Zeige:

Matthäus 21Mt 21

Und G2532 als G3753 sie sich (G1448) Jerusalem G2414 näherten G1448 und G2532 nach G1519 Bethphage G967 kamen G2064, an G1519 den G3588 Ölberg G3735+G1636, da G5119 sandte G649 Jesus G2424 zwei G1417 Jünger G3101 und sprach G3004 zu ihnen G846: Geht G4198 hin (G4198) in G1519 das G3588 Dorf G2968 euch G5216 gegenüber G2713; und G2532 sogleich G2112 werdet ihr eine Eselin G3688 angebunden G1210 finden G2147 und G2532 ein Fohlen G4454 bei G3326 ihr G846; bindet G3089 sie los (G3089) und führt G71 sie zu mir G3427. Und G2532 wenn G1437 jemand G5100 etwas G5100 zu euch G5213 sagt G3004, so sollt ihr sprechen G2046: Der G3588 Herr G2962 benötigt G5532+G2192 sie G846, und G1161 sogleich G2117 wird er sie G846 senden G649. Dies G5124 aber G1161 ist geschehen G1096, damit G2443 erfüllt G4137 würde, was G3588 durch G1223 den G3588 Propheten G4396 geredet G4483 ist, der spricht G3004: „Sagt G3004 der G3588 Tochter G2364 Zion G4622: Siehe G2400, dein G4675 König G935 kommt G2064 zu dir G4671, sanftmütig G4239 und G2532 auf G1909 einer Eselin G3688 reitend G1910, und G2532 zwar auf G1909 einem Fohlen G4454, einem Jungen G5207 des Lasttiers G5268.“a Als aber G1161 die G3588 Jünger G3101 hingegangen G4198 waren und G2532 getan G4160 hatten, wie G2531 Jesus G2424 ihnen G846 aufgetragen G4929 hatte, führten G71 sie die G3588 Eselin G3688 und G2532 das G3588 Fohlen G4454 herbei und G2532 legten G2007 die G3588 Kleider G2440 auf G1909 sie G846, und G2532 er setzte G1940 sich (G1940) darauf G1883+G846. Und ~(G1161) eine ~(G3588)b sehr G4118 große G4118 Volksmenge G3793 breitete G4766 ihre G1438 Kleider G2440 auf G1722 dem G3588 Weg G3598 aus (G4766); andere G243 aber G1161 hieben G2875 Zweige G2798 von G575 den G3588 Bäumen G1186 und G2532 streuten G4766 sie auf G1722 den G3588 Weg G3598. Die G3588 Volksmengen G3793 aber G1161, die G3588 vor (G4254) ihm G846 hergingen G4254 und G2532 die G3588 nachfolgten G190, riefen G2896 und sagten G3004: Hosanna G5614 dem G3588 Sohn G5207 Davids G1138! Gepriesen G2127 sei, der G3588 da kommt G2064 im G1722 Namen G3686 des Herrn G2962!c Hosanna G5614 in ~(G1722) der ~(G3588) Höhe ~(G5310)d! Und G2532 als er G846 in G1519 Jerusalem G2414 einzog G1525, kam G4579 die G3588 ganze G3956 Stadt G4172 in (G4579) Bewegung G4579 und sprach G3004: Wer G5101 ist G1510 dieser G3778? Die G3588 Volksmengen G3793 aber G1161 sagten G3004: Dieser G3778 ist G1510 der G3588 Prophet G4396, Jesus G2424, der G3588 von G575 Nazareth G3478 in G3588 Galiläa G1056.

Und G2532 Jesus G2424 trat G1525 in G1519 den G3588 Tempel G2411 ein (G1525) und G2532 trieb G1544 alle G3956 hinaus (G1544), die G3588 im G1722+G3588 Tempel G2411 verkauften G4453 und G2532 kauften G59; und G2532 die G3588 Tische G5132 der G3588 Wechsler G2855 und G2532 die G3588 Sitze G2515 der G3588 Taubenverkäufer G4453+G4058 stieß G2690 er um (G2690). Und G2532 er spricht G3004 zu ihnen G846: Es steht (G1125) geschrieben G1125: „Mein G3450 Haus G3624 wird ein Bethaus G3624+G4335 genannt G2564 werden.“e; ihr G5210 aber G1161 macht G4160 es G846 zu einer Räuberhöhle G4693+G3027.f Und G2532 es kamen G4334 Blinde G5185 und G2532 Lahme G5560 im G1722+G3588 Tempel G2411 zu ihm G846, und G2532 er heilte G2323 sie G846. Als aber G1161 die G3588 Hohenpriester G749 und G2532 die G3588 Schriftgelehrten G1122 die G3588 Wunder G2297 sahen G1492, die G3739 er tat G4160, und G2532 die G3588 Kinder G3816, die G3588 im G1722+G3588 Tempel G2411 schrien G2896 und G2532 sagten G3004: Hosanna G5614 dem G3588 Sohn G5207 Davids G1138!, wurden sie unwillig G23 und G2532 sprachen G3004 zu ihm G846: Hörst G191 du, was G5101 diese G3778 sagen G3004? Jesus G2424 aber G1161 spricht G3004 zu ihnen G846: Ja G3483, habt ihr nie G3763 gelesen G314: „Aus G1537 dem Mund G4750 der Unmündigen G3516 und G2532 Säuglinge G2337 hast du dir Lob G136 bereitet G2675“g? Und G2532 er verließ G2641 sie G846 und ging G1831 zur G1854+G3588 Stadt G4172 hinaus (G1831) nach G1519 Bethanien G963 und G2532 übernachtete G835 dort G1563.

