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Apostelgeschichte 2Apg 2

Und G2532 als G1722+G3588 der G3588 Tag G2250 der G3588 Pfingsten ~(G4005)b erfüllt G4845 wurde, waren G1510 sie alle G3956 an G1909 einem G3588+G846 Ort beisammen G3674. Und G2532 plötzlich G869 kam G1096 aus G1537 dem G3588 Himmel G3772 ein Brausen G2279, wie G5618 von einem daherfahrenden G5342, gewaltigen G972 Wind G4157c, und G2532 erfüllte G4137 das G3588 ganze G3650 Haus G3624, wo G3757 sie saßen G2521. Und G2532 es erschienen G3708 ihnen G846 zerteilte ~(G1266)d Zungen G1100 wie G5616 von Feuer G4442, und G2532 sie setzten G2523 sich (G2523)e auf G1909 jeden G1538 Einzelnen G1520 von ihnen G846. Und G2532 sie wurden alle G3956 mit Heiligem G40 Geist G4151 erfüllt G4130 und G2532 fingen G756 an (G756), in anderen G2087 Sprachen G1100 zu reden G2980, wie G2531 der G3588 Geist G4151 ihnen G846 gab G1325 auszusprechen G669.

Es wohnten G2730 aber G1161 in G1519 Jerusalem G2419 Juden G2453, gottesfürchtige G2126 Männer G435, aus G575 jeder G3956 Nation G1484 unter G5259 dem G3588 Himmel G3772. Als sich aber G1161 die G3588 Kunde G5456 hiervon G5026 verbreitete G1096f, kam G4905 die G3588 Menge G4128 zusammen (G4905) und G2532 wurde (G4797) bestürzt G4797, weil G3754 jeder G1538 Einzelne G1520 sie G846 in seiner G3588 eigenen G2398 Mundart G1258 reden G2980 hörte G191. Sie gerieten G1839 aber G1161 alle G3956 außer (G1839) sich (G1839) und G2532 verwunderten G2296 sich (G2296) und sagten G3004: Siehe G2400, sind G1510 nicht G3756 alle G537 diese G3778, die G3588 da reden G2980, Galiläer G1057? Und G2532 wie G4459 hören G191 wir G2249 sie, jeder G1538 in unserer G3588 eigenen G2398 Mundart G1258, in G1722 der G3739 wir G2257 geboren G1080 sind (G1080)? Parther G3934 und G2532 Meder G3370 und G2532 Elamiter G1639 und G2532 die G3588 Bewohner G2730 von G3588 Mesopotamien G3318, sowohl von Judäa G2449 als G2532 auch G2532 von Kappadozien G2587, Pontus G4195 und G2532 Asien G773, sowohl G5037 von Phrygien G5435 als G2532 auch G2532 von Pamphylien G3828, Ägypten G125 und G2532 dem G3588 Gebiet G3313 von G3588 Libyen G3033 gegen G2596 Kyrene G2957 hin, und G2532 die G3588 hier weilenden G1927 Römer G4514, sowohl G5037 Juden G2453 als G2532 auch G2532 Proselyten G4339, Kreter G2912 und G2532 Araber G690: Wir hören G191 sie G846 die G3588 großen G3167 Taten (G3167) Gottes G2316 in unseren G2251 Sprachen G1100 reden G2980. Sie gerieten G1839 aber G1161 alle G3956 außer (G1839) sich (G1839) und G2532 waren (G1280) in (G1280) Verlegenheit G1280 und sagten G3004 einer G243 zum G4314 anderen G243: Was G5101 mag G2309 dies G5124 wohl sein G1510? Andere G2087 aber G1161 sagten G3004 spottend G6122 NA /G5512 TR: Sie sind G1510 voll G3325 von süßem (G1098) Wein G1098.

Petrus G4074 aber G1161 stand G2476 auf (G2476) mit G4862 den G3588 Elfen G1733, erhob G1869 seine G846 Stimme G5456 und G2532 redete ~(G669)g zu ihnen G846: Männer G435 von Judäa G2453 und G2532 ihr alle G3956, die G3588 ihr in Jerusalem G2419 wohnt G2730, dies G5124 sei G1510 euch G5213 kund G1110, und G2532 nehmt (G1801) zu (G1801) Ohren G1801 meine G3450 Worte G4487! Denn G1063 diese G3778 sind nicht G3756 betrunken G3184, wie G5613 ihr G5210 meint G5274, denn G1063 es ist G1510 die dritte G5154 Stunde G5610 des G3588 Tages G2250; sondern G235 dies G5124 ist G1510 es, was G3588 durch G1223 den G3588 Propheten G4396 Joel G2493 gesagt G2046 ist: Und G2532 es wird geschehen G1510 in G1722 den G3739 letzten G2078 Tagen G2250, spricht G3004 Gott G2316, dass ich von G575 meinem G3450 Geist G4151 ausgießen G1632 werde auf G1909 alles G3956 Fleisch G4561; und G2532 eure G5216 Söhne G5207 und G2532 eure G5216 Töchter G2364 werden weissagen G4395, und G2532 eure G5216 Jünglinge G3495 werden Gesichte G3706 sehen G3708, und G2532 eure G5216 alten G4245 Männer G4245h werden Träume G1797 haben G1798. Und G2532 sogar G1065 auf G1909 meine G3450 Knechte G1401 und G2532 auf G1909 meine G3450 Mägde G1399 werde ich in G1722 jenen G1565 Tagen G2250 von G575 meinem G3450 Geist G4151 ausgießen G1632, und G2532 sie werden weissagen G4395. Und G2532 ich werde Wunder G5059 geben G1325 in G1722 dem G3588 Himmel G3772 oben G507 und G2532 Zeichen G4592 auf G1909 der G3588 Erde G1093 unten G2736: Blut G129 und G2532 Feuer G4442 und G2532 Rauchdampf G822+G2586; die G3588 Sonne G2246 wird in G1519 Finsternis G4655 verwandelt G3344 werden und G2532 der G3588 Mond G4582 in G1519 Blut G129, ehe G4250 der G3588 große G3173 und G2532 herrliche G2016i Tag G2250 des Herrn G2962j kommt G2064. Und G2532 es wird geschehen G1510: Jeder G3956, der G3739 irgend G302 den G3588 Namen G3686 des Herrn G2962 anruft G1941, wird errettet G4982 werden.“k

Männer G435 von (G2475) Israel G2475, hört G191 diese G5128 Worte G3056: Jesus G2424, den G3588 Nazaräer G3480, einen Mann G435, von G575 Gott G2316 vor G1519 euch G5209 bestätigt G584 durch mächtige G1411 Taten (G1411) und G2532 Wunder G5059 und G2532 Zeichen G4592, die G3739 Gott G2316 durch G1223 ihn G846 in G1722 eurer G5216 Mitte G3319 tat G4160, wie G2531 ihr selbst G846 wisst G1492 diesen G5126, hingegeben G1560 nach dem G3588 bestimmten G3724 Ratschluss G1012 und G2532 nach Vorkenntnis G4268 Gottes G2316, habt ihr durch G1223 die Hand G5495 von Gesetzlosen G459 an das Kreuz geschlagen G4362 und umgebracht G337. Den G3739 hat Gott G2316 auferweckt G450, nachdem er die G3588 Wehen G5604 des G3588 Todes G2288 aufgelöst G3089 hatte, wie es denn G2530 nicht G3756 möglich G1415 war G1510, dass er G846 von G5259 ihm G846 festgehalten G2902 wurde. Denn G1063 David G1138 sagt G3004 über G1519 ihn G846: „Ich sah ~(G4309)l den G3588 Herrn G2962 allezeit G1223+G3956 vor G1799 mir G3450; denn G3754 er ist G1510 zu G1537 meiner G3450 Rechten G1188, damit G2443 ich nicht G3361 wanke G4531. Darum G1223+G5124 freute G2165 sich (G2165) mein G3450 Herz G2588, und G2532 meine G3450 Zunge G1100 frohlockte G21; ja G2089+G1161, auch G2532 mein G3450 Fleisch G4561 wird in G1909m Hoffnung G1680 ruhen G2681n; denn G3754 du wirst meine G3450 Seele G5590 nicht G3756 im G1519 Hades G86 zurücklassen G1459 noch G3761 zugeben ~(G1325), dass dein G4675 Frommer G3741o Verwesung G1312 sehe G1492p. Du hast mir G3427 kundgetan G1107 Wege G3598 des Lebens G2222; du wirst mich G3165 mit Freude G2167 erfüllen G4137 mit G3326 deinem G4675 Angesicht G4383.“q Brüder G80, es sei erlaubt G1832, mit G3326 Freimütigkeit G3954 zu G4314 euch G5209 zu reden G3004 über G4012 den G3588 Patriarchen G3966 David G1138, dass G3754 er sowohl G2532 gestorben G5053 als auch G2532 begraben G2290 ist, und G2532 sein G846 Grab G3418 ist G1510 unter G1722 uns G2254 bis G891 auf G891 diesen G3778 Tag G2250. Da er nun G3767 ein Prophet G4396 war G5225 und G2532 wusste G1492, dass G3754 Gott G2316 ihm G846 mit einem Eid G3727 geschworen G3660 hatte, von G1537 der Frucht G2590 seiner G846 Lenden G3751 auf G1909 seinen G846 Thron G2362 zu setzen G2523, hat er voraussehend G4275 von G4012 der G3588 Auferstehung G386 des G3588 Christus G5547 geredet G2980, dass G3754 er nicht G3777 im G1519 Hades G86 zurückgelassen G1459 worden ist noch G3777 sein G846 Fleisch G4561 Verwesung G1312 gesehen G1492 hat. Diesen G5126 Jesus G2424 hat Gott G2316 auferweckt G450, wovon G3739 wir G2249 alle G3956 Zeugen G3144 sind G1510. Nachdem er nun G3767 durch die G3588 Rechte G1188r Gottes G2316 erhöht G5312 worden ist und G5037 die G3588 Verheißung G1860 des G3588 Heiligen G40 Geistes G4151 vom G3844+G3588 Vater G3962 empfangen G2983 hat, hat er dies G5124 ausgegossen G1632, was G3739s ihr G5210 seht G991 und G2532 hört G191. Denn G1063 nicht G3756 David G1138 ist in G1519 die G3588 Himmel G3772 aufgefahren G305; er sagt G3004 aber G1161 selbst G846: „Der G3588 Herr G2962 sprach G3004 zu meinem G3450 Herrn G2962: Setze G2521 dich (G2521) zu G1537 meiner G3450 Rechten G1188, bis G302+G2193 ich deine G4675 Feinde G2190 hinlege G5087 als Schemel G5286 deiner G4675 Füße G4228.“t Das ganze G3956 Haus G3624 Israel G2474 wisse G1097 nun G3767 zuverlässig G806, dass G3754 Gott G2316 ihn G846 sowohl G2532 zum Herrn G2962 als auch G2532 zum Christus G5547 gemacht G4160 hat, diesen G5126 Jesus G2424, den G3739 ihr G5210 gekreuzigt G4717 habt.

Als sie aber G1161 das hörten G191, drang G2660 es ihnen durchs (G2660) Herz G2588, und G5037 sie sprachen G3004 zu G4314 Petrus G4074 und G2532 den G3588 übrigen G3062 Aposteln G652: Was G5101 sollen wir tun G4160, Brüder G435+G80? Petrus G4074 aber G1161 spricht G5346 zu G4314 ihnen G846: Tut (G3340) Buße G3340, und G2532 jeder G1538 von euch G5216 werde getauft G907 auf G1909 den G3588 Namen G3686u Jesu G2424 Christi G5547 zur G1519 Vergebung G859 eurer G3588 Sünden G266, und G2532 ihr G5216 werdet die G3588 Gabe G1431 des G3588 Heiligen G40 Geistes G4151 empfangen G2983. Denn G1063 euch G5213 gilt G1510 die G3588 Verheißung G1860 und G2532 euren G5216 Kindern G5043 und G2532 allen G3956, die G3588 in G1519 der Ferne G3112 sind, so G3745 viele G3745 irgend G302 der Herr G2962, unser G2257 Gott G2316, herzurufen G4341 wird. Und G5037 mit vielen G4119 anderen G2087 Worten G3056 beschwor G1263 und G2532 ermahnte G3870 er sie G846, indem er sagte G3004: Lasst euch retten G4982 von G575 diesem G3778 verkehrten G4646 Geschlecht G1074! Die G3588 nun G3303+G3767 sein G846 Wort G3056 aufnahmen G588, wurden getauft G907; und G2532 es wurden an G1722 jenem G1565 Tag G2250 etwa G5616 dreitausend G5153 Seelen G5590 hinzugetan G4369.

Sie verharrten G4342 aber G1161 in G3588 der Lehre G1322 der G3588 Apostel G652 und G2532 in der G3588 Gemeinschaft G2842, im G3588 Brechen G2800 des G3588 Brotes G740 und G2532 in den G3588 Gebeten G4335. Über jede G3956 Seele G5590 aber G1161 kam G1096 Furcht G5401, und G5037 es geschahen G1096 viele G4183 Wunder G5059 und G2532 Zeichen G4592 durch G1223 die G3588 Apostel G652. Alle G3956 aber G1161, die G3588 glaubten G4100, waren G1510 beisammen G1909+G846 und G2532 hatten G2192 alles G537 gemeinsam G2839; und G2532 sie verkauften G4097 die G3588 Besitztümer G2933 und G2532 die G3588 Habe G5223 und G2532 verteilten G1266 sie G846 an alle G3956, je G2530 nachdem G2530 einer G5100 irgend G302 Bedarf G5532 hatte G2192. Und G5037 während sie täglich G2596+G2250 einmütig G3661 im G1722+G3588 Tempel G2411 verharrten G4342 und G5037 zu G2596 Hause G3624 das Brot G740 brachen G2806, nahmen G3335 sie Speise G5160 mit G1722 Frohlocken G20 und G2532 Schlichtheit G858 des Herzens G2588, lobten G134 Gott G2316 und G2532 hatten G2192 Gunst G5485 bei G4314 dem G3588 ganzen G3650 Volk G2992. Der G3588 Herr G2962 aber G1161 fügte G4369 täglich G2596+G2250 hinzu (G4369) /G1909+G3588+G846, die G3588 gerettet G4982 werden sollten.

Fußnoten

  1. W. Taten (o. Handlungen) der Apostel.
  2. W. des Fünfzigsten G4005 (d. i. das Wochenfest).
  3. O. Wehen.
  4. W. sich zerteilende G1266.
  5. W. es setzte sich.
  6. O. Als aber diese G3778 Stimme ergangen war.
  7. W. sprach G669 geradeheraus G669, o. erklärte (bezeichnet ein freimütiges Reden).
  8. O. eure Ältesten.
  9. O. sichtbare.
  10. „Herr“ ohne Artikel bezeichnet hier und an anderen Stellen den alttestamentlichen Namen HERR (Jahwe, Jehova).
  11. Joel 3,1–5.
  12. W. sah G4309 im (G4309) Voraus G4309.
  13. O. auf, o. aufgrund von.
  14. O. wohnen, o. zelten.
  15. O. Heiliger.
  16. O. noch deinen Frommen hingeben (w. geben G1325), Verwesung zu sehen.
  17. Psalm 16,8–11.
  18. O. zur Rechten.
  19. O. diesen ausgegossen, den.
  20. Psalm 110,1.
  21. O. aufgrund des Namens.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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