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Daniel 4Dan 4

Ich A576, Nebukadnezar A5020, wohnte A1934a ruhig A7954 in meinem Haus A1005 und hatte Gedeihen A7487 in meinem Palast A1965. Ich sah A2370 einen Traum A2493, und er erschreckte A1763 mich; und Gedanken A2031 auf A5922 meinem Lager A4903 und Gesichte A2376 meines Hauptes A7217 ängstigten A927 mich. Und von A4481:2 mir wurde Befehl A2942 gegeben A7761, alle A3606 Weisen A2445 von Babel A895 vor A6925 mich zu führen A5924, damit A1768 sie mir die Deutung A6591 des Traumes A2493 kundtäten A3046. Darauf A116 kamen A5954 die Wahrsagepriester A2749, die Sterndeuter A826, die Chaldäer A3779 und die Wahrsager A1505 herbei (A5954); und ich A576 trug A560:2 ihnen den Traum A2493 vor (A560:2), aber sie taten A3046 mir seine Deutung A6591 nicht A3809:2 kund A3046. Und zuletzt A318+A5705 trat A5954 vor A6925 mich Daniel A1841, dessen A1768 Name A8036 Beltsazar A1096 ist, nach dem Namen A8036 meines Gottes A426:2, und in dem A1768 der Geist A7308 der heiligen A6922 Götter A426:2 ist; und ich trug A560:2 ihm den Traum A2493 vor (A560:2):

Beltsazar A1096, du Oberster A7229 der Wahrsagepriester A2749, da A1768 ich A576 weiß A3046, dass A1768 der Geist A7308 der heiligen A6922 Götter A426:2 in dir ist und dass kein A3606+A3809:2 Geheimnis A7328 dir zu schwer A598 ist (A598), so sage A560:2 mir die Gesichte A2376 meines Traumes A2493, den A1768 ich gesehen A2370 habe, und seine Deutung A6591. Was nun die Gesichte A2376 meines Hauptes A7217 auf A5922 meinem Lager A4903 betrifft, so sah A1934+A2370 ich: Und siehe A431, ein Baum A363 stand mitten A1459 auf der Erde A772:2, und seine Höhe A7314 war gewaltig A7690. Der Baum A363 wurde groß A7236 und stark A8631, und seine Höhe A7314 reichte A4291 bis an (A4291) den Himmel A8065:2, und er wurde gesehen A2379 bis an das Ende A5491 der ganzen A3606 Erde A772:2; sein Laub A6074 war schön A8209 und seine Frucht A4 zahlreich A7690, und es war Nahrung A4203 an ihm für alle A3606; die Tiere A2423 des Feldes A1251 fanden (A2927) Schatten A2927 unter A8460:2 ihm, und die Vögel A6853 des Himmels A8065:2 wohnten A1753 in seinen Zweigen A6056, und alles A3606 Fleisch A1321 nährte A2110 sich von A4481:2 ihm. Ich sah A1934+A2370 in den Gesichten A2376 meines Hauptes A7217 auf A5922 meinem Lager A4903: Und siehe A431, ein Wächter A5894 und Heiliger A6922 stieg A5182 vom A4481:2 Himmel A8065:2 herab (A5182). Er rief A7123 mit Macht A2429 und sprach A560:2 so A3652: Haut A1414 den Baum A363 um (A1414) und schneidet A7113 seine Zweige A6056 weg (A7113); streift A5426 sein Laub A6074 ab (A5426) und streut A921 seine Frucht A4 umher (A921)! Die Tiere A2423 unter A4481:2+A8479 ihm sollen wegfliehen A5111 und die Vögel A6853 aus A4481:2 seinen Zweigen A6056! Doch A1297 seinen Wurzelstock A6136+A8330 lasst A7662 in der Erde A772:2, und zwar in Fesseln A613 aus A1768 Eisen A6523 und Kupfer A5174, im Gras A1883 des A1768 Feldes A1251; und vom Tau A2920 des Himmels A8065:2 werde er benetzt A6647, und mit A5974 den Tieren A2423 habe A2508 er teil A2508 am Kraut A6211:2 der Erde A772:2. Sein menschliches A606+A4481:2 Herz A3825 werde verwandelt A8133, und das Herz A3825 eines Tieres A2423 werde ihm gegeben A3052; und sieben A7655 Zeiten A5732 sollen über A5922 ihm (A5922) vergehen A2499. Durch Beschluss A1510 der Wächter A5894 ist dieser Ausspruch A6600, und ein Befehl A3983 der Heiligen A6922 ist diese Sache A7595, damit A1701+A5705 die A1768 Lebenden A2417 erkennen A3046, dass A1768 der Höchste A5943 über das Königtum A4437 der Menschen A606 herrscht A7990 und es verleiht A5415, wem A1768+A4479 er will A6634, und den Niedrigsten A8215 der Menschen A606 darüber A5922 bestellt A6966. Diesen A1836:2 Traum A2493 habe ich A576, der König A4430 Nebukadnezar A5020, gesehen A2370; und du A607, Beltsazar A1096, sage A560:2 seine Deutung A6591, da A1768+A3606+A6903 alle A3606 Weisen A2445 meines Königreichs A4437 mir die Deutung A6591 nicht A3809:2 kundzutun A3046 vermögen A3202; du A607 aber vermagst A3546 es, weil A1768 der Geist A7308 der heiligen A6922 Götter A426:2 in dir ist.

