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Matthäus 25Mt 25

Dann G5119 wird das G3588 Reich G932 der G3588 Himmel G3772 zehn G1176 Jungfrauen G3933 gleich G3666 werden (G3666), die G3748 ihre G1438 Lampen G2985 nahmen G2983 und ausgingen G1831, dem G3588 Bräutigam G3566 entgegen ~(G1519+G5222)a. Fünf G4002 von G1537 ihnen G846 aber G1161 waren G1510 töricht G3474 und G2532 fünf G4002 klug G5429. Denn G1063 die G3588 Törichten G3474 nahmen G2983 ihre G846 Lampen G2985 und nahmen G2983 kein G3756 Öl G1637 mit G3326 sich G1438; die G3588 Klugen G5429 aber G1161 nahmen G2983 Öl G1637 mit in G1722 den G3588 Gefäßen G30, zusammen mit G3326 ihren G1438 Lampen G2985. Als aber G1161 der G3588 Bräutigam G3566 noch (G5549) ausblieb G5549, wurden (G3573) sie alle G3956 schläfrig G3573 und G2532 schliefen G2518 ein (G2518). Um Mitternacht G3319+G3571 aber G1161 erhob G1096 sich ein lauter G2906 Ruf G2906: Siehe G2400, der G3588 Bräutigam G3566! Geht G1831 aus (G1831), ihm ~(G846) entgegen ~(G1519+G529)b! Da G5119 standen G1453 alle G3956 jene G1565 Jungfrauen G3933 auf (G1453) und G2532 schmückten G2885c ihre G1438 Lampen G2985. Die G3588 Törichten G3474 aber G1161 sprachen G3004 zu den G3588 Klugen G5429: Gebt G1325 uns G2254 von G1537 eurem G5216 Öl G1637, denn G3754 unsere G2257 Lampen G2985 erlöschen G4570. Die G3588 Klugen G5429 aber G1161 antworteten G611 und sagten G3004: Keineswegs G3361+G3756, damit G3379 es nicht G3379 etwa G3379 für uns G2254 und G2532 euch G5213 nicht ausreiche G714;d geht G4198 lieber G3123 hin (G4198) zu G4314 den G3588 Verkäufern G4453 und G2532 kauft G59 für euch G1438 selbst G1438. Als sie G846 aber G1161 hingingen G565, um zu kaufen G59, kam G2064 der G3588 Bräutigam G3566, und G2532 die G3588, die bereit G2092 waren, gingen G1525 mit G3326 ihm G846 ein (G1525) zur G1519+G3588 Hochzeit G1062; und G2532 die G3588 Tür G2374 wurde verschlossen G2808. Später G5305 aber G1161 kommen G2064 auch G2532 die G3588 übrigen G3062 Jungfrauen G3933 und sagen G3004: Herr G2962, Herr G2962, tu G455 uns G2254 auf (G455)! Er G3588 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004: Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213, ich kenne G1492 euch G5209 nicht G3756. – Wacht G1127 also G3767, denn G3754 ihr wisst G1492 weder G3756 den G3588 Tag G2250 noch G3761 die G3588 Stunde G5610.

