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Apostelgeschichte 26Apg 26

Agrippa G67 aber G1161 sprach G5346 zu G4314 Paulus G3972: Es ist dir G4671 erlaubt G2010, für G4012 dich G4572 selbst G4572 zu reden G3004. Da G5119 streckte G1614 Paulus G3972 die G3588 Hand G5495 aus (G1614) und verantwortete G626 sich (G626): Ich schätze G2233 mich G1683 glücklich G3107, König G935 Agrippa G67, dass ich mich (G626) über G4012 alles G3956, wessen G3739 ich von G5259 den Juden G2453 angeklagt G1458 werde, heute G4594 vor G1909 dir G4675 verantworten G626 kann G3195; besonders G3122 weil du G4571 von allen G3956 Gebräuchen G1485 und G2532 Streitfragen G2213 unter G2596 den Juden G2453 Kenntnis G1109 hast G1510; darum G1352 bitte G1189 ich, mich G3450 langmütig G3116 anzuhören G191. Mein G3450 Lebenswandel G981 nun G3303+G3767 von G1537 Jugend G3503 auf G1537, der G3588 von G575 früher G746 her (G746) unter G1722 meiner G3450 Nation G1484 und G5037 in G1722 Jerusalem G2414 gewesen G1096 ist, ist (G2467) allen G3956 Juden G2453 bekannt G2467, die mich G3165 von (G509) Anfang G509 an (G509) kennen G4267wenn G1437 sie es bezeugen G3140 wollen G2309 –, dass G3754 ich nach G2596 der G3588 strengsten G196 Sekte G139 unserer G2251 Religion G2356, als Pharisäer G5330, lebte G2198. Und G2532 nun G3568 stehe G2476 ich vor Gericht G2919 wegen G1909 der Hoffnung G1680 auf die G3588 von G5259 Gott G2316 an G1519 unsere G2257 Väter G3962 ergangene G1096 Verheißung G1860, zu G1519 der G3739 unser G2257 zwölfstämmiges G1429 Volk, unablässig G1722+G1616 Nacht G3571 und G2532 Tag G2250 Gott dienend G3000, hinzugelangen G2658 hofft G1679; wegen G4012 dieser G3739 Hoffnung G1680, o König G935, werde ich von G5259 den Juden G2453 angeklagt G1458. Warum G5101 wird es bei G3844 euch G5213 für unglaubhaft G571 gehalten G2919, wenn G1487 Gott G2316 Tote G3498 auferweckt G1453?

Ich G1473 meinte G1380 freilich G3303+G3767 bei mir G1683 selbst G1683, gegen G4314 den G3588 Namen G3686 Jesu G2424, des G3588 Nazaräers G3480, viel G4183 Feindseliges G1727 tun G4238 zu müssen G1163, was G3739 ich auch G2532 in G1722 Jerusalem G2414 getan G4160 habe; und G2532 viele G4183 der G3588 Heiligen G40 habe ich G1473 in G1722 Gefängnisse G5438 eingeschlossen G2623, nachdem ich von G3844 den G3588 Hohenpriestern G749 die G3588 Vollmacht G1849 empfangen G2983 hatte; und G5037 wenn sie G846 umgebracht G337 wurden (G337), gab G2702 ich meine Stimme G5586 dazu (G2702). Und G2532 sie G846 in G2596 allen G3956 Synagogen G4864 oftmals G4178 strafend G5097, zwang G315 ich sie zu lästern G987; und G5037 übermäßig G4057 gegen sie rasend G1693, verfolgte G1377 ich sie G846 sogar G2532 bis G2193 in G1519 die G3588 ausländischen G1854 Städte G4172. Als ich dabei G1722+G3588 mit G3326 Vollmacht G1849 und G2532 Erlaubnis G2011b von G3588 den G3588 Hohenpriestern G749 nach G1519 Damaskus G1154 reiste G4198, sah G1492 ich mitten G3319 am Tag G2250 auf G2596 dem G3588 Weg G3598, o König G935, vom Himmel G3771 her ein Licht G5457, das G3588 den G3588 Glanz G2987 der G3588 Sonne G2246 übertraf G5228, welches mich G3165 und G2532 die, die mit G4862 mir G1698 reisten G4198, umstrahlte G4034. Und G5037 als wir G2257 alle G3956 zur G1519+G3588 Erde G1093 niedergefallen G2667 waren, hörte G191 ich eine Stimme G5456 in G3588 hebräischer G1446 Mundart G1258 zu G4314 mir G3165 sagen G3004: Saul G4549, Saul G4549, was G5101 verfolgst G1377 du mich G3165? Es ist hart G4642 für dich G4671, gegen G4314 den Stachel G2759 auszuschlagen G2979. Ich G1473 aber G1161 sprach G3004: Wer G5101 bist G1510 du, Herr G2962? Der G3588 Herr G2962 aber G1161 sprach G3004: Ich G1473 bin G1510 Jesus G2424, den G3739 du G4771 verfolgst G1377; aber G235 richte G450 dich auf (G450) und G2532 stelle G2476 dich auf G1909 deine G4675 Füße G4228; denn G1063 dazu G1519+G5124 bin ich dir G4671 erschienen G3708, dich G4571 zu einem Diener G5257 und G2532 Zeugen G3144 zu bestimmen G4400, sowohl G5037 dessen, was G3739 duc gesehen G1492 hast, als G5037 auch (G5037) dessen, worin G3739 ich G3165 dir G4671 erscheinen G3708 werde, indem ich dich G4571 herausnehme G1807 aus G1537 dem G3588 Volk G2992 und G2532 aus G1537 den G3588 Nationen G1484, zu G1519 denen G3739 ich G1473 dich G4571 sende G649, um ihre G846 Augen G3788 aufzutun G455, damit G3588 sie sich (G1994) bekehren G1994 von G575 der Finsternis G4655 zum G1519 Licht G5457 und G2532 von der G3588 Gewalt G1849 des G3588 Satans G4567 zu G1909 Gott G2316, damit G3588 sie G846 Vergebung G859 der Sünden G266 empfangen G2983 und G2532 ein Erbe G2819d unter G1722 denen, die G3588 durch den G3588 Glauben G4102 an G1519 mich G1691 geheiligt G37 sind. Daher G3606, König G935 Agrippa G67, war G1096 ich dem G3588 himmlischen G3770 Gesicht G3701 nicht G3756 ungehorsam G545, sondern G235 verkündigte G518 zuerst G4412 denen G3588 in G1722 Damaskus G1154 und G5037 auch G2532 in Jerusalem G2414 und G5037 in der G3588 ganzen G3956 Landschaft G5561 von G3588 Judäa G2449 und G2532 den G3588 Nationen G1484, Buße G3340 zu tun (G3340) und G2532 sich (G1994) zu G1909 Gott G2316 zu bekehren G1994 und der G3588 Buße G3341 würdige G514 Werke G2041 zu vollbringen G4238e. Deshalb G1752+G5130 haben mich G3165 die Juden G2453, als ich im G1722+G3588 Tempel G2411 war G1510, ergriffen G4815 und versucht G3987, mich zu ermorden G1315. Da mir nun G3767 der G3588 Beistand G1947 von G575 Gott G2316 zuteilwurde G5177, stehe G2476 ich bis G891 zu G891 diesem G3778 Tag G2250 da und bezeuge G3143 sowohl G5037 vor Kleinen G3398 als G2532 Großen G3173, indem ich nichts G3762 sage G3004 außer G1622 dem (G1622), was G3739 auch G5037 die G3588 Propheten G4396 und G2532 Mose G3475 geredet G2980 haben, dass es geschehen G1096 werde G3195, nämlich, dass G1487 der G3588 Christus G5547 leiden G3805 sollte, dass G1487 er als Erster G4413 durch G1537f Toten-Auferstehung G386+G3498 Licht G5457 verkündigen G2605 sollte G3195, sowohl G5037 dem G3588 Volk G2992 als G2532 auch G2532 den G3588 Nationen G1484.