Da A116 entsetzte A8075 sich (A8075)b Daniel A1841, dessen A1768 Name A8036 Beltsazar A1096 ist, eine A2298 Zeit A8160 lang, und seine Gedanken A7476 ängstigten A927 ihn. Der König A4430 hob A6032:2 an (A6032:2) und sprach A560:2: Beltsazar A1096, der Traum A2493 und seine Deutung A6591 ängstige A927 dich nicht A409. Beltsazar A1096 antwortete A6032:2 und sprach A560:2: Mein Herr A4756, der Traum A2493 gelte deinen Hassern A8131 und seine Deutung A6591 deinen Feinden A6146! Der Baum A363, den A1768 du gesehen A2370 hast, der A1768 groß A7236 und stark A8631 wurde und dessen Höhe A7314 an (A4291) den Himmel A8065:2 reichte A4291 und der über die ganze A3606 Erde A772:2 hin gesehen A2379 wurde, und dessen Laub A6074 schön A8209 und dessen Frucht A4 zahlreich A7690 war und an dem Nahrung A4203 war für alle A3606, unter A8460:2 dem die Tiere A2423 des Feldes A1251 wohnten A1753 und in dessen Zweigen A6056 die Vögel A6853 des Himmels A8065:2 sich aufhielten A7932: Das bist du A607+A1932, o König A4430, der A1768 du groß A7236 und stark A8631 geworden bist; und deine Größe A7238 wuchs A7236 und reichte A4291 bis an (A4291) den Himmel A8065:2 und deine Herrschaft A7985 bis ans Ende A5491 der Erde A772:2. Und dass A1768 der König A4430 einen Wächter A5894 und Heiligen A6922 vom A4481:2 Himmel A8065:2 herabsteigen A5182 sah A2370, der sprach A560:2: „Haut A1414 den Baum A363 um (A1414) und verderbt A2255 ihn! Doch A1297 seinen Wurzelstock A6136+A8330 lasst A7662 in der Erde A772:2, und zwar in Fesseln A613 aus A1768 Eisen A6523 und Kupfer A5174, im Gras A1883 des A1768 Feldes A1251; und vom Tau A2920 des Himmels A8065:2 werde er benetzt A6647, und er habe A2508 sein Teil A2508 mit A5974 den Tieren A2423 des Feldes A1251, bis A1768+A5705 sieben A7655 Zeiten A5732 über A5922 ihm (A5922) vergehen A2499“ – dies A1836:2 ist die Deutung A6591, o König A4430, und dies A1932 der Beschluss A1510 des Höchsten A5943, der A1768 über A5922 meinen Herrn A4756, den König A4430, kommen A4291 wird: Man wird dich von A4481:2 den Menschen A606 ausstoßen A2957, und bei A5974 den Tieren A2423 des Feldes A1251 wird deine Wohnung A4070 sein A1934; und man wird dir Kraut A6211:2 zu (A2939) essen A2939 geben (A2939) wie den Rindern A8450 und dich vom Tau A2920 des Himmels A8065:2 benetzt A6647 werden lassen; und es werden sieben A7655 Zeiten A5732 über A5922 dir (A5922) vergehen A2499, bis A5705 du erkennst A3046, dass A1768 der Höchste A5943 über das Königtum A4437 der Menschen A606 herrscht A7990 und es verleiht A5415, wem A1768+A4479 er will A6634. Und dass A1768 man gesagt A560:2 hat, den Wurzelstock A6136+A8330 des A1768 Baumes A363 zu lassen A7662: Dein Königtum A4437 wird dir wieder zuteilwerden A7011c, sobald A1768+A4481:2 du erkannt A3046 haben wirst, dass A1768+A5705 die Himmel A8065:2 herrschen A7990. Darum A3861, o König A4430, lass dir meinen Rat A4431 gefallen A8232 und brich A6562 mit deinen Sünden A2408 durch Gerechtigkeit A6665 und mit deinen Ungerechtigkeiten A5758 durch Barmherzigkeit A2604 gegen Elende A6033, wenn A2006 dein Friede A7963d Dauer A754 haben A1934 soll.

