3813 zu G4314 mir G3165 kommen G2064, wehrt G2967 ihnen G846 nicht G3361, denn G1063 solcher G5108 ist G1510 das G3588 Reich G932 Gottes G2316. Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213: Wer G3739 irgend G302 das G3588 Reich G932 Gottes G2316 nicht G3361 aufnimmt G1209 wie G5613 ein Kind G3813, wird nicht G3756+G3361 dort ~(G1519+G846)g hineinkommen G1525. Und G2532 er nahm (G1723) sie G846 in (G1723) die (G1723) Arme G1723, legte G5087 die G3588 Hände G5495 auf G1909 sie G846 und segnete G6162 NA /G2127 TR sie.

Und G2532 als er G846 auf G1519 den Weg G3598 hinausging G1607, lief G4370 einer G1520 herzu (G4370), fiel G1120 vor ihm G846 auf G1120 die G1120 Knie G1120 und G2532 fragte G1905 ihn G846: Guter G18 Lehrer G1320, was G5101 soll ich tun G4160, um G2443 ewiges G166 Leben G2222 zu erben G2816? Jesus G2424 aber G1161 sprach G3004 zu ihm G846: Was G5101 nennst G3004 du mich G3165 gut G18? Niemand G3762 ist gut G18 als G1487 nur G3361 einer G1520, Gott G2316. Die G3588 Gebote G1785 kennst G1492 du: „Du sollst nicht G3361 töten G5407; du sollst nicht G3361 ehebrechen G3431; du sollst nicht G3361 stehlen G2813; du sollst kein G3361 falsches G5576 Zeugnis G5576 ablegen G5576; du sollst nichts G3361 vorenthalten G650; ehre G5091 deinen G4675 Vater G3962 und G2532 deine Mutter G3384.“h Er G3588 aber G1161 sprach G5346 zu ihm G846: Lehrer G1320, dies G5023 alles G3956 habe ich beachtet G5442 von G1537 meiner G3450 Jugend G3503 an G1537. Jesus G2424 aber G1161 blickte G1689 ihn G846 an (G1689), liebte G25 ihn G846 und G2532 sprach G3004 zu ihm G846: Eins G1520 fehlt G5302 dir G4571: Geh G5217 hin (G5217), verkaufe G4453, was G3745 du hast G2192, und G2532 gib G1325 es den G3588 Armen G4434, und G2532 du wirst einen Schatz G2344 im G1722 Himmel G3772 haben G2192; und G2532 komm G1204, folge G190 mir G3427 nach (G190)! Er G3588 aber G1161 wurde traurig G4768 über G1909 das G3588 Wort G3056 und ging G565 betrübt G3076 weg (G565), denn G1063 er hatte G2192 viele G4183 Besitztümer G2933.

Und G2532 Jesus G2424 blickte G4017 umher (G4017) und spricht G3004 zu seinen G846 Jüngern G3101: Wie G4459 schwer G1423 werden die G3588, die Vermögen G5536 haben G2192, in G1519 das G3588 Reich G932 Gottes G2316 eingehen G1525! Die G3588 Jünger G3101 aber G1161 entsetzten G2284 sich (G2284) über G1909 seine G846 Worte G3056. Jesus G2424 aber G1161 antwortete G611 wiederum G3825 und spricht G3004 zu ihnen G846: Kinder G5043, wie G4459 schwer G1422 ist G1510 es, ⌜dass die G3588, die auf G1909 Vermögen G5536 vertrauen G3982,⌝ in G1519 das G3588 Reich G932 Gottes G2316 eingehen G1525! Es ist G1510 leichter G2123, dass ein Kamel G2574 durch G1223 das G3588 Nadelöhr G5168+G4476 hindurchgehe G1330, als G2228 dass (G2228) ein Reicher G4145 in G1519 das G3588 Reich G932 Gottes G2316 eingehe G1525. Sie G3588 aber G1161 erstaunten G1605 über G4057 die (G4057) Maßen G4057 und sagten G3004 zueinander G4314+G1438: Und G2532 wer G5101 kann G1410 dann errettet G4982 werden? Jesus G2424 aber sah G1689 sie G846 an (G1689) und spricht G3004: Bei G3844 Menschen G444 ist es unmöglich G102, aber G235 nicht G3756 bei G3844 Gott G2316; denn G1063 bei G3844 Gott G2316 sind alle G3956 Dinge möglich G1415.

Petrus G4074 fing G756 an (G756), zu ihm G846 zu sagen G3004: Siehe G2400, wir G2249 haben alles G3956 verlassen G863 und G2532 sind dir G4671 nachgefolgt G190. Jesus G2424 sprach G5346: Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213: Es ist G1510 niemand G3762, der G3739 Haus G3614 oder G2228 Brüder G80 oder G2228 Schwestern G79 oder G2228 Mutter G3384 oder G2228 Vater G3962 oder G2228 Kinder G5043 oder G2228 Äcker G68 verlassen G863 hat um G1752 meinet G1700- und G2532 um des G3588 Evangeliums G2098 willen G1752 /G1700, der G1487+G3361 nicht (G1487+G3361) hundertfach G1542 empfängt G2983, jetzt G3568 in G1722 dieser G5129 Zeit G2540 Häuser G3614 und G2532 Brüder G80 und G2532 Schwestern G79 und G2532 Mütter G3384 und G2532 Kinder G5043 und G2532 Äcker G68 unter G3326 Verfolgungen G1375, und G2532 in G1722 dem G3588 kommenden G2064 Zeitalter G165 ewiges G166 Leben G2222. Aber G1161 viele G4183 Erste G4413 werden Letzte G2078 und G2532 die G3588 Letzten G2078 Erste G4413 sein G1510.

Sie waren ~(G305) aber G1161 auf G1722 dem G3588 Weg G3598 hinauf ~(G305)i nach G1519 Jerusalem G2414, und G2532 Jesus G2424 ging G4254 vor (G4254) ihnen G846 her (G4254); und G2532 sie entsetzten G2284 sich (G2284), und G2532 TR während sie nachfolgten G190 TR, fürchteten G5399 sie sich (G5399)j. Und G2532 er nahm G3880 wiederum G3825 die G3588 Zwölf G1427 zu (G3880) sich (G3880) und fing G756 an (G756), ihnen G846 zu sagen G3004, was G3588 ihm G846 widerfahren G4819 sollte G3195: Siehe G2400, wir gehen G305 hinauf (G305) nach G1519 Jerusalem G2414, und G2532 der G3588 Sohn G5207 des G3588 Menschen G444 wird den G3588 Hohenpriestern G749 und G2532 den G3588 Schriftgelehrten G1122 überliefert G3860 werden; und G2532 sie werden ihn G846 zum Tod G2288 verurteilen G2632 und G2532 werden ihn G846 den G3588 Nationen G1484 überliefern G3860; und G2532 sie werden ihn G846 verspotten G1702 und G2532 ihn G846 anspeien G1716 und G2532 ihn G846 geißeln G3146 und G2532 töten G615; und G2532 nach G3326 drei G5140 Tagen G2250 wird er auferstehen G450.

Und G2532 Jakobus G2385 und G2532 Johannes G2491, die G3588 Söhne G5207 des Zebedäus G2199, treten G4365 zu ihm G846 und sagen G3004 zu ihm G846: Lehrer G1320, wir wollen G2309, dass G2443 du uns G2254 tust G4160, um was G3739 irgend G1437 wir dich G4571 bitten G154 werden. Er G3588 aber G1161 sprach G3004 zu ihnen G846: Was G5101 wollt G2309 ihr, dass ich G3165 euch G5213 tun G4160 soll? Sie G3588 aber G1161 sprachen G3004 zu ihm G846: Gib G1325 uns G2254, dass G2443 wir einer G1520 zu G1537 deiner G4675 Rechten G1188 und G2532 einer G1520 zur G1537 Linken G710 sitzen G2523 mögen in G1722 deiner G4675 Herrlichkeit G1391. Jesus G2424 aber G1161 sprach G3004 zu ihnen G846: Ihr wisst G1492 nicht G3756, um was G5101 ihr bittet G154. Könnt G1410 ihr den G3588 Kelch G4221 trinken G4095, den G3739 ich G1473 trinke G4095, oder G2228 mit der G3588 Taufe G908 getauft G907 werden, mit der G3739 ich G1473 getauft G907 werde? Sie G3588 aber G1161 sprachen G3004 zu ihm G846: Wir können G1410 es. Jesus G2424 aber G1161 sprach G3004 zu ihnen G846: Den G3588 Kelch G4221, den G3739 ich G1473 trinke G4095, werdet ihr trinken G4095, und G2532 mit der G3588 Taufe G908, mit der G3739 ich G1473 getauft G907 werde, werdet ihr getauft G907 werden; aber G1161 das G3588 Sitzen G2523 zu G1537 meiner G3450 Rechten G1188 oder G2228 zur G1537 Linken G2176 steht G1510 nicht G3756 bei mir G1699 zu vergeben G1325, sondern G235 ist für die, denen G3739 es bereitet G2090 ist.

Und G2532 als die G3588 Zehn G1176 es hörten G191, fingen G756 sie an (G756), unwillig zu werden über G4012 Jakobus G2385 und G2532 Johannes G2491. Und G2532 als Jesus G2424 sie G846 herzugerufen G4341 hatte, spricht G3004 er zu ihnen G846: Ihr wisst G1492, dass G3754 die, die G3588 als Fürsten G757 der G3588 Nationen G1484 gelten G1380, diese G846 beherrschen G2634 und G2532 dass ihre G846 Großen G3173 Gewalt G2715 über (G2715) sie G846 ausüben (G2715). Aber G1161 so G3779 ist G1510 es nicht G3756 unter G1722 euch G5213; sondern G235 wer G3739 irgend G302 unter G1722 euch G5213 groß G3173 werden G1096 will G2309, sollk euer G5216 Diener G1249 sein G1510; und G2532 wer G3739 irgend G302 unter G1722 euch G5213 der Erste G4413 sein G1510 will G2309, sollk der Knecht G1401 aller G3956 sein G1510. Denn G1063 auch G2532 der G3588 Sohn G5207 des G3588 Menschen G444 ist nicht G3756 gekommen G2064, um bedient G1247 zu werden, sondern G235 um zu dienen G1247 und G2532 sein G846 Leben G5590 zu geben G1325 als Lösegeld G3083 für G473 viele G4183l.

Und G2532 sie kommen G2064 nach G1519 Jericho G2410. Und G2532 als er G846 aus G575 Jericho G2410 hinausging G1607 mit G2532 seinen G846 Jüngern G3101 und G2532 einer zahlreichen G2425 Volksmenge G3793, saß G2521 der G3588 Sohn G5207 des Timäus G5090, Bartimäus G924, der Blinde G5185 TR, bettelnd G4319 TRm am G3844+G3588 Weg G3598. Und G2532 als er hörte G191, dass G3754 es Jesus G2424, der G3588 Nazarener G3479, sei G1510, fing G756 er an (G756) zu schreien G2896 und G2532 zu sagen G3004: Sohn G5207 Davids G1138, Jesus G2424, erbarme G1653 dich (G1653) meiner G3165! Und G2532 viele G4183 fuhren G2008 ihn G846 an (G2008), dass G2443 er schweigen G4623 solle; er G3588 aber G1161 schrie G2896 umso G4183 mehr G3123: Sohn G5207 Davids G1138, erbarme G1653 dich (G1653) meiner G3165! Und G2532 Jesus G2424 blieb (G2476) stehen G2476 und sprach G3004: Ruft G5455 ihn G846! Und G2532 sie rufen G5455 den G3588 Blinden G5185 und sagen G3004 zu ihm G846: Sei (G2293) guten G2293 Mutes G2293; steh G1453 auf (G1453), er ruft G5455 dich G4571! Er G3588 aber G1161 warf G577 sein G846 Oberkleid G2440 ab (G577), sprang G6109 NA /G450 TR auf (G6109 NA) /(G450 TR) und kam G2064 zu G4314 Jesus G2424. Und G2532 Jesus G2424 hob G611 an (G611) und sprach G3004 zu ihm G846: Was G5101 willst G2309 du, dass ich dir G4671 tun G4160 soll? Der G3588 Blinde G5185 aber G1161 sprach G3004 zu ihm G846: Rabbuni G4462, dass G2443 ich wieder (G308) sehend G308 werde. Und G2532 Jesus G2424 sprach G3004 zu ihm G846: Geh G5217 hin (G5217), dein G4675 Glaube G4102 hat dich G4571 geheilt G4982n. Und G2532 sogleich G2117 wurde er wieder (G308) sehend G308 und G2532 folgte G190 ihm G846 nach (G190) auf G1722 dem G3588 Weg G3598.

Fußnoten

  1. Vgl. 1. Mose 1,27; 5,2.
  2. W. männlich G730 und weiblich G2338.
  3. W. Mensch G444.
  4. W. zu G1519 einem.
  5. 1. Mose 2,24.
  6. W. fuhren G2008 sie an (G2008).
  7. W. in G1519 es G846.
  8. 2. Mose 20,12–16.
  9. W. hinaufgehend G305.
  10. A. l. die G3588 NA Nachfolgenden G190 NA aber G1161 NA fürchteten sich.
  11. O. wird.
  12. O. anstelle von vielen.
  13. A. l. Bartimäus, ein blinder G5185 NA Bettler G6196 NA.
  14. O. gerettet.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel ⌜ ⌝ im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln ⌜ ⌝ stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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