Frühmorgens G4404 aber G1161, als er in G1519 die G3588 Stadt G4172 zurückkehrte G1877, hungerte G3983 ihn. Und G2532 als er einen G1520 Feigenbaum G4808 am G1909+G3588 Weg G3598 sah G1492, ging G2064 er auf G1909 ihn G846 zu und G2532 fand G2147 nichts G3762 daran G1722+G846 als G1487+G3361 nur (G1487+G3361) Blätter G5444. Und G2532 er spricht G3004 zu ihm G846: Nie G3371 mehr G3371 komme G1096 Frucht G2590 von G1537 dir G4675 in G1519 Ewigkeit G165! Und G2532 sogleich G3916 verdorrte G3583 der G3588 Feigenbaum G4808. Und G2532 als die G3588 Jünger G3101 es sahen G1492, verwunderten G2296 sie sich (G2296) und sprachen G3004: Wie G4459 ist der G3588 Feigenbaum G4808 sogleich G3916 verdorrt G3583! Jesus G2424 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004 zu ihnen G846: Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213: Wenn G1437 ihr Glauben G4102 habt G2192 und G2532 nicht G3361 zweifelt G1252, werdet ihr nicht G3756 allein G3440 das G3588 mit dem G3588 Feigenbaum G4808 Geschehene tun G4160, sondern G235 selbst G2579 wenn G2579 ihr zu diesem G5129 Berg G3735 sagt G3004: Werde aufgehoben G142 und G2532 ins G1519+G3588 Meer G2281 geworfen G906!, so wird es geschehen G1096. Und G2532 alles G3956, was G3745 irgend G302 ihr im G1722+G3588 Gebet G4335 glaubend G4100 erbittet G154, werdet ihr empfangen G2983.

Und G2532 als er G846 in G1519 den G3588 Tempel G2411 kam G2064, traten G4334, als er lehrte G1321, die G3588 Hohenpriester G749 und G2532 die G3588 Ältesten G4245 des G3588 Volkes G2992 zu ihm G846 und sprachen G3004: In G1722 welchem G4169 Recht G1849 tust G4160 du diese G5023 Dinge, und G2532 wer G5101 hat dir G4671 dieses G3778 Recht G1849 gegeben G1325? Jesus G2424 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004 zu ihnen G846: Auch G2504 ich G2504 will euch G5209 ein G1520 Wort G3056 fragen G2065, und wenn G1437 ihr es G3739 mir G3427 sagt G3004, so werde auch G2504 ich G2504 euch G5213 sagen G2046, in G1722 welchem G4169 Recht G1849 ich diese G5023 Dinge tue G4160: Die G3588 Taufe G908 des Johannes G2491, woher G4159 war G1510 sie, vom G1537 Himmel G3772 oder G2228 von G1537 Menschen G444? Sie G3588 aber G1161 überlegten G1260 bei G1722 sich G1438 selbst G1438 und sprachen G3004: Wenn G1437 wir sagen G3004: Vom G1537 Himmel G3772, so wird er zu uns G2254 sagen G2046: Warum G1223+G5101 habt ihr ihm G846 denn G3767 nicht G3756 geglaubt G4100? Wenn G1437 wir aber G1161 sagen G3004: Von G1537 Menschen G444 – wir fürchten G5399 die G3588 Volksmenge G3793, denn G1063 alle G3956 halten G2192 Johannes G2491 für G5613 einen Propheten G4396. Und G2532 sie antworteten G611 Jesus G2424 und G2532 sprachen G3004: Wir wissen G1492 es nicht G3756. Da sagte G5346 auch er G846 zu ihnen G846: So sage G3004 auch G3761 ich G1473 euch G5213 nicht G3761, in G1722 welchem G4169 Recht G1849 ich diese G5023 Dinge tue G4160.

Was G5101 meint G1380 ihr G5213 aber G1161? Ein Mensch G444 hatte G2192 zwei G1417 Kinder G5043; und G2532 er trat G4334 hin (G4334) zu dem G3588 ersten G4413 und sprach G3004: Mein Sohn ~(G5043)h, geh G5217 heute G4594 hin (G5217), arbeite G2038 im G1722 Weinberg G290. Er G3588 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004: Ich will G2309 nicht G3756. Danach G5305 aber G1161 reute G3338 es (G3338) ihn (G3338), und er ging G565 hin (G565). Und G2532 TRi er trat G4334 hin (G4334) zu dem G3588 zweiten G1208 TRj und sprach G3004 ebenso G5615. Der G3588 aber G1161 antwortete G611 und sprach G3004: Ich G1473 gehe, Herr G2962, und G2532 ging G565 nicht G3756. Wer G5101 von G1537 den G3588 beiden G1417 hat den G3588 Willen G2307 des G3588 Vaters G3962 getan G4160? Sie sagen G3004: Der G3588 Erste G4413. Jesus G2424 spricht G3004 zu ihnen G846: Wahrlich G281, ich sage G3004 euch G5213, dass G3754 die G3588 Zöllner G5057 und G2532 die G3588 Huren G4204 euch G5209 vorangehen G4254 in G1519 das G3588 Reich G932 Gottes G2316. Denn G1063 Johannes G2491 kam G2064 zu G4314 euch G5209 auf ~(G1722)k dem Weg G3598 der Gerechtigkeit G1343, und G2532 ihr glaubtet G4100 ihm G846 nicht G3756; die G3588 Zöllner G5057 aber G1161 und G2532 die G3588 Huren G4204 glaubten G4100 ihm G846; euch (G3338) aber G1161, als ihr G5210 es saht G1492, reute G3338 es (G3338) auch G3761 danach G5305 nicht G3761, so (G3588) dass G3588 ihr ihm G846 geglaubt G4100 hättet.

Hört G191 ein anderes G243 Gleichnis G3850: Es war G1510 ein Hausherr G3617, der G3748 einen Weinberg G290 pflanzte G5452 und G2532 einen Zaun G5418 darum (G4060) setzte G4060 und G2532 eine Kelter G3025 darin G1722+G846 grub G3736 und G2532 einen Turm G4444 baute G3618; und G2532 er verpachtete G1554 ihn G846 an Weingärtner ~(G1092)l und G2532 reiste G589 außer (G589) Landes (G589). Als G3753 aber G1161 die G3588 Zeit G2540 der G3588 Früchte G2590 nahte G1448, sandte G649 er seine G846 Knechte G1401 zu G4314 den G3588 Weingärtnern G1092, seine G846 Früchte G2590 in (G2983) Empfang G2983 zu nehmen (G2983). Und G2532 die G3588 Weingärtner G1092 nahmen G2983 seine G846 Knechte G1401, einen G3739+G3303 schlugen G1194 sie, einen G3739 anderen G1161 töteten G615 sie, einen G3739 anderen G1161 steinigten G3036 sie. Wiederum G3825 sandte G649 er andere G243 Knechte G1401, mehr G4119 als (G4119) die G3588 Ersten G4413; und G2532 sie taten G4160 ihnen G846 ebenso G5615.

Zuletzt G5305 aber G1161 sandte G649 er seinen G846 Sohn G5207 zu G4314 ihnen G846 und sagte G3004 sich: Sie werden sich (G1788) vor (G1788) meinem G3450 Sohn G5207 scheuen G1788. Als aber G1161 die G3588 Weingärtner G1092 den G3588 Sohn G5207 sahen G1492, sprachen G3004 sie untereinander G1722+G1438: Dieser G3778 ist G1510 der G3588 Erbe G2818; kommt G1205, lasst uns ihn G846 töten G615 und G2532 sein G846 Erbe G2817 in (G2192) Besitz G2192 nehmen G2192! Und G2532 sie nahmen G2983 ihn G846, warfen G1544 ihn zum G3588 Weinberg G290 hinaus G1854 und G2532 töteten G615 ihn. Wenn G3752 nun G3767 der G3588 Herr G2962 des G3588 Weinbergs G290 kommt G2064, was G5101 wird er jenen G1565 Weingärtnern G1092 tun G4160? Sie sagen G3004 zu ihm G846: Er wird jene G846 Übeltäter G2556 auf (G2560) schlimme G2560 Weise (G2560) umbringen G622, und G2532 den G3588 Weinberg G290 wird er an andere G243 Weingärtner G1092 verpachten G1554, die G3748 ihm G846 die G3588 Früchte G2590 abliefern G591 werden zu G1722 ihrer G846 Zeit G2540m. Jesus G2424 spricht G3004 zu ihnen G846: Habt ihr nie G3763 in G1722 den G3588 Schriften G1124 gelesen G314: „Der Stein G3037, den G3739 die G3588 Bauleute G3618 verworfen G593 haben, dieser G3778 ist zum G1519 Eckstein ~(G2776+G1137)n geworden G1096. Von G3844 dem Herrn G2962 her ist er dies G3778 geworden G1096, und G2532 ero ist G1510 wunderbar G2298 in G1722 unseren G2257 Augen G3788“p? Deswegen G1223+G5124 sage G3004 ich euch G5213: Das G3588 Reich G932 Gottes G2316 wird von G575 euch G5216 weggenommen G142 und G2532 einer Nation G1484 gegeben G1325 werden, die dessen G846 Früchte G2590 bringen G4160 wird. Und G2532 wer G3588 auf G1909 diesen G5126 Stein G3037 fällt G4098, wird zerschmettert G4917 werden; auf G1909 wen G3739 irgend G302 er aber G1161 fällt G4098, den G846 wird er zermalmen G3039. Und G2532 als die G3588 Hohenpriester G749 und G2532 die G3588 Pharisäer G5330 seine G846 Gleichnisse G3850 gehört G191 hatten, erkannten G1097 sie, dass G3754 er von G4012 ihnen G846 redete G3004. Und G2532 als sie ihn G846 zu greifen G2902 suchten G2212, fürchteten G5399 sie die G3588 Volksmengen G3793, denn G1893 sie hielten G2192 ihn G846 für G1519 einen Propheten G4396.

Fußnoten

  1. Sacharja 9,9.
  2. W. Aber G1161 die G3588.
  3. Vgl. Psalm 118,26.
  4. Eig. in G1722 den G3588 höchsten G5310 Örtern.
  5. Jesaja 56,7.
  6. Vgl. Jeremia 7,11.
  7. Psalm 8,3.
  8. W. Kind G5043 (dasselbe Wort wie vorher).
  9. A. l. Aber G1161 NA.
  10. A. l. anderen G2087 NA.
  11. W. in G1722.
  12. Eig. Ackerbauern G1092 (so auch später).
  13. W. ihren Zeiten.
  14. W. Haupt G2776 der Ecke G1137.
  15. O. es.
  16. Psalm 118,22.23.

Einführung
Elberfelder Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) mit Strong-Nummern

A. Vorwort zur Bibelausgabe

Die hier verwendete Bibelausgabe geht zurück auf die so genannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten.

Durch Gottes Gnade kann jetzt eine Neubearbeitung dieser Übersetzung erscheinen. Dazu wurden unter anderem die heutigen wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben des Alten und Neuen Testaments herangezogen (K. Elliger und W. Rudolph: Biblia Hebraica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984; Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 28. Auflage 2012; The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J.)

Hier und da bestand die Möglichkeit, die Genauigkeit der Übersetzung etwas zu verbessern. Auch sprachliche und stilistische Glättungen wurden an vielen Stellen vorgenommen. Dabei war es Wunsch und Ziel der Bearbeiter, dass diese Ausgabe der Heiligen Schrift weiterhin dem Anspruch genügt, möglichst wortgetreu und doch verständlich zu sein.

Der Bibeltext enthält die heute allgemein üblichen Kapitel- und Verseinteilungen. Diese sind an die wissenschaftlichen Textausgaben und andere Bibelübersetzungen angeglichen worden. Das betrifft insbesondere die Überschriften der Psalmen, die, obwohl sie zum Bibeltext gehören, bislang nicht in die Verszählung einbezogen waren.

Auf die Einfügung von Abschnittsüberschriften wurde bewusst verzichtet, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament wurden beibehalten; im Neuen Testament sind weiterhin nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben.

Wie die ursprünglichen Übersetzer lehnen auch die jetzigen Bearbeiter alle Ansätze der Bibelkritik ab, die die Inspiration und Autorität des Wortes Gottes und seine innere Einheit in Frage stellen. Dem Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift muss daher besonders Rechnung getragen werden, wenn der Handschriftenbefund gelegentlich nicht eindeutig ist. Das bedeutet, dass die Bearbeiter nicht kritiklos dem Text der wissenschaftlichen Grundtext-Ausgaben folgen.

1. Der Text

Altes Testament

Aus Hochachtung vor dem hebräischen Text des Alten Testaments wurde schon im Altertum beim Abschreiben höchste Sorgfalt verwandt. In der Zeit von ca. 700 bis 1000 n. Chr. entwickelten die Masoreten (hebr. für „Überlieferer“) ein System, das den ursprünglich nur in Konsonantenschrift überlieferten Bibeltext durch eingefügte Vokalzeichen, Akzente und Erklärungen ergänzen und verdeutlichen sollte. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen schwer verständliche Wörter (hebr. Ketiv: „Schreibform“) mit einer alternativen Vokalisierung (hebr. Qere: „Leseform“) versehen. Für die Abschriften der Bibeltexte wurden genaue Regeln aufgestellt. Die große Genauigkeit der alten hebräischen Bibelhandschriften wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die zum Teil über 2000 Jahre alten Bibelfunde von Qumran am Toten Meer bestätigt. Die wissenschaftliche Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments, die Biblia Hebraica Stuttgartensia, ist die getreue Wiedergabe einer einzigen masoretischen Handschrift aus dem Jahr 1008, des Codex Leningradensis. Abweichende Lesarten anderer hebräischer Handschriften, der Septuaginta (d. i. die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus der Zeit um 200 v. Chr.), sowie weiterer alter Übersetzungen (z. B. der syrischen und lateinischen) sind in den Fußnoten der Biblia Hebraica angegeben.

Die vorliegende Überarbeitung fußt grundsätzlich auf dem sehr genau überlieferten masoretischen Text der Biblia Hebraica. Nur in seltenen Fällen wurden die Lesarten anderer hebräischer Handschriften oder alter Übersetzungen vorgezogen, was jeweils in einer Fußnote vermerkt ist.

Der früher mit Jehova wiedergegebene Name des Bundesgottes Israels, JHWH („der ewig Seiende“), ist durch HERR (in Kapitälchen) ersetzt worden. Die Wiedergabe durch Herr (ohne Artikel), die der Heilige Geist im Neuen Testament für diesen Namen benutzt hat (vgl. Matthäus 1,20 mit Fußnote), hat uns bei diesem Schritt bestärkt. Die Übernahme der Bezeichnung Jahwe in den Text des Wortes Gottes hielten wir nicht für sinnvoll, da sie lediglich eine wissenschaftliche Rekonstruktion des ursprünglich nur mit Konsonanten geschriebenen alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist. Sie wird nur in den Fußnoten (neben Jehova) verwendet. Die genaue Aussprache des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt, weil stattdessen im Hebräischen immer Adonai (Herr) oder in der Verbindung Adonai-JHWH immer Elohim (Gott) gelesen wurde und wird. Die früher durch Jehova Gott wiedergegebene Wortverbindung JHWH-Elohim lautet jetzt Gott der HERR. Die von JHWH abgeleitete seltene Kurzform Jah wurde entsprechend der hebräischen Schreibweise beibehalten.

Im Allgemeinen ist im Alten Testament „Gott“ oder „Götter“ die Wiedergabe des hebräischen Namens Elohim (eine Pluralform). Auf die Verwendung der beiden anderen hebräischen Namen Gottes: El (der Starke), Eloah (der Mächtige, Unumschränkte oder: der Furcht Einflößende) wird jeweils in den Fußnoten hingewiesen.

Neues Testament

Vom Neuen Testament sind heute ungefähr 5300 Handschriften in griechischer Sprache bekannt. Zur Zeit der Entstehung der „Elberfelder Übersetzung“ waren es vielleicht 1000, während die erste gedruckte Textausgabe des griechischen Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam (1516) auf nur sechs relativ jungen Handschriften beruhte. Der in der Folgezeit kaum veränderte Text von Erasmus, der den Übersetzungen der Reformationszeit (in Deutschland 1522 Martin Luther, in England 1611 der King James Version oder Authorised Version) als Vorlage gedient hat, wurde im Jahr 1633 von dem Buchdrucker Elzevir erstmals Textus Receptus (lat. für „angenommener“ oder „anerkannter Text“) genannt. Die Mehrzahl aller heute bekannten griechischen Handschriften des Neuen Testaments entspricht diesem Text. Diese früher als „Koine“ oder „Reichstext“ bezeichnete Textform wird nach ihrer Herkunft auch „Byzantinischer Text“ oder wegen der Menge der Handschriften „Mehrheitstext“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Textform, die seit dem 4. Jahrhundert im Osten des Römischen Reichs (Byzanz/Konstantinopel) in fortschreitendem Maß durch „korrigierende“ Eingriffe verändert worden ist.

Die meisten der heute bekannten ca. 5300 griechischen Handschriften des Neuen Testaments sind in den letzten 200 Jahren entdeckt und ausgewertet worden, die ältesten davon, insbesondere die Papyri, erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade die ältesten Manuskripte enthalten an manchen Stellen einen anderen Wortlaut als der Textus Receptus, und die Textforschung bemüht sich, zu ermitteln, welches die ursprüngliche Lesart ist. Das Ergebnis dieser Arbeit sind die wissenschaftlichen Textausgaben des griechischen Neuen Testaments, deren bekannteste die von Nestle-Aland ist. Unterschiede gibt es nur bei einem kleinen Bruchteil des gesamten Textes des Neuen Testaments. Viele davon sind Abweichungen in Rechtschreibung oder Grammatik, die in einer Übersetzung gar nicht ausgedrückt werden können. In den anderen Fällen sind die Bearbeiter dieser Bibelausgabe nicht immer dem Text von Nestle-Aland gefolgt, wo dieser vom Textus Receptus abweicht. Alle Stellen, die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel ⌜ ⌝ im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Markus 16,9-20; Lukas 22,43.44; 23,34 und Johannes 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen.

Die Ergebnisse der Textforschung bestätigen beim Neuen wie beim Alten Testament durchweg in bewunderungswürdiger Weise die bewahrende Hand Gottes in der schriftlichen Überlieferung Seines heiligen Wortes. Wir besitzen heute eine genauere Kenntnis des Bibeltextes als je zuvor.

Der Artikel (Geschlechtswort) wird im neutestamentlichen Griechisch oft anders verwendet als im Deutschen und hat häufig einen stark hinweisenden Charakter. In der Übersetzung sind wir dem Gebrauch des Artikels im Griechischen im Allgemeinen gefolgt, auch wenn dies im Deutschen ungewöhnlich ist, besonders in Verbindung mit dem Namen Christus: der Christus, des Christus usw. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch entsprechend dem deutschen Gebrauch meistens fortgelassen worden.

Auch die vielfach vom Deutschen abweichende Verwendung der Zeiten im Griechischen wurde möglichst beibehalten, z. B. in Markus 8,33: „… und als er seine Jünger sah, tadelte er Petrus, und er sagt: …“

Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde beibehalten. Es scheint die direkte und einfachste Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia zu sein (s. Worterklärungen).

Kennzeichnungen im Text

Zur klaren und eindeutigen Wiedergabe des Grundtextes im Deutschen wurden folgende zusätzliche Kennzeichnungen verwendet:

  1. Kursivdruck weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des betreffenden Wortes im Hebräischen oder Griechischen hin.
  2. Kleindruck bedeutet, dass das betreffende Wort im Grundtext nicht vorhanden ist, aber aus sprachlichen Gründen im deutschen Text hinzugefügt wurde.
  3. Runde Klammern ( ) dienen wie Gedankenstriche lediglich zur Gliederung des Textes und zur Erleichterung des Verständnisses.
  4. Hochgestellte Buchstaben a, b, c hinter einem Wort verweisen auf die zugeordneten Fußnoten.
  5. Mit einem hochgestellten Kreis° versehene, aber auch andere, unübersetzt gebliebene Wörter (wie Amen, Baal usw.) sowie biblische Begriffe (wie Brandopfer und andere Opferarten, Erstgeborener, Gesetz usw.) werden in den Worterklärungen erläutert.
  6. Zwischen Winkeln ⌜ ⌝ stehen im Neuen Testament an sich gut bezeugte Wörter, die die Herausgeber des griechischen Grundtextes (Nestle-Aland) jedoch als nicht ausreichend bezeugt ansehen und deshalb nur im Fußnoten-Apparat verzeichnen.
  7. Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Textabschnitte im Neuen Testament, die als nicht zum Grundtext gehörig beurteilt werden; sie sind jedoch in den Fußnoten zu finden.

Von den seit einigen Jahren geltenden Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsregeln wurde in einigen Fällen abgewichen, wo es das Verständnis des Textes erleichterte.

Der besseren Übersichtlichkeit halber sind Zahlen ab 1001 in Ziffern geschrieben, ebenso alle Altersangaben ab 101 Jahren und alle Wertangaben ab 13; darüber hinaus Zahlenhäufungen, wo die Zahlen deutlich im Mittelpunkt stehen. In den übrigen Fällen ist die bisherige Schreibung in Worten beibehalten worden (z. B. bei Zeitangaben wie Regierungszeiten sowie Mengen von Menschen, Städten, Tieren usw.).

2. Die Fußnoten

Die Fußnoten enthalten wie bisher abweichende Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext. Anmerkungen, die die Auslegung des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Im Alten Testament wird in den Fußnoten auf hebräische Schreib- oder Leseformen hingewiesen (N. a. L.: „Nach anderer Lesart“). Auch wesentliche Abweichungen anderer Handschriften des hebräischen Grundtextes sind in den Fußnoten vermerkt (z. B. durch die Abkürzung A. H. l.: „Andere Handschriften lesen“).

Im Neuen Testament beziehen sich die Lesartenhinweise (A. l., A. f. h.: „Andere lesen“ bzw. „Andere fügen hinzu“) grundsätzlich nicht auf einzelne griechische Handschriften, sondern auf den Text von NestleAland. Die Abkürzungen „E. l.“ und „M. l.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften lesen“) sowie „E. f. h.“ und „M. f. h.“ („Einige“ bzw. „Mehrere Handschriften fügen hinzu“) weisen jedoch auf Lesarten von Handschriften hin, die Nestle-Aland nicht im Text, sondern im Fußnoten-Apparat verzeichnet.

Bei Mehrfachverwendung einer Fußnote im Kapitel enthalten die Klammern die jeweiligen grammatischen Entsprechungen.

Die Bibelstellenangaben in den Fußnoten entsprechen der heute allgemein anerkannten Kapitel- und Verseinteilung.

3. Abkürzungsverzeichnis

In den Fußnoten

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

Abw. Abweichend.
Ägypt. Ägyptisch.
Ähnl. Ähnlich.
Äthiop. Äthiopisch.
A. f. h. Nestle-Aland (28. Ausgabe) fügt hinzu.
A. H. f. h. Andere Handschriften fügen hinzu.
A. H. l. Andere Handschriften lesen (Lesarten von hebr. Handschriften, die vom mas. Text abweichen, aber in manchen heutigen Übersetzungen Berücksichtigung finden).
A. l. Nestle-Aland liest.
And. Andere.
Anm. Anmerkung.
Aram. Aramäisch.
AT Altes Testament.
A. ü. Andere übersetzen.
Bez. Bezeichnung.
Bzw. Beziehungsweise.
D. h. Das heißt.
D. i. Das ist.
D. s. Das sind.
Eig. Eigentlich.
E. f. h. Einige Handschriften fügen hinzu.
E. l. Einige Handschriften lesen.
f., ff. folgende, -r, -s.
Griech. Griechisch.
Hebr. Hebräisch.
Kap. Kapitel.
Lat. Lateinisch.
Mas. Masoretisch (der überlieferte hebr. Text des Alten Testaments; s. Einführung).
M. f. h. Mehrere Handschriften fügen hinzu (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
M. l. Mehrere Handschriften lesen (im NT der Mehrheitstext; s. Einführung).
N. a. L. Nach anderer Lesart (entweder Schreib- oder Leseform des mas. Textes; s. Einführung).
Näml. Nämlich.
nC, n. Chr. nach Christus.
NT Neues Testament.
O. Oder.
Pers. Persisch.
Pl. Plural (Mehrzahl).
S. Siehe.
Sept. Septuaginta (griech. Übersetzung des AT).
Sg. Singular (Einzahl).
so a. sp. so auch später.
U. Und.
Üb. Übersetzung(en).
V. Vers.
vC, v. Chr. vor Christus.
Vgl. Vergleiche.
Viell. Vielleicht.
W. Wörtlich.
Wahrsch. Wahrscheinlich.
Zugl. Zugleich.

Bibelbücher

Altes Testament
1. Mose1. Mo
2. Mose2. Mo
3. Mose3. Mo
4. Mose4. Mo
5. Mose5. Mo
JosuaJos
RichterRi
RuthRt
1. Samuel1. Sam
2. Samuel2. Sam
1. Könige1. Kön
2. Könige2. Kön
1. Chronika1. Chr
2. Chronika2. Chr
EsraEsra
NehemiaNeh
EstherEst
HiobHiob
PsalmPs
SprücheSpr
PredigerPred
Lied der LiederHld
JesajaJes
JeremiaJer
KlageliederKlgl
HesekielHes
DanielDan
HoseaHos
JoelJoel
AmosAmos
ObadjaObad
JonaJona
MichaMich
NahumNah
HabakukHab
ZephanjaZeph
HaggaiHag
SacharjaSach
MaleachiMal
Neues Testament
MatthäusMt
MarkusMk
LukasLk
JohannesJoh
ApostelgeschichteApg
RömerRöm
1. Korinther1. Kor
2. Korinther2. Kor
GalaterGal
EpheserEph
PhilipperPhil
KolosserKol
1. Thessalonicher1. Thes
2. Thessalonicher2. Thes
1. Timotheus1. Tim
2. Timotheus2. Tim
TitusTit
PhilemonPhlm
HebräerHeb
JakobusJak
1. Petrus1. Pet
2. Petrus2. Pet
1. Johannes1. Joh
2. Johannes2. Joh
3. Johannes3. Joh
JudasJud
OffenbarungOff

B. Strong-Nummern im Bibeltext

Die so genannten „Strong-Nummern“ werden besonders im englischen Sprachraum seit langem als nützliche Hilfsmittel bei der intensiven Beschäftigung mit dem Wort Gottes geschätzt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ohne nähere Kenntnis der Grundtextsprachen Hebräisch/Aramäisch und Griechisch feststellen, welches hebräische/aramäische Wort im Alten Testament und welches griechische Wort im Neuen Testament hinter der Übersetzung steht.

Das umfangreiche Werk des US-Theologen James Strong (1822-1894) wurde 1890 erstmalig als Buch gedruckt. Es bestand im Wesentlichen aus einer vollständigen Konkordanz der englischsprachigen „Common English Version“, wie er sie nannte (d. h. der Authorized Version/King James Version), und je einem hebräisch-aramäischen und griechischen Wörterbuch.

Strong versah zunächst jedes Wort des hebräisch-aramäischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in alphabetischer Reihenfolge mit einer fortlaufenden Nummer.

Diese „Strong-Nummern“ verband er mit den jeweiligen englischen Entsprechungen der Grundsprachen in der Authorized Version.

In der darauf aufbauenden Konkordanz stand daher hinter jedem Vorkommen eines englischen Wortes die Strong-Nummer des entsprechenden hebräischen oder griechischen Wortes. Die Bedeutung konnte dann in zwei dazugehörigen Wörterlisten unter den jeweiligen Nummern gefunden werden. Diese beiden Wörterbücher mit 8674 hebräischen und 5624 griechischen Wörtern enthielten die Übersetzungen mit Hinweisen auf die jeweiligen Wortwurzeln oder Wortstämme.

Eine digitale Version dieser Arbeit wie die Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen ermöglicht für deutschsprachige Leser ein noch besseres und schnelleres Eindringen in den Grundtext.

  1. Im deutschen Bibeltext steht hinter (fast) jedem Wort die entsprechende Strong-Nummer.
  2. Beim Anklicken dieser Strong-Nummer erscheint eine neue Ansicht, in der oben die Strong-Nummer mit dem hebräischen/aramäischen oder griechischen Wort und einer Umschrift in lateinischen Buchstaben erscheint.
  3. Außerdem werden die Anzahl der Vorkommen des Wortes, die Übersetzungen und die jeweiligen Bibelstellen angegeben. Beim Anklicken der Stellenangaben gelangt man zu deren Wortlaut.

Auf diese Weise sind die verschiedenen Vorkommen und Bedeutungen eines Wortes im Grundtext leicht und schnell aufzufinden. Der Nutzer besitzt also neben der Bibelübersetzung und ihren Funktionen (Wort- und Verssuche, deutsche Konkordanz usw.) gleichzeitig eine Konkordanz und die Wörterbücher der Grundsprachen der Bibel mit den verschiedenen Wiedergaben eines Wortes des Grundtextes in der Elberfelder Übersetzung Edition CSV Hückeswagen.

Einige zusätzliche Bemerkungen:

  1. Die bestimmten Artikel der, die, das, die unbestimmten Artikel ein, eine und das Bindewort und haben im Alten Testament keine Strong-Nummer. Da es im Griechischen auch keinen unbestimmten Artikel gibt, fehlt hier ebenfalls eine Strong-Nummer. Auch die im Deutschen bei der Bildung vieler Zeitformen verwendeten Hilfs- und Modalverben (werden, haben, wollen, können, dürfen usw.) haben in den meisten Fällen keine Entsprechung im Hebräischen und Griechischen und bleiben daher ohne Strong-Nummern.
  2. Steht im deutschen Bibeltext hinter einem Wort keine Strong-Nummer, kann das auch an der unterschiedlichen Struktur der Sprachen liegen, die häufig nicht „deckungsgleich“ übersetzt werden können. Beispielsweise wird das Hilfsverb sein nur selten im Hebräischen verwendet und fehlt dagegen – anders als im Deutschen – sehr häufig. Der folgende Beispielvers beinhaltet beide Möglichkeiten: „Und die Erde H776 war H1961 wüst H8414 und leer H922, und Finsternis H2822 war über H5921 H6440 der Tiefe H8415“ (1. Mo 1,2). In diesem Vers steht im hebräischen Text beim ersten Mal ein Verb, im zweiten Fall jedoch nicht.
  3. Eine Besonderheit des Hebräischen sind spezielle Infinitivkonstruktionen, wie zum Beispiel in 1. Mose 3,16: „Ich werde die Mühsal H6093 deiner Schwangerschaft H2032 sehr *H7235 mehren H7235.“ Im Grundtext heißt es eigentlich: „… (mit) Mehren H7235 mehren H7235“. Hier steht also dasselbe Verb zweimal, einmal im Infinitiv und einmal in einer konjugierten Form. Der Infinitiv wird im Deutschen meistens mit einem Adverb (hier: sehr) wiedergegeben, das dann mit einem * versehen ist, um zu zeigen, dass es dieselbe Strong-Nummer trägt wie die konjugierte Verbform; denn die eigentlichen Strong-Nummern für sehr und sicher sind ganz andere.
  4. Neue Strong-Nummern wurden in der vorliegenden Ausgabe für viele Zahlwörter eingeführt, so z. B. für 200 und 2.000, die als Dual-Formen bei Strong dieselbe Nummer trugen wie 100 und 1.000, was sehr verwirrend war. Ebenso sind für zusammengesetzte Zahlwörter neue Nummern eingeführt worden, um eine Anhäufung von Strong-Nummern zu vermeiden. Gleiches gilt für eine Reihe von zusammengesetzten Adverbien (z.B. lama „warum“, das unter ma „was“ eingeordnet war) oder einigen anderen Wörtern, die bei Strong nicht berücksichtigt wurden.
  5. Strong führte in seiner Konkordanz aus heutiger Sicht nicht existente Wörter auf – eine Folge der damals noch unvollständigen Kenntnis der alten hebräischen Sprache. Dazu gehören die Verben jalach H3212 „gehen“, janach H3240 „ruhen“, namal H5243 „beschneiden“ und nasag H5253 „weichen“; stattdessen stehen dort jetzt die Nummern für die Verben halach H1980, nuach H5117, mul H4135, sug H5472.
  6. In den Fällen, wo die deutsche Übersetzung sehr stark vom Grundtext abweicht, aber in einer Fußnote der genaue Wortlaut angegeben ist, stehen die Strong-Nummern häufig nicht im Fließtext, sondern in der Fußnote, so z. B. in Galater 2,6. Hier lautet der Fließtext: „Von ~(G575) denen ~(G3588) aber ~(G1161), die in Ansehen ~(G1380) standen ~(G1510)“, die Fußnote dagegen: „W. Von G575 den G3588 als etwas G5100 zu sein G1511 Angesehenen G1380 aber G1161“.
  7. Bei Strong-Nummern, die mit einer Tilde ˜ markiert sind, wird ausschließlich die Zuordnung in der entsprechenden Fußnote berücksichtigt: „Und er sprach H559: Was H4100 hast du getan H6213! Horch ~(H6963)! Das Blut ~(H1818) deines Bruders ~(H251) schreit ~(H6817) zu ~(H413) mir {Fußnote: W. Stimme H6963 des Blutes H1818 deines Bruders H251, das zu H413 mir schreit H6817.} von H4480 dem Erdboden H127 her“ (1. Mo 4,10).
  8. Strong-Nummern, die in ( ) stehen, sind verbunden mit dem Wort der entsprechenden Strong-Nummer ohne ( ), das die Hauptbedeutung wiedergibt. Im Hebräischen oder Griechischen steht dort nur ein Wort. Ein Beispiel dafür möge genügen: „Er G3588 aber G1161 stand G1453 auf (G1453), nahm G3880 das G3588 Kind G3813 und G2532 seine G846 Mutter G3384 bei Nacht G3571 zu sich und G2532 zog G402 hin (G402) nach G1519 Ägypten G125“ (Mt 2,14).
  9. Ein ▸ hinter bzw. vor einer Strong-Nummer bedeutet, dass das Wort im Grundtext aus zwei unterschiedlichen Wörtern zu einem Wort verschmolzen ist. Es gibt nicht ein Haupt-Wort wie zum Beispiel in Matthäus 5,15: „Man zündet G2545 auch G3761 nicht G3761 eine Lampe G3088 an (G2545)“. So setzt sich das griechische Wort oude („auch nicht“) aus ou („nicht“) und de („aber“) zusammen.
  10. In den seltenen Fällen, in denen Nestle-Aland (NA) einen anderen Wortlaut hat als Textus Receptus (TR), versuchen wir das durch die Kürzel „NA“ und „TR“ kenntlich zu machen. Als Beispiel sei dazu Apostelgeschichte 10,19 genannt: „Während aber Petrus über das Gesicht nachsann G6123 NA /G1760 TR, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.“
  11. Als Grundlage des Alten Testaments dient der masoretische Text (MT). Wenn in sehr seltenen Fällen Lesarten anderer hebräischer Handschriften (AH) herangezogen werden, haben wir das durch die entsprechenden Kürzel „MT“ und „AH“ kenntlich gemacht. Als Beispiel sei Jeremia 23,39 genannt: „darum, siehe, werde ich euch ganz vergessen H5382 MA {Fußnote: A. H. l. euch aufheben H5375 AH} , und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht verstoßen.“
  12. Strong-Nummern an aramäischen Wörtern des Alten Testaments beginnen mit „A“. Ein Beispiel dazu aus Esra 4,7.8: „Die Schrift H3791 des Briefes H5406 war aber aramäisch H762 geschrieben H3789 und ins Aramäische H762 übersetzt H8638. Rechum A7348, der Statthalter A1169 A2942, und Schimschai A8124, der Schreiber A5613, schrieben A3790 an Artasasta A783, den König A4430 …“
  13. Im 19. Jh. war die Herkunft einiger hebräischer Wörter noch unbekannt. Deswegen bekamen gleichgeschriebene Wörter auch die gleiche Strong-Nummer. Das führte dazu, dass z. B. „Steinhaufen“ und „Welle“ die gleiche Strong-Nummer H1530 trugen. Heute weiß man, dass hebr. gal zwei unterschiedliche Ursprünge besitzt. Trotz identischer Schreibweise liegen demnach zwei verschiedene Wörter vor. Um das kenntlich zu machen, die alphabetische Reihenfolge aber zu wahren, wurden die Strong-Nummern in solchen Fällen mit einer Zusatzzahl versehen: „über Steinhaufen H1530:1 schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine“ (Hiob 8,17). Aber: „Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen H1530:2“ (Ps 107,29).

Weitere Verbesserungen werden falls nötig im Lauf der Zeit im Text angebracht.

C. Lemmatisierung

Zur Verbesserung des Wortstudiums wurde eine Lemmatisierung des Bibeltextes durchgeführt. Unter einem Lemma (Plural: Lemmata) versteht man die Grundform eines Wortes bzw. das Stichwort in einem Nachschlagewerk. Wie in früheren Konkordanzen lassen sich damit gezielt alle Vorkommen eines Wortes auffinden, unabhängig von der im Text verwendeten Form.

Als Beispiel sei das Wort „gehen“ genannt. Wer in einer normalen Textsuche nach „geh“ sucht, findet dadurch „geht“, „gehst“, „gehe“ und „gehen“ aber nicht „ging“, „gingst“, „gegangen“, usw. Durch die Suche mit einem Lemma wird dieses Problem gelöst und es können alle Formen gefunden werden. Diese auf Lemmata basierte Suche wird bei der Eingabe im Suchfeld automatisch vorgeschlagen. Alternativ kann sie auch gezielt mit anderen Suchausdrücken kombiniert werden, siehe dazu die Tipps zur Suche.

Neben der Verfeinerung der Suchmöglichkeiten erleichtert die Lemmatisierung auch das Studium der Wörter des Grundtextes. Bei der Ansicht eines griechischen Wortes (anhand der Strong-Nummer) sieht man so auf einen Blick, wie es im deutschen Bibeltext übersetzt wurde und mit welchen Lemmata danach gesucht werden kann.

Die Lemmatisierung des Alten und Neuen Testaments ist nun abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden im Lauf der Zeit durchgeführt. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

Die Bearbeiter, Juni 2022
Stefan Drüeke und Arend Remmers

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