Dies alles A3606 kam A4291 über A5922 den König A4430 Nebukadnezar A5020. Nach (A7118) Verlauf A7118 von zwölf A6236+A8648 Monaten A3393 ging A1934 /A1981 er auf A5922 dem königlichen A4437 Palast A1965 in A1768 Babel A895 umher (A1981); und der König A4430 hob A6032:2 an (A6032:2) und sprach A560:2: Ist das A1668+A1932 nicht A3809:2 das große A7229 Babel A895, das A1768 ich A576 zum königlichen A4437 Wohnsitz A1005 erbaut A1124 habe durch die Stärke A8632 meiner Macht A2632 und zu Ehren A3367 meiner Herrlichkeit A1923? Noch A5751 war das Wort A4406 im Mund A6433 des Königs A4430, da kam A5308 eine Stimme A7032 vom A4481:2 Himmel A8065:2 herab (A5308): Dir, König A4430 Nebukadnezar A5020, wird gesagt A560:2: Das Königtum A4437 ist von A4481:2 dir gewichen A5709! Und man wird dich von A4481:2 den Menschen A606 ausstoßen A2957, und bei A5974 den Tieren A2423 des Feldes A1251 wird deine Wohnung A4070 sein, und man wird dir Kraut A6211:2 zu (A2939) essen A2939 geben (A2939) wie den Rindern A8450; und es werden sieben A7655 Zeiten A5732 über A5922 dir (A5922) vergehen A2499, bis A1768+A5705 du erkennst A3046, dass A1768 der Höchste A5943 über das Königtum A4437 der Menschen A606 herrscht A7990 und es verleiht A5415, wem A1768+A4479 er will A6634. In demselben Augenblick A8160 wurde das Wort A4406 über A5922 Nebukadnezar A5020 vollzogen A5487; und er wurde von A4481:2 den Menschen A606 ausgestoßen A2957, und er aß A399 Kraut A6211:2 wie die Rinder A8450, und sein Leib A1655 wurde benetzt A6647 vom Tau A2920 des Himmels A8065:2, bis A1768+A5705 sein Haar A8177 wuchs A7236 wie Adlerfedern A5403e und seine Nägel A2953 wie Vogelkrallen A6853f.

Und am Ende A7118 der Tage A3118 erhob A5191 ich A576, Nebukadnezar A5020, meine Augen A5870 zum Himmel A8065:2, und mein Verstand A4486 kam A8421 mir wieder (A8421); und ich pries A1289 den Höchsten A5943, und ich rühmte A7624 und verherrlichte A1922 den ewig A5957 Lebenden A2417, dessen A1768 Herrschaft A7985 eine ewige A5957 Herrschaft A7985 ist und dessen Reich A4437g von A5974 Geschlecht A1859 zu Geschlecht A1859 währt. Und alle A3606 Bewohner A1753 der Erde A772:2 werden wie nichts A3809:2 geachtet A2804, und nach seinem Willen A6634 tut A5648:2 er mit dem Heer A2429 des Himmels A8065:2 und mit den Bewohnern A1753 der Erde A772:2; und da ist niemand A3809:2, der A1768 seiner Hand A3028 wehren A4223 und zu ihm sagen A560:2 könnte A383: Was A4101 tust A5648:2 du? Zur selben A2166 Zeit A2166 kam A8421 mir mein Verstand A4486 wieder (A8421), und zur Ehre A3367 meines Königtums A4437 kamen A8421 meine Herrlichkeit A1923 und mein Glanz A2122 mir A5922 wieder (A8421); und meine Räte A1907 und meine Gewaltigen A7261 suchten A1156 mich auf (A1156), und ich wurde wieder A8627 in A5922 mein Königtum A4437 eingesetzt A8627, und ausnehmende A3493 Größe A7238 wurde mir hinzugefügt A3255. Nun A3705 rühme A7624 ich A576, Nebukadnezar A5020, und erhebe A7313 und verherrliche A1922 den König A4430 des Himmels A8065:2, dessen A1768 Werke A4567 allesamt A3606 Wahrheit A7187 und dessen Wege A735 Recht A1780 sind, und der die zu erniedrigen A8214 vermag A3202, die A1768 in Stolz A1467 einhergehen A1981.

Fußnoten

  1. Eig. war.
  2. Eig. wurde starr vor Entsetzen.
  3. Eig. dir verbleiben.
  4. O. Wohlergehen, o. Glück.
  5. Eig. wie das der Adler.
  6. Eig. wie die der Vögel.
  7. Eig. Königreich, o. Königtum.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel ⌜ ⌝ im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln ⌜ ⌝ stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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