Denn G1063 so G5618 wie G5618 ein Mensch G444, der außer (G589) Landes (G589) reiste G589, seine G3588 eigenen G2398 Knechte G1401 rief G2564 und G2532 ihnen seine G846 Habe G5224 übergab G3860: Und G2532 einem G3739+G3303 gab G1325 er fünf G4002 Talente G5007, einem G3739 anderen G1161 zwei G1417, einem G3739 anderen G1161 eins G1520, jedem G1538 nach G2596 seiner G3588 eigenen G2398 Fähigkeit G1411; und G2532 sogleich G2112e reiste G589 er außer (G589) Landes (G589). Der G3588 die G3588 fünf G4002 Talente G5007 empfangen G2983 hatte, ging G4198 hin (G4198) und handelte G2038 damit G1722+G846 und G2532 gewann G2770 weitere G243 fünf G4002. Ebenso G5615 gewann G2770 der G3588 mit den G3588 zweien G1417 weitere G243 zwei G1417. Der G3588 aber G1161 das G3588 eine G1520 empfangen G2983 hatte, ging G565 hin (G565), grub G3736 die Erde G1093 auf (G3736) und G2532 verbarg G2928 das G3588 Geld G694 seines G846 Herrn G2962. Nach G3326 langer G4183 Zeit G5550 aber G1161 kommt G2064 der G3588 Herr G2962 jener G1565 Knechte G1401 und G2532 hält G4868 Abrechnung G3056 mit G3326 ihnen G846. Und G2532 der G3588 die G3588 fünf G4002 Talente G5007 empfangen G2983 hatte, trat G4334 herzu (G4334) und brachte G4374 weitere G243 fünf G4002 Talente G5007 und sagte G3004: Herr G2962, fünf G4002 Talente G5007 hast du mir G3427 übergeben G3860, siehe G1492, weitere G243 fünf G4002 Talente G5007 habe ich gewonnen G2770. Da sprach G5346 sein G846 Herr G2962 zu ihm G846: Wohl G2095, du guter G18 und G2532 treuer G4103 Knecht G1401! Über G1909 weniges G3641 warst G1510 du treu G4103, über G1909 vieles G4183 werde ich dich G4571 setzen G2525; geh G1525 ein (G1525) in G1519 die G3588 Freude G5479 deines G4675 Herrn G2962. Aber G1161 auch G2532 der G3588 mit den G3588 zwei G1417 Talenten G5007 trat G4334 herzu (G4334) und sprach G3004: Herr G2962, zwei G1417 Talente G5007 hast du mir G3427 übergeben G3860; siehe G1492, weitere G243 zwei G1417 Talente G5007 habe ich gewonnen G2770. Da sprach G5346 sein G846 Herr G2962 zu ihm G846: Wohl G2095, du guter G18 und G2532 treuer G4103 Knecht G1401! Über G1909 weniges G3641 warst G1510 du treu G4103, über G1909 vieles G4183 werde ich dich G4571 setzen G2525; geh G1525 ein (G1525) in G1519 die G3588 Freude G5479 deines G4675 Herrn G2962. Aber G1161 auch G2532 der G3588 das G3588 eine G1520 Talent G5007 empfangen G2983 hatte, trat G4334 herzu (G4334) und sprach G3004: Herr G2962, ich kannte G1097 dich G4571, dass G3754 du ein harter G4642 Mann G444 bist G1510. Du erntest G2325, wo G3699 du nicht G3756 gesät G4687, und G2532 sammelst G4863, wo G3606 du nicht G3756 ausgestreut G1287 hast. Und G2532 ich fürchtete G5399 mich (G5399) und ging G565 hin (G565) und verbarg G2928 dein G4675 Talent G5007 in G1722 der G3588 Erde G1093; siehe G1492, da hast G2192 du das G3588 Deine G4674. Sein G846 Herr G2962 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004 zu ihm G846: Du böser G4190 und G2532 fauler G3636 Knecht G1401! Du wusstest G1492, dass G3754 ich ernte G2325, wo G3699 ich nicht G3756 gesät G4687, und G2532 sammle G4863, wo G3606 ich nicht G3756 ausgestreut G1287 habe? So hättest du G4571 nun G3767 mein G3450 Geld G694 den G3588 Wechslern G5133 geben G906 sollen G1163, und G2532 bei meinem Kommen G2064 hätte G302 ich G1473 das G3588 Meine G1699 mit G4862 Zinsen G5110 zurückerhalten G2865. Nehmt G142 nun G3767 das G3588 Talent G5007 von G575 ihm G846 weg (G142) und G2532 gebt G1325 es dem, der G3588 die G3588 zehn G1176 Talente G5007 hat G2192; denn G1063 jedem G3956, der G3588 hat G2192, wird gegeben G1325 werden, und G2532 er wird Überfluss G4052 haben; von G575 dem G846 aber G1161, der G3588 nicht G3361 hat G2192, von dem wird selbst G2532 das, was G3739 er hat G2192, weggenommen G142 werden. Und G2532 den G3588 unnützen G888 Knecht G1401 werft G1544 hinaus (G1544) in G1519 die G3588 äußerste G1857 Finsternis G4655f: Dort G1563 wird das G3588 Weinen G2805 und G2532 das G3588 Zähneknirschen G1030+G3599 sein G1510.

Wenn G3752 aber G1161 der G3588 Sohn G5207 des G3588 Menschen G444 kommen G2064 wird in G1722 seiner G846 Herrlichkeit G1391 und G2532 alle G3956 Engel G32 mit G3326 ihm G846, dann G5119 wird er auf G1909 seinem G846 Thron G2362 der Herrlichkeit G1391g sitzen G2523h; und G2532 alle G3956 Nationen G1484 werden vor G1715 ihm G846 versammelt G4863 werden, und G2532 er wird sie G846 voneinander G575+G240 scheiden G873, so G5618 wie G5618 der G3588 Hirte G4166 die G3588 Schafe G4263 von G575 den G3588 Böcken G2056 scheidet G873. Und G2532 er wird die G3588 Schafe G4263 zu G1537 seiner G846 Rechten G1188 stellen G2476, die G3588 Böcke ~(G2055)i aber G1161 zur G1537 Linken G2176. Dann G5119 wird der G3588 König G935 zu denen G3588 zu G1537 seiner G846 Rechten G1188 sagen G2046: Kommt G1205 her (G1205), Gesegnete G2127 meines G3450 Vaters G3962, erbt G2816 das G3588 Reich G932, das euch G5213 bereitet G2090 ist von G575 Grundlegung G2602 der Welt G2889 an (G575); denn G1063 ich war hungrig G3983, und G2532 ihr gabt G1325 mir G3427 zu essen G5315; ich war durstig G1372, und G2532 ihr gabt (G4222) mir G3165 zu (G4222) trinken G4222; ich war G2252 Fremdling G3581, und G2532 ihr nahmt G4863 mich G3165 auf (G4863); nackt G1131, und G2532 ihr bekleidetet G4016 mich G3165; ich war krank G770, und G2532 ihr besuchtet G1980 mich G3165; ich war G2252 im G1722 Gefängnis G5438, und G2532 ihr kamt G2064 zu G4314 mir G3165. Dann G5119 werden die G3588 Gerechten G1342 ihm G846 antworten G611 und sagen G3004: Herr G2962, wann G4219 sahen G1492 wir dich G4571 hungrig G3983 und G2532 speisten G5142 dich, oder G2228 durstig G1372 und G2532 gaben (G4222) dir zu (G4222) trinken G4222? Wann G4219 aber G1161 sahen G1492 wir dich G4571 als Fremdling G3581 und G2532 nahmen G4863 dich auf (G4863), oder G2228 nackt G1131 und G2532 bekleideten G4016 dich? Wann G4219 aber G1161 sahen G1492 wir dich G4571 krank G770 oder G2228 im G1722 Gefängnis G5438 und G2532 kamen G2064 zu G4314 dir G4571? Und G2532 der G3588 König G935 wird antworten G611 und zu ihnen G846 sagen G2046: Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213, insofern G1909+G3745 ihr es einem G1520 der G3588 geringsten G1646 dieser G5130 meiner G3450 Brüder G80 getan G4160 habt, habt ihr es mir G1698 getan G4160.

Dann G5119 wird er auch G2532 zu denen G3588 zur G1537 Linken G2176 sagen G2046: Geht G4198 von G575 mir G1700, Verfluchte G2672, in G1519 das G3588 ewige G166 Feuer G4442, das G3588 dem G3588 Teufel G1228 und G2532 seinen G846 Engeln G32 bereitet G2090 ist; denn G1063 ich war hungrig G3983, und G2532 ihr gabt G1325 mir G3427 nicht G3756 zu essen G5315; ich war durstig G1372, und G2532 ihr gabt (G4222) mir G3165 nicht G3756 zu (G4222) trinken G4222; ich war G2252 Fremdling G3581, und G2532 ihr nahmt G4863 mich G3165 nicht G3756 auf (G4863); nackt G1131, und G2532 ihr bekleidetet G4016 mich G3165 nicht G3756; krank G772 und G2532 im G1722 Gefängnis G5438, und G2532 ihr besuchtet G1980 mich G3165 nicht G3756. Dann G5119 werden auch G2532 sie G846 antworten G611 und sagen G3004: Herr G2962, wann G4219 sahen G1492 wir dich G4571 hungrig G3983 oder G2228 durstig G1372 oder G2228 als Fremdling G3581 oder G2228 nackt G1131 oder G2228 krank G772 oder G2228 im G1722 Gefängnis G5438 und G2532 haben dir G4671 nicht G3756 gedient G1247? Dann G5119 wird er ihnen G846 antworten G611 und sagen G3004: Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213, insofern G1909+G3745 ihr es einem G1520 dieser G5130 Geringsten G1646 nicht G3756 getan G4160 habt, habt ihr es auch G3761 mir G1698 nicht G3761 getan G4160. Und G2532 diese G3778 werden hingehen G565 in G1519 die ewige G166 Pein G2851j, die G3588 Gerechten G1342 aber G1161 in G1519 das ewige G166 Leben G2222.

Fußnoten

  1. W. zur G1519 Begegnung G5222 des Bräutigams.
  2. W. zu G1519 seiner G846 Begegnung G529.
  3. O. zurüsten, o. ordnen.
  4. O. Niemals! Unmöglich würde es für uns und euch ausreichen!
  5. And. verbinden „sogleich“ mit V. 16.
  6. O. in die Finsternis draußen.
  7. O. dem Thron seiner Herrlichkeit.
  8. O. sich … setzen.
  9. Eig. Ziegenböckchen G2055 (im Griech. ein verächtlicher Ausdruck).
  10. O. Strafe.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel ⌜ ⌝ im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln ⌜ ⌝ stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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