Während er G846 aber G1161 dies G5023 zur (G626) Verteidigung G626 sagt (G626), spricht G5346 Festus G5347 mit lauter G3173 Stimme G5456: Du bist (G3105) von (G3105) Sinnen G3105, Paulus G3972! Die G3588 große G4183 Gelehrsamkeit G1121 bringt G4062 dich G4571 zum G1519 Wahnsinn G3130. Paulus G3972 aber G1161 spricht G5346: Ich bin (G3105) nicht G3756 von (G3105) Sinnen G3105, vortrefflichster G2903 Festus G5347, sondern G235 ich rede G669 Worte G4487 der Wahrheit G225 und G2532 der Besonnenheit G4997. Um G4012 diese G5130 Dinge weiß G1987 ja G1063 der G3588 König G935, zu G4314 dem G3739 ich auch G2532 mit Freimütigkeit G3955 rede G2980. Denn G1063 ich bin überzeugt G3982, dass ihm G846 nichts G3756 davon G5130 verborgen G2990 ist (G2990), denn G1063 dies G5124 ist G1510 nicht G3756 in G1722 einem Winkel G1137 geschehen G4238. Glaubst G4100 du, König G935 Agrippa G67, den G3739 Propheten G4396? Ich weiß G1492, dass G3754 du glaubst G4100. Agrippa G67 aber G1161 sprach zu G4314 Paulus G3972: In G1722 kurzem G3641g überredest G3982 du mich G3165, ein Christ G5546 zu werden G4160h. Paulus G3972 aber G1161 sprach: Ich möchte wohl G302 zu G3588 Gott G2316 beten G2172, dass über G1722 kurz G3641 oder G2532 lang G3173i nicht G3756 allein G3440 du G4571, sondern G235 auch G2532 alle G3956, die G3588 mich G3450 heute G4594 hören G191, solche G5108 würden G1096, wie G3697 auch G2532 ich G1473 bin G1510, ausgenommen G3924 diese G5130 Fesseln G1199.

Und G5037 der G3588 König G935 stand G450 auf (G450) und G2532 der G3588 Statthalter G2232 und G5037 Bernice G959 und G2532 die, die G3588 mit ihnen G846 dasaßen G4775. Und G2532 als sie sich zurückgezogen G402 hatten, redeten G2980 sie miteinander G4314+G240 und sagten G3004: Dieser G3778 Mensch G444 tut G4238 nichts G3762, was G5100 des Todes G2288 oder G2228 der Fesseln G1199 wert G514 wäre. Agrippa G67 aber G1161 sprach G5346 zu G3588 Festus G5347: Dieser G3778 Mensch G444 hätte freigelassen G630 werden können G1410, wenn G1487 er sich (G1941) nicht G3361 auf (G1941) den Kaiser G2541 berufen G1941 hätte.

Fußnoten

  1. W. Taten (o. Handlungen) der Apostel.
  2. O. Auftrag.
  3. A. f. h. von mir G3165 NA.
  4. O. Los.
  5. W. sich zu Gott zu bekehren, der Buße würdige Werke vollbringend.
  6. O. aus.
  7. O. Mit wenigem.
  8. O. mich zu einem Christen zu machen; o. als Christ aufzutreten.
  9. O. sowohl mit wenigem als auch mit vielem.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
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KlageliederKlgl
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DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
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MarkusMk
